Die Verwandlung von der weitgehend souveränen, selbstbestimmten und selbständigen Person zum intensiv abhängigen und sterbenden Menschen wird mit der gerontologischen Kategorie 'Viertes Lebensalter' als lebensw
...alles anzeigeneltlich und biografisch integrierter Prozess verdeutlicht, der eigene Herausforderungen der Bewältigung stellt. Die Notwendigkeit der normativen Reflexion dieses Prozesses zeigt sich besonders deutlich an der Problematik des Verständnisses von Würde, die in der Regel unhinterfragt mit den Vorstellungen von Selbstbestimmung und Souveränität verbunden oder gleichgesetzt wird. Die im interdisziplinären Gespräch zwischen Pflege, Medizin und Ethik angelegten Beiträge fragen nach den Konnotationen und Deutungen von Würde und damit nach den Voraussetzungen, Zielen und Orientierungsmassstäben für den Umgang mit Menschen in dieser Lebensphase und den entsprechend notwendigen Entscheidungen, das heisst nach dem Konzept einer Würde im vierten Lebensalter, das im Kontext von Medizin- und Pflegeethik anwendbar ist.
Die Möglichkeiten der heutigen Medizin sind schier grenzenlos. Aber nicht alles, was möglich ist, ist auch sinnvoll und finanzierbar. Könnte dabei auch das Alter von Patienten eine Rolle spielen?Der Basler Univ
...alles anzeigenersitätspfarrer und Spitalseelsorger Luzius Müller arbeitet die intensiven aktuellen Debatten über die Begrenzung und Rationierung medizinischer Massnahmen im Alter auf. Er stellt sie in den Horizont unterschiedlicher alterstheoretischer Diskurse und wissenschaftlicher Perspektiven und vertieft die Fragestellung insbesondere aufgrund gesundheitspolitisch-sozialethischer und individualethischer Überlegungen. So kommt er zu fundierten ethischen Problembeschreibungen und vorsichtigen Lösungsansätzen, die auch die besondere Perspektive und Deutungskraft protestantisch-theologischer Ethik dokumentieren
Todkranke Menschen begleiten, eine palliative Medizin und Pflege entwickeln, die den Patienten ihr Sterben erleichtert: Das war das Lebenswerk der englischen Pflegespezialistin und Ärztin Cicely Saunders. Für s
...alles anzeigenie stand der leidende Mensch mit seinen Nöten und Ängsten, aber auch mit seinen Stärken, seiner persönlichen Geschichte und seiner Spiritualität im Zentrum. Die hier erstmalig ins Deutsche übertragenen Reden und Essays erzählen von der Gründung des ersten Hospizes, von Begegnungen mit sterbenden und doch hoffnungsvollen Menschen, von dem eindrücklichen Ethos der Menschlichkeit und von der Religiosität der Autorin. Es sind persönlich gehaltene, konkret erzählte und zugleich tiefgehende Texte.
Die Frage nach dem Leben schliesst die Frage nach Sterben und Tod mit ein. In der von Cicely Saunders mitbegründeten internationalen Palliativbewegung ist davon immer wieder die Rede. In den fünf Jahrzehnten, i
...alles anzeigenn denen Saunders schwer kranke und sterbende Menschen begleitete, erkannte sie, dass Leiden und Schmerzen eines Menschen erst richtig wahrgenommen werden, wenn nicht nur medizinische, sondern auch soziale, emotionale, psychologische und spirituelle Faktoren berücksichtigt werden. Unter Total Pain ist diese interdisziplinäre Sicht von Leiden und Schmerz bekannt geworden. Martina Holder-Franz zeigt in ihrem Buch, wie Saunders ihr Engagement im christlichen Glauben festmacht, wie sich ihr Verständnis von Spiritualität im Laufe ihres Lebens entwickelte und welche Menschen oder Erlebnisse sie dabei nachhaltig beeinflussten. Zugleich verknüpft sie Saunders' Spiritual-Care-Vorstellung mit aktuellen Diskussionen in Seelsorge und Ethik und gibt Impulse, wie die Kirchen seelsorgerliche Kirchen bleiben - oder werden - können.