Die Besonderheit an der Tätigkeit der Lehrerinnen fur Hebammenwesen liegt darin, dass sie, unter professionstheoretischen Gesichtspunkten keinen Beruf haben. Genaugenommen sind sie Hebammen, die sich in irgende
...alles anzeigeniner Weise pädagogisch weitergebildet haben, ob nun mittels Fachweiterbildung oder mittels Hochschulstudium. Diese Eigenheit teilen sie mit Kollegen aus anderen Gesundheitsfachberufen, wie z.B. den Lehrerinnen und Lehrern für Pflege, für Physiotherapie oder Ergotherapie und genau darin liegen eine Reihe von Problematiken, die für die Lehrenden gravierende Folgen haben und die nicht selten dazu fuhren, dass Professionalisierungsbestrebungen und Innovationsprozesse nicht nur gehemmt, sondern geradezu konterkariert werden. Dieses Buch deckt die Hintergründe exemplarisch an dem Handlungsfeld der Lehrerinnen fur Hebammenwesen auf und entwickelt auf der daraus entstehenden Matrix Lösungsansätze, die trotz großer Umwälzungsprozesse im Gesundheitswesen - die auch Einfluss auf die Schulen im Gesundheitssektor haben und die dazu führen, dass Innovationsprozesse aufgrund der ungesicherten Ausgangsbasis ins Stocken geraten - realisiert werden könnten. Aus- und neue Wege aus der derzeit scheinbar ausweglosen Situation werden dabei auf zwei unterschiedlichen Ebenen gesucht und gefunden.
Wer war Emma Rauschenbach? Warum kennt keiner ihren Namen und warum zeigt die Geschichte nur Olga Gebauer (1858-1922) und Nanna Conti (1881-1951) als herausragende Personen in der Entwicklung des Deutschen Heba
...alles anzeigenmmenwesens? Mit diesem Buch wird erstmals ein wichtiges Kapitel der Berufsgeschichte der Hebammen geschlossen. Es ist nicht nur eine gelungene Biographie der Leipziger Hebamme Emma Rauschenbach, sondern beleuchtet vor allem auch die deutsche Hebammengeschichte unter sozialen und rechtlichen Gesichtspunkten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Emma Rauschenbach war es, die in all den Jahren um eine Besserstellung der Hebammen kämpfte. So war sie als langjährige Vorsitzende des Leipziger, des Sächsischen und des Allgemeinen Deutschen Hebammenverbands unter anderem Wegbereiterin bei der sozialrechtlichen Absicherung der Hebammen und Begründerin der Emma-Rauschenbach- Stiftung. Außerdem machte sie sich verdient um die Entstehung des Sächsischen- und später des Reichshebammengesetzes. Neben der rein beruflichen Interessenvertretung bemühte sie sich auch um die allgemeine Gleichanerkennung der weiblichen Erwerbsarbeit in der Gesellschaft durch aktive Mitarbeit in verschiedenen Frauenverbänden. Ein Schwerpunkt dieses Buches ist das Zustandekommen des Reichshebammengesetzes 1938. In diesem Zusammenhang beschreibt die Autorin auch das persönliche Scheitern Emma Rauschenbachs vor dem Hintergrund der allgemeinen Gleichschaltung der Hebammenverbände im Nationalsozialismus. Müssen wir Emma Rauschenbach als Opfer oder Täter im Dritten Reich sehen? Zahlreiche Abbildungen und Dokumente aus Archiven ergänzen den Band, der Medizinhistorikern, Hebammen und Ärzten, aber auch allen an Sozial-, Standes- und Geschlechtergeschichte Interessierten höchst willkommen sein dürfte.
Die erste Schwangerschaft und Geburt mit dem sich anschließenden Wochenbett stellen ein bedeutendes biographisches Lebensereignis dar, das mit einer Vielzahl von Entscheidungen und Adaptationsleistungen verbund
...alles anzeigenen ist. Die vorliegende Arbeit betrachtet diesbezüglich drei zentrale Aspekte: Die "Wahl des Geburtsmodus", den "erlebten Geburtsmodus" und das "maternale Wohlbefinden". In diesem Kontext werden insbesondere die Sectio caesarea fokussiert sowie die reproduktive Gesundheit bzw. das subjektive Wohlbefinden der Frauen unter Berücksichtigung der Salutogenese und der Selbststeuerung im Sinne integrativer Kompetenzen analysiert. Im Anschluss an eine ausfuhrliehe theoretische Erörterung zur ersten Geburt in der weiblichen Biographie, zur Sectio caesarea als Geburtsmodus der Wahl, zu den Aspekten des Wohlbefindens und der reproduktiven Gesundheit im Kontext der Gravidität und des Puerperiums sowie zu den integrativen Kompetenzen und ihrer Bedeutung im Kontext von Mutterschaft folgt die Darstellung der darauf aufbauenden empirischen Untersuchung. Im Rahmen eines prospektiven Kurz-Längsschnittes wurden Erstgebärende in der Schwangerschaft schriftlich und dasselbe Sampie nach der Geburt telefonisch befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Mehrzahl der Frauen fur die Geburt des ersten Kindes eine Spontangeburt bevorzugt. Sowohl prospektiv als auch retrospektiv geben die Schwangeren eine niedrige Präferenz fur eine Sectio caesarea an. Die Frauen zeigen insgesamt eine Vielzahl von Gründen fur ihre Entscheidung zum Kaiserschnitt oder zur Spontangeburt auf Dabei stellt der Faktor Angst zu beiden Erhebungszeitpunkten in unterschiedlichen Zusammenhängen ein zentrales Motiv fur den Wunsch zur Sectio caesarea dar. Für ihren jeweils präferierten Geburtsmodus haben sich die Frauen bereits zu einem frühen Zeitpunkt in der Gravidität entschieden, wobei sich die Entscheidungszeitpunkte fur die beiden Geburtsmodi unterscheiden. Für die Wahl des Geburtsmodus zeigen sich außerdem Zusam