Mit der Ausbreitung und Differenzierung psychotherapeutischer Techniken ist das Erstinterview in den Mittelpunkt des aktuellen Interesses gerückt, da es neben der psychologischen Testuntersuchung das einzige di
...alles anzeigenagnostische Verfahren darstellt. Mit seiner Hilfe wird die Indikation für eine Psychotherapie gestellt, die Wahl einer Behandlungsmethode getroffen und die Prognose abgeschätzt. Hinzu kommt, dass der Ausbau der psychoanalytischen Theorie und Technik eine Verfeinerung der Interviewmethoden nach sich gezogen hat, die der Beschäftigung mit diesem Instrument der Psychotherapie einen eigenen Reiz gibt. Neue und zum Teil unerforschte Dimensionen der ersten Kontaktaufnahme erschließen sich dem Leser, wenn er mitverfolgt, wie zwei Menschen unter dem Gesichtspunkt einer verfeinerten Interviewmethode miteinander ein zeitlich begrenztes Gespräch führen. Die Kunst, einen Menschen zu verstehen und zu Einsichten über ihn zu gelangen, steht im Zentrum dieses Standardwerks.
Und es gilt doch: das Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben. Es folgt aus dem Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung und der Menschenwürde (Art. 2 u. 1 Grundgesetz), so das Bundesverfassungsgericht im Jahre
...alles anzeigen2020. Damit ist dieses Recht nicht auf die Situation eines unerträglichen, zum Tode führenden Leidens beschränkt. Deshalb gehören der Präventiv-, Bilanz- und Symbiose-Suizid ebenfalls zu den Möglichkeiten eines rationalen Suizids. Rational, weil in freiem Willensentschluss dem eigenen Leben ein Ende gesetzt wird, das von den existenziellen Werthaltungen der Person aus keinen Sinn mehr besitzt. Neben historisch-biographischen Beispielen für diese vier Suizid-Formen lässt sich zeigen, dass die Warnungen vor negativen Folgen einer Legalisierung der Sterbehilfe empirisch unbegründet sind. Das eröffnet die Möglichkeit des ärztlich-assistierten Sterbebeistands, für den sich aus der Willensfreiheit des rationalen Suizids konkrete Verfahrensregeln ableiten lassen.