Opa ist ein bisschen aus dem Takt, sagt Fido. Opa hat Demenz, sagt Mama. Jedenfalls bringt Fidos Opa gehörig viele Sachen durcheinander. Nachts geht er einfach spazieren und vergisst, wo er wohnt, er sucht sein
...alles anzeigene Schuhe im Backofen und wenn er in einen Apfel beißt, ruft er: Mmmh, was für eine leckere Kartoffel! Damit er nicht alles vergisst, schreiben Fido und sein Opa Listen mit tollen Dingen: barfuß in Pfützen springen und Senioren auf der Badewiese zuschauen. Fido und sein Opa erkunden die Welt und erleben viele schöne Momente, gerade wenn das Leben so spielt, wie Opa sagt: einmal auf, einmal ab. Birgit Unterholzner hat eine berührende Geschichte geschrieben, eine Erzählung vom Erinnern und Vergessen und von der unvergleichlichen Liebe zwischen einem Enkel und seinem Großvater. In Leonora Leitls Illustrationen finden sich liebevoll gestaltete und prächtige Bildwelten, die die Geschichte erweitern und ergänzen.
Margarete Mitscherlich ist zweifellos eine der prägendsten Psychoanalytikerinnen ihrer Generation. Anhand ihres eigenen Lebensweges verdeutlicht sie das Verhältnis zwischen Leben, Lebenssinn und Lebenswerk. Die
...alles anzeigenBeziehung zu ihrer Mutter begreift sie als wegweisend für ihre persönliche Entwicklung und ihr berufliches Schaffen, gelangte sie doch erst durch die Aufarbeitung dieser komplexen Beziehung selbst zur Beschäftigung mit der Psychologie. Mitscherlich analysiert die Bedeutung ihrer deutsch-dänischen Herkunft sowie den Einfluss der NS-Diktatur auf ihr privates Leben und ihren beruflichen Werdegang. Unermüdlich und uneitel verfolgt sie ihre Erinnerungsarbeit, durchleuchtet dabei ihr eigenes Leben mit den Mitteln der Psychoanalyse.
Die Medizin des 18. und 19.¿Jahrhunderts verstand Euthanasie im Wortsinne des guten Sterbens - der Sterbebegleitung, wie wir heute sagen würden. Der Sterbende sollte gut und leicht und vor allem begleitet aus d
...alles anzeigenem Leben gehen. Erst am Ende des 19.¿Jahrhunderts setzte die moderne Debatte zur Euthanasie an, die die Tötung Schwerkranker auf ihr eigenes persönliches Verlangen ebenso einforderte wie die Tötung von Bewusstlosen, Behinderten oder anderen Personen, die nicht oder nicht mehr für sich sprechen könnten, deren Leben aber nicht wert sei, gelebt zu werden. Zwar wird in den heutigen Forderungen zur Legalisierung der Tötung auf Verlangen und auch in den Staaten, die die Euthanasie legalisiert haben, das Tötungsverlangen stets an die individuelle Willensäußerung der Betroffenen gebunden. Ein genauer Blick auf die Praxis zeigt aber, dass diese Bindung oft fraglich ist und die Tötung von Menschen, die sich nicht oder nicht mehr äußern können, untrennbar mit dem Freiheitsversprechen für diejenigen, die ihren Sterbewunsch selbstbestimmt äußern können, verbunden ist.
Wie geht man damit um, verlassen zu werden? Wie mit der Angst um liebe Menschen? Wie mit der Angst vor dem Tod? Und wie mit sich selbst? Ein Maler, der nicht mehr zärtlich sein kann, ein Geschäftsmann, den es b
...alles anzeigeneinahe bildlich zwischen seiner Frau und seiner Geliebten zerreißt, eine junge Studentin, die sich hinter Make-up und Mode versteckt oder ein Ehepaar, das aneinander vorbeilebt und sich belügt: Empathisch erzählt die Therapeutin von Begegnungen in ihrer Praxis, lässt den Leser teilhaben an ihren eigenen Assoziationen und Empfindungen und an der Entwicklung von Lösungen. Es sind berührende Geschichten, direkt aus dem Leben gegriffen. In den acht bewegenden Geschichten der erfahrenen Psychotherapeutin Elisabeth Jupiter geht es stets um das Wichtigste im Leben eines Menschen: um die Liebe, um den Tod, um das Überleben - und immer wieder um das Ich, das in jeder der Geschichten gesucht, bisweilen auch gefunden wird.
Ist die Demenz eine unheilbare Krankheit? Kann ein wirksames Medikament dagegen gefunden werden? Oder sollte man dieses Phänomen nicht viel eher als eine natürliche Entwicklung im Prozess des Alterns betrachten
...alles anzeigen? Katharina Gröning und Katharina Heimerl, Demenz- und Palliative-Care-Forscherinnen, legen dar, wie hilflos die Medizin im Umgang mit Demenzerkrankten ist - ist doch die Demenz ein hirnorganisches Paradoxon und keinesfalls eine heilbare Erkrankung. Dies zwingt die Gesellschaft, neue Wege zu gehen. Die beiden Forscherinnen fordern darüber hinaus ein vertieftes Verständnis allen Betroffenen gegenüber - nicht bloß für die Erkrankten, sondern auch für die Pflegenden.
Rabe Franz steht am Morgen auf und riecht ihn sofort - den Rabenduft! Franz bedankt sich bei allem, was ihm an diesem Tag Wunderbares erscheint und passiert. Die Sonne, das Wasser, die Luft - alles bereitet ihm
...alles anzeigenFreude. Sein Bruder Kurt hingegen riecht gar nichts. Es ist doch alles wie immer, wieso soll man ständig 'Danke!' rufen? Nun - es kommt auf die Perspektive an, wie ihm Franz dann auf geschwisterliche Art beibringt ... Thomas Sautner erzählt eine frech-poetische Geschichte über alles Alltägliche, das das Schöne ausmacht - man muss es nur sehen und genießen können! Thomas Kriebaum gibt den Rabenbrüdern Gesicht und Charakter und ihrem Tag den nötigen Schwung.
Wie sexualisiert ist unsere Gesellschaft? Welchen Einfluss haben Pornografie und Medien auf das Sexualverhalten? Fragen, denen der Sozialwissenschaftler Franz X. Eder, der Sozialhistoriker Hubert Christian Ehal
...alles anzeigent und die Kulturwissenschaftlerin Suleika Mundschitz auf den Grund gehen. Es gibt im 21.¿Jahrhundert Normvorstellungen romantischer und sexueller Sehnsüchte, die wenig bis gar nichts mit der Realität zu tun haben. So wird Sex zur Leistung, Pornografie zur Anleitung. Für jüngere Leute jedoch ist Sex zu einem Lebensfeld unter vielen anderen geworden, zu einem alltäglichen Lust-, Befriedigungs- und Konsumangebot.
Alles dreht sich um einen monströsen Tintenfisch. Einen Riesenkalmar. Als dieser ein Tiefseekabel berührt, beginnen seine Arme und Tentakel zu erzählen. Davon, wie es ist, in ständiger Dunkelheit zu leben, wie
...alles anzeigenes ist, für den Menschen ein Ungeheuer zu sein. Sie erzählen von Sanja, die ein Praktikum auf einem Frosttrawler absolviert und sich um einen gefangenen Kalmar kümmert. Sie erzählen von Dagmar, die für einen Geheimdienst in der Antarktis stationiert ist und diesen Kalmar unbemerkt nach Deutschland schaffen soll. Sie erzählen von einer Kindheit als Schäferstochter. Sie erzählen von einer Familie, deren Urahn schon mit einem Kalmar gekämpft hat. Sie erzählen von dem jungen Jules Verne, der von diesem Kampf hört und darüber zu schreiben beginnt. Am Ende erzählen sie davon, wie schwierig es für Menschen ist, von Tieren zu erzählen, und warum sie es dennoch tun.
Vor der Hintergrund der immer noch vom Jugendkult geprägten westlichen Gesellschaft erweitert Ilse Kryspin-Exner die Entwicklungspsychologie um ein zusätzliches Lebensstadium: jenes des höheren Erwachsenenalter
...alles anzeigens. Die abnehmende körperliche Leistungsfähigkeit sowie der Übergang von einem beruflich geprägten Alltag in den Ruhestand etwa sind deutliche Zäsuren, die diese Lebensphase einleiten. Die Autorin zeigt ihrem Essay unterschiedliche Verhalten im Altern auf und stellt Modelle für ein aktives und positives Altern ('Aging well') vor.
'Migrant Birds'A call for tolerance, love and charity.Since they are migrant birds, Luka's new friends have to journey on in autumn. But Oleg, Madame Petrova and Paulinchen don't want to leave. They want to exp
...alles anzeigenerience winter and go to school. But where to stay? Luckily, there's Miss Lorenz with her big heart, caring for those who don't know where to go. In wonderful, nuanced and yet powerful pictures Michael Roher tells a story painfully present these days: the story of a family being displaced from their home and settling down somewhere else under difficult conditions. A call for tolerance.
Tief im finsteren Wald hört man Schreie und man sieht neun Augenpaare leuchten. Zähne werden gefletscht. »Mama? Du hast uns keinen Gutenachtkuss gegeben!« Neun kleine Wölfe können nicht schlafen. Mama Wolf ist
...alles anzeigensich sicher, dass sie allen Kindern bereits ein Küsschen gegeben hat, sie hat ihnen auch eine Geschichte vorgelesen und auch die kleinen Wehwehchen der Wölfchen versorgt. Warum wollen sie bloß nicht einschlafen? Da fällt es ihnen ein: Es gab heute noch kein Gutenachtlied! Mama Wolf singt also - und die Kleinen beginnen selig zu schlummern.Auch wenn man nur die Augen der kleinen Wölfe sieht: Sie sind hinreißend! Delphine Bournay erzählt eine einfache Geschichte, die lebensnaher nicht sein könnte.
Ein außergewöhnliches Bilderbuch darüber, wie ein Bilderbuch etsteht! Die Figuren in Zwiesprache mit ihrer Schöpferin: Rotkäppchen trifft im Wald auf den Wolf. So weit, so bekannt. Aber dem Rotkäppchen passt e
...alles anzeigens nicht, dass es so klein ist. Also muss die Zeichnerin eingreifen: Rotkäppchen ist plötzlich riesig! Das gefällt dem Wolf natürlich nicht und er fordert ebenfalls eine Vergrößerung. Die beiden sprengen schon fast die Seite, da übernimmt die Zeichnerin das Kommando: Sie erzählt die Geschichte von Rotkäppchen, dem Wolf und der Großmutter ohne Bilder, nur mit Farben und legt gleichzeitig den Schaffensprozess eines Kunstwerks offen.