Eine Rebellion gegen den Terror des Positiven | Eine Befreiung aus dem Zwang zum Glücklichsein und des positiven Denkens
Schreiber, Juliane Marie

Warum positives Denken uns nicht weiterbringt, Schimpfen aber schon Dieses Buch ist ein Aufruf zum Widerstand gegen die Ideologie unserer Zeit: den Zwang des Glücks. Ratgeber und Duschbäder fordern uns auf,

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positiv zu sein. Wir sollen Scheitern als Chance begreifen und ständig unser Selbst entfalten. Doch der Terror des Positiven nervt, belastet jeden von uns und schwächt den Zusammenhalt: Wir betrachten Glück als Prestige und verstehen politische Probleme als persönliches Versagen. Das zeigt nicht nur die psychologische Forschung, sondern auch die Geschichte. Dagegen hilft nur Rebellion: Schimpfen ist Ausdruck gelebter Freiheit, ohne Schmerz gibt es keine Kunst, und Wut ist der Motor des Fortschritts. Denn die Welt wurde nicht von den Glücklichen verändert, sondern von den Unzufriedenen. 'Die Wahrheit tut weh, darum wird Schreibers Buch Sie nicht glücklich machen. Aber es wird Sie zum Denken bringen, und das ist das Einzige, was heute zählt.'  Slavoj Žižek 'Beschissen drauf sein endlich wieder salonfähig machen! Das Wort ¿negativ¿ endlich wieder positiv besetzen!'  Shahak Shapira

16,00 €
Roman | Eine neue literarische Stimme über die sozialen Umstände, die Mütter zu unglücklichen Menschen machen
Roschal, Slata

'Die Therapeutin neulich meinte, das gehöre eben zum Leben dazu, das Unsichersein und das Traurigsein, und ich meinte, dass es ein ziemlich bescheuerter Satz sei, dieses Dazugehören, als ob nicht alles in der W

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elt irgendwie dazugehöre, und sie erwiderte, nein, es gebe Dinge, die gehörten nicht dazu. Welche, wollte ich wissen, Einhörner, sagte sie plötzlich, Oder Meerjungfrauen, vielleicht war es ihr selber peinlich, wir schwiegen und ich meinte dann, Nein, Meerjungfrauen können genauso Teil des realen Lebens sein, warum sollten sie es nicht sein, wenn Sie meinen, dass jede depressive Gehirnregung gar, jede Phantasie dazugehöre - ' Eine Frau, die hat, was nach gängigen Kategorien eine geglückte Biografie ausmacht, sitzt in einem Hotelzimmer und denkt darüber nach, alles hinter sich zu lassen: ihren Mann, ihre Kinder, ihre Existenz, möglicherweise ihr Leben insgesamt. Zerrissen von einer unbestimmten Unzufriedenheit, nimmt sie einen Übersetzungsauftrag an, der alles verändert. Historische Briefe von deutschen Auswanderern zerschmettern ihr Hotel-Vakuum, und im Austausch mit fremden Toten stellt sich die Frage nach dem guten Leben überraschend anders.

22,00 €
Erinnerungen.
Hrsg.: Preiswerk, Yvonne

Adeline Salamin war zwanzigjährig, als sie 1928 mit einem Hebammenköfferchen aus Leder und modernen Ansichten über Geburtshilfe aus Genf ins Val d'Anniviers zurückkehrte. In ihrer Heimat wollte sie anwenden, wa

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s sie gelernt hatte. Mit ihrer Herzlichkeit gewann sie rasch das Vertrauen der Wöchnerinnen, anfangs in den Häusern der Familien, später im Spital von Sierre. 8000 Kinder kamen mit ihrer Hilfe auf die Welt. Lebendig und konkret erzählt Adeline Favre (1908-1983) von ihrer Jugend und ihrer Ausbildung, vor allem von ihrer fünfzigjährigen Arbeit als Hebamme, die oft über jene einer Geburtshelferin hinausging, vom Kampf gegen Widerstände, alte Traditionen und Bräuche. Zwar ist auch von den Vätern die Rede, doch immer steht das Schicksal der Frauen und ihrer Kinder im Vordergrund, ihre Sorgen, Nöte und Freuden. In ihrem Nachwort beleuchtet Susanne Perren die Entwicklung des Hebammenberufs und blickt auf die lebendige Geschichte des Val d'Anniviers.

32,00 €
Roman
Flamm, Peter

Wer bin ich, wenn meine Erlebnisse mich zu einem anderen gemacht haben? Hans, ein anerkannter Chirurg, kehrt von den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs nach Hause zurück - oder vielmehr zurück i

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n das, was als sein »Zuhause« gilt. Denn das Erlebte hat seine Gewissheiten zerschlagen, nur eine unauslöschliche Fremdheit ist zurückgeblieben. Seine Frau Grete und seine Freunde erkennen ihn, auch seine Arbeit erledigt er zuverlässig, nur sein Hund wittert Verdacht. Ist er durch den Krieg zu einem anderen geworden? Oder ist er eigentlich ein anderer, der sich in Hans' Leben eingeschlichen hat? In einem atemlosen Selbstgespräch, das die Selbstzweifel des Protagonisten Hans zum Vorschein bringt und existenzielle Fragen stellt, lässt Peter Flamm die Lektüre dieses schmalen, kraftvollen Romans »Ich?«, der 1926 als sein Romandebüt bei S. Fischer erschienen ist, zu einem mitreißenden Erlebnis werden. »Ein Buch, von dem in jedem Sinne das Wort gilt: magisch hinreißend.« Das Tage-Buch, 1926 »Schriftsteller oder nicht, jeder ist verdammt - oder gesegnet -, die spukhaften Blasen, die aus den dunkel brodelnden Wassern seines Unbewussten steigen, zu bekämpfen.« Peter Flamm

22,00 €
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