Ein kurz gefasstes, leicht verständliches, auf immenser therapeutischer Erfahrung und wissenschaftlicher Kompetenz beruhendes und dazu praxisrelevantes Psychotherapiebuch - wer hätte sich das zu Beginn seiner Aus- und Weiterbildung und im Verlauf seiner Berufspraxis nicht gewünscht? Gerd Rudolf ist ein Nestor der Psychotherapieforschung und -lehre, seine "Strukturbezogene Psychotherapie" gilt als Meilenstein der psychotherapeutischen Literatur. Mit diesem neuen Buch richtet er sich an psychodynamisch orientierte Therapeutinnen und Therapeuten, speziell an die oft noch sehr jungen Kolleginnen und Kollegen in Ausbildung. Vor dem Hintergrund eines Psychologie- oder Medizinstudiums und oft mit wenig Erfahrung im Umgang mit Patienten stehen sie vor der Aufgabe, die psychischen Erkrankungen der ihnen zugewiesenen Patientinnen und Patienten unter psychodynamischen Gesichtspunkten zu verstehen und einen Behandlungsplan zu entwerfen und zu verwirklichen.
Der "neue Rudolf" unterstützt tiefenpsychologische Therapeutinnen und Therapeuten in ihrem Verständnis der Patientenpersönlichkeit und holt sie in ihren praktischen therapeutischen Fähigkeiten ab. Das Buch ist kein Manual, es geht nicht um "Skills" oder Techniken: Im Vordergrund stehen die innere Einstellung und die Haltung der psychotherapeutisch Tätigen. Entsprechend Rudolfs Forschungs- und Behandlungsschwerpunkt liegt dabei ein besonderer Akzent auf den strukturellen Störungen, die sich nicht als Resultat mehr oder weniger aktueller Konflikte manifestieren, sondern die aufgrund von Entwicklungsdefiziten oder Traumata die gesamte Persönlichkeitsstruktur eines Menschen bestimmen.
Wieder ein außergewöhnliches Werk, erfreulich kurz gefasst, verständlich und mit großer Leidenschaft für eine professionelle und empathische psychotherapeutische Heilkunst geschrieben.
Dieses Buch richtet sich an

  • Ärztliche und psychologische Psychodynamische Psychotherapeuten, besonders für junge Therapeuten in der Ausbildung hilfreich

Prof. Dr. med. Gerd Rudolf ist em. Professor für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Bis 2004 war er Ärztlicher Direktor der Psychosomatischen Universitätsklinik Heidelberg. Er ist Mitbegründer der OPD und Sprecher der OPD-Achse "Struktur". Seine Hauptarbeitsgebiete sind Konzeptbildung, empirische Therapieforschung (psychoanalytische Langzeittherapie) und Qualitätssicherug im Bereich der psychodynamischen Psychotherapien. 2004 erfolgte die Auszeichnung mit dem Heigl-Preis für seine Verdienste um die Psychotherapie und Psychosomatik in Deutschland.

 

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