In der vorliegenden qualitativen Studie untersucht Almut Peukert Aushandlungen von Doppelverdiener- und Doppelkarrierepaaren zur Aufteilung der Elternzeit nach dem familienpolitischen Paradigmenwechsel durch di
...alles anzeigene Einführung des Elterngeldes im Jahr 2007. Einer zunehmenden Offenheit in paarinternen Aushandlungen zur Teilung von Erwerbs- und Familienarbeit steht ein Beharren von traditionalen, geschlechterdifferenzierenden Zuschreibungen von Betreuungsverantwortung in der Familiengründungsphase gegenüber. Dabei zeigt sich, dass Paare mit ähnlichen beruflichen und finanziellen Arrangements nicht "automatisch" zu gleichen Aushandlungsergebnissen gelangen. Vielmehr führen die Selbstverständlichkeiten der Paare zu (nicht) infrage kommenden Betreuungspersonen zu einem Relevant- oder Nicht-Relevantsetzen beruflicher und finanzieller Aspekte in der Entscheidung zur Inanspruchnahme von Elterngeld/ -zeit.
Über Gesundheit zu reden funktioniert auf Fachkongressen und im Wartezimmer genauso gut wie auf Partys und Parteitagen. Interessant an all diesen verschiedenen Gesundheitserzählungen sind folgende Fragen: Worüb
...alles anzeigener wird geredet? Wer redet viel und wer wenig? Warum und mit welcher Wirkung wird geredet? Die Erzählforschung untersucht die Funktionsweisen von alltäglichen und wissenschaftlichen Erzählungen und ihre Potenziale, die Wirklichkeit nicht nur zu beschreiben und zu erklären, sondern auch zu beeinflussen. Das Thema Gesundheit unter Erzählperspektive zu beleuchten ist gewinnbringend, denn während die fachlichen Inhalte des Gesundheitsnarrativs sehr weitreichend erkundet werden, sind seine begleitenden erzählerischen Elemente kaum beforscht, obwohl sie z.B. Aufschluss darüber geben können, warum der Waschbrettbauch den Wohlstandsbauch als sichtbares Zeichen von erfolgreicher Lebensführung ablösen konnte und wie das Erzählen diese Wirklichkeitstransformation begleitet hat. Beim faktual-fiktionalen Gesundheitsnarrativ geht es also nicht um die Wahrheit und nichts als die Wahrheit, sondern erzählt wird eine spannende Geschichte über Wohlsein und Wehklagen, tugendhafte und sündige Lebensweisen, fitte Gewinner und matte Verlierer.
Gesine Bär stellt die gesundheitsfördernde Stadtteilentwicklung als eine Interventionspraxis in den Mittelpunkt ihrer Untersuchung. Sie analysiert auf der Grundlage stadtsoziologischer sowie gesundheitswissensc
...alles anzeigenhaftlicher Forschungen drei Fallstudienverläufe und beschreibt Prozesse lokaler Gesundheitsförderung als projektförmige Aktivitäten, für die spezifische Voraussetzungen geschaffen werden müssen. Die Autorin zeigt, dass sich erst in der Vernetzung verschiedener Raumebenen Veränderungen längerfristig entwickeln und stabilisieren lassen.
Im aktuellen Gesundheitsmarkt entstehen vielfältige innovative Produkte und Dienstleistungen, die dazu beitragen, die Qualität und Sicherheit der medizinischen Versorgung weiter zu steigern. Voraussetzung für d
...alles anzeigenie Entstehung von Innovationen sind Akteure, die Potenziale und Lösungswege aufspüren und den Mut haben kreative Ideen in die Tat umzusetzen sowie ein innovationsfreundliches Klima in Unternehmen. Dazu gehören Handlungsspielräume zum Ausprobieren, Erproben und Experimentieren für Mitarbeiter und auf der Führungsebene eine Akzeptanz für ein gewisses Maß an Fehlschlägen, die bei der Suche nach Lösungen entstehen. Nur so können Innovationen den Ausgangspunkt für den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen bilden und zur treibenden Kraft in der Gesundheitswirtschaft werden.Dieses Buch stellt Best-Practice-Beispiele vor und zeigt dabei auf, welche Ansätze, Vorgehensweisen und Methoden sich für das Erreichen von unternehmerischen Innovationszielen besonders gut eignen.Zugleich bietet es einen ganzheitlichen Ansatz von Innovationsmanagement für Entscheidungsträger, Praktiker und Wissenschaftler.
Eine an den Bedürfnissen der Patienten orientierte und bezahlbare Versorgung ist zukünftig nur möglich, wenn sich das deutsche Gesundheitswesen grundlegend wandelt. Wohin die Reise gehen sollte, zeigen die Gesu
...alles anzeigenndheitssysteme anderer Länder: Wir brauchen den Übergang zu einer integrierten, sektor- und berufsgruppenübergreifenden Versorgung mit einer stärkeren dezentralen Verankerung der Prozesse und Strukturen. Erste Schritte in diese Richtung wurden Anfang des Jahrtausends eingeleitet. Doch in den letzten Jahren kamen diese Schritte ins Stocken. Namhafte Autoren aus Wissenschaft, Verbänden, Sozialversicherung, Verwaltung, Praxis und Industrie zeigen in diesem Buch auf, wie es in Richtung regionaler, integrierter Versorgungsformen weitergehen sollte.Mit seinem Erscheinen in der Reihe "Gesundheit. Politik - Gesellschaft - Wirtschaft" (hrsg. von E.-W. Luthe und J. N. Weatherly) steht das Buch für die wachsende Erkenntnis, Gesundheitspolitik als interdisziplinäre Aufgabe zu betrachten.
Mario Schreiner untersucht auf der Basis von 20 problemzentrierten Interviews, die mit der qualitativen Inhaltsanalyse und der empirisch begründeten Typenbildung ausgewertet wurden, wie sich die Beschäftigung i
...alles anzeigenn Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) auf ihre Beschäftigten auswirkt. Der Autor beleuchtet dabei die Wahrnehmung von sozialer Teilhabe und gesellschaftlicher Anerkennung durch diese besondere Beschäftigungsform und identifiziert vier Typen von Werkstattbeschäftigten. Die theoretische Grundlage der empirischen Untersuchung bildet die Verbindung und Operationalisierung von Teilhabekonzept und Anerkennungstheorie.
Patienten sind keine Konsumenten. Mit dieser Behauptung wird im allgemeinen das Primat der medizinischen Kriterien gegenüber ökonomischen Erwägungen im Gesundheitswesen verteidigt. Benjamin Ewert hat sich zum Z
...alles anzeigeniel gesetzt, diese eindimensionale Rollenzuweisungen im Gesundheitswesen kritisch in Frage zu stellen und aufzuzeigen, dass sie die Versorgungsrealität nur unzureichend widerspiegelt. In seiner Untersuchung plädiert der Autor dafür, ein Spektrum an möglichen Identitäten anzuerkennen und ernst zu nehmen: Nutzer von Gesundheitsleistungen vereinen in ihrer Person und ihren Handlungen, so die leitende Vorstellung, jeweils Anteile des Patienten, Koproduzenten und Konsumenten. Dies führt konsequenterweise zu einem mehrdimensionalen Verständnis von Nutzern, in dem das Konsument-Sein im Gesundheitswesen als Teil einer ¿multiplen Nutzeridentität¿ integriert ist. Im Rahmen einer empirischen Untersuchung zeigt der Autor darüber hinaus, wie sich diese verschiedenen Nutzeridentitäten in unterschiedlichen Kontexten des Gesundheitswesens verschieben.
Für den Krankenhausbereich wurden bisher betriebswirtschaftlich anerkannte Werte-Konzeptionen vernachlässigt. Deshalb werden hier innovative werteorientierte Konzeptionen vorgestellt, analysiert, beispielhaft e
...alles anzeigenrläutert und anwendungsorientiert so dargestellt, wie sie im Krankenhausalltag eingesetzt werden können. Neben Economic Value Added (EVA) und dem Return on Capital Employed (ROCE) werden auch Konzeptionen zu Immateriellen Werten hervorgehoben, dargestellt und analysiert. Die Cashflow-Analyse wird zu einem Managementinstrument der Krankenhaus-Lenkung und des Reportings ausgebaut. Ausführungen zur Wert(er)schöpfung schließen diese Thematik ab. Experten aus den Bereichen des Controllings, der Wissenschaft sowie aus der Beratung heben die Vorteile dieser Konzeptionen hervor und beschreiben durch die praxisrelevante Darstellung Möglichkeiten der Übertragbarkeit.