Der »Antrag auf psychodynamische Psychotherapie« ist das Schreckgespenst, das unter dem Schreibtisch jeder psychotherapeutischen Praxis lebt. Die Angst vor der Ablehnung des Antrags führt häufig zu Unlust. Sowo
...alles anzeigenhl Ausbildungskandidaten als auch erfahrene Therapeuten klagen über Schwierigkeiten beim Verfassen der Berichte, weil es in der Ausbildung kaum oder gar nicht vermittelt wird. Während seiner 20-jährigen Tätigkeit als Therapeut und Psychoanalytiker erwarb Dieter Adler fundiertes Wissen, das er in diesem Band vermittelt. Der Leser erfährt, wie er den Bericht an den Gutachter schnell, effizient und schlüssig schreibt. Darüber hinaus ist das Buch auch ein Nachschlagewerk für Psychotherapierichtlinien, -vereinbarungen und Beihilfevorschriften. Es ist nicht nur eine gelungene Anleitung für Anfänger, sondern auch ein nützlicher Ratgeber für Geübte.
Außenseiter sind Einzelpersonen oder Gruppen, die den Erwartungen und Normen eines sozialen Gefüges nicht entsprechen, was sie selbst oft als leidvoll erleben. Für ihre Mitmenschen sind sie häufig eine Belastun
...alles anzeigeng, weil sie besondere Bedürfnisse haben und die bewährten Konzepte des Sozialen nicht greifen. Die Gründe, weshalb Kinder, Jugendliche oder Erwachsene in eine Außenseiterposition geraten können, sind vielfältig und können nicht unabhängig voneinander betrachtet werden. Entscheidend ist vielmehr das komplexe Zusammenspiel von gesellschaftlichen Bewertungen, institutionellen Rahmenbedingungen und dem Erleben und Verhalten Einzelner. Für Pädagog/-innen und Sozialarbeiter/-innen besteht die Herausforderung darin, auf die sogenannten Außenseiter individuell einzugehen und tragfähige Beziehungen mit ihnen aufzubauen, um ihnen das (Über-)Leben im sozialen Gefüge zu erleichtern. Der vorliegende Band gibt einen Überblick über psychoanalytisch-pädagogische Verstehenszugänge und zeigt anhand von Beispielen, wie diesen Ausgrenzungsprozessen entgegengewirkt werden kann. Mit Beiträgen von Georg Bruns, Rebecca Friedmann, Manfred Gerspach, Dieter Katzenbach, Sylvia Künstler, Hans von Lüpke, Peter Rödler, Dorothea Steinlechner-Oberläuter, David Zimmermann u.a.
Psychogen autistische Phänomene spielen eine immer größere Rolle in der psychoanalytischen Behandlung nicht autistischer erwachsener Patienten, insbesondere in der Dynamik pathologischer Organisationen und seel
...alles anzeigenischer Rückzüge. In zahlreichen Fallbeispielen werden autistische Phänomene bei unterschiedlichsten Psychopathologien untersucht, z.B. bei Borderline-Störungen, dem Als-Ob-Syndrom, Essstörungen und Hypochondrie.
Sichere Bindungsmuster entwickeln sich in einem gelingenden emotionalen Austausch. Der gesellschaftliche Wandel der letzten Jahrzehnte führte jedoch zum Verlust tradierter Formen des Umgangs mit Säuglingen und
...alles anzeigenKleinkindern sowie zu einer tiefen Verunsicherung von Eltern und in der Folge zu einem vermehrten Auftreten von Bindungsstörungen. Wie kann darauf gezielt eingewirkt werden? Das im vorliegenden Buch vorgestellte Bonner Modell der Interaktionsanalyse (BMIA), ein auf nonverbale Kommunikation fokussierendes Diagnoseinstrument, ermöglicht Aussagen über den jeweiligen Bindungstyp und frühe Interaktionsmuster bzw. Interaktionsstörungen und weist Wege der Prävention und Behandlung. Die Autorinnen verbinden psychodynamisches Denken mit mehrdimensionalen Interaktionsanalysen und entwickeln Leitlinien für eine Eltern-Säuglings-Kleinkind-Psychotherapie. Theoretisch untermauert von den Ergebnissen der Säuglings-, Bindungs- und Hirnforschung und eingebettet in die langjährige praktische psychotherapeutische Arbeit mit Eltern und ihren Säuglingen, entstand dieses Arbeitsbuch aus der Praxis für die Praxis.
Die Diskussion über die neue Volkskrankheit Burnout zieht sich durch sämtliche Bevölkerungsschichten. Sozialmedizinischen Statistiken zufolge haben psychische Störungen in Form von seelischen Erschöpfungszustän
...alles anzeigenden während der letzten Jahre rapide zugenommen. Hierdurch alarmiert, werden inzwischen verschiedenste gesundheitliche Beeinträchtigungen infolge beruflicher Überbeanspruchung oder anderweitiger Überforderungen als Burnout deklariert. Das vorliegende Buch informiert über Entstehungsbedingungen, Symptome und Begleiterscheinungen sowie therapeutische Besonderheiten dieses Phänomens. Besondere Berücksichtigung finden dabei psychosoziale und gesellschaftliche Einflüsse. Fallbeispiele aus dem psychiatrisch-psychotherapeutischen Praxisalltag runden die Lektüre ab und tragen zu einem vertieften Verständnis von Burnout-Beeinträchtigungen bei.
Die Patientinnen und Patienten, deren Geschichten die israelische Psychoanalytikerin Ilany Kogan in diesem Buch erzählt, haben eines gemeinsam: Sie sind Kinder von Überlebenden des Holocaust. Ihre Wahrnehmung d
...alles anzeigener Gegenwart ist geprägt durch eine Vergangenheit, die nicht ihre eigene ist. Von einem Zwang geleitet, der ihnen selbst unerklärlich ist, tun sie Dinge, die, wie sich im analytischen Prozess allmählich herausstellt, aufs Engste mit der Geschichte ihrer Eltern verbunden sind. Um das Verhältnis von Realität und Fantasie so beherrschen zu lernen, dass mithilfe der Analytikerin die Entstehung eines neuen, gefestigten Selbst und die Erfahrung von Glück, Liebe und intakten Beziehungen möglich ist, müssen die Patientinnen und Patienten die fast unzugänglichen Geschichten der Eltern und Verwandten, die den Holocaust überlebt haben, aufklären. Ilany Kogan gelingt es auf eindrucksvolle Weise und mit großer Intensität, diesen Prozess nachvollziehbar zu machen und darzustellen, welche verheerenden Folgen der Holocaust langfristig zeigt.
Gewaltverbrechen üben auf viele Menschen eine außerordentliche Faszination aus. Zugleich reagieren die meisten immer wieder 'fassungslos', wenn eine extreme Straftat ihren Alltag erschüttert. Regelmäßig gibt es
...alles anzeigendabei eine bestimmte Abfolge des öffentlichen Interesses für Tat und Täter, was in den Reaktionen auf Sexualverbrechen besonders deutlich wird. Mit der Einweisung des Straftäters in eine Anstalt verschließt sich in der Regel der Zugang zum Verständnis seiner Destruktivität. An diesem Punkt setzen Bender und Auchter an und vereinigen in diesem Buch das forensische Erfahrungswissen von zwölf engagierten Psychoanalytikern, Psychiatern und Therapeuten aus fünf europäischen Ländern. Die Beiträge zeigen, wie sich die gesellschaftliche und therapeutische Funktion des Maßregelvollzugs entwickelt hat, wie destruktiver Wahn bei einzelnen Menschen - darunter auch 'prominente' Fälle wie Jim Jones, Robert Steinhäuser und Franz Fuchs - entstehen kann und mit welchen therapeutischen Methoden psychisch kranke Straftäter in der Forensischen Psychiatrie erfolgreich behandelt werden können. Des Weiteren beschreiben sie, wie destruktiver Wahn durch massenpsychologische Mechanismen auch auf politischer Ebene zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit führen kann.
Ausgehend von drei Aufsätzen, die das 'Haut-Ich' von Didier Anzieu zum Konzept der psychischen Hülle weiter entwickeln, stellen die Autoren anhand klinischer Fälle dieses zentrale Konzept der Psychosomatik vor
...alles anzeigenund betten es in den Kontext moderner psychoanalytischer Entwicklungen ein. Am Beispiel von Neurodermitis, Selbstbeschädigung und Hysterie entwickeln sie deren klinische Anwendung in der psychosomatischen Therapie. Das Ergebnis ist eine gelungene Verbindung fundierter Theorie mit eindrucksvollen psychosomatisch-psychotherapeutischen Falldarstellungen. Wertvolle Ergänzung findet der Band in einem Ausblick auf die Kulturtheorie des Körpers und einer literaturwissenschaftlichen Arbeit zu Körper und Haut. Didier Anzieu gilt als herausragender psychosomatischer Kliniker und Theoretiker Frankreichs. In seinem Hauptwerk 'Das Haut-Ich' (Le Moi-peau) werden Symptome der Haut zur individuellen Sprache umgedeutet.
Ricardo Rodulfo denkt die psychoanalytische Theorie von der Entwicklung zum menschlichen Subjekt auf eine grundlegend neue Weise weiter: Das Neugeborene existiert zunächst nur im positiven oder negativen Wunsch
...alles anzeigendes Anderen. An diesen vorgegebenen Platz des symbolischen Systems gestellt muss es sich in Bewegung setzen, um seinen eigenen Ort, seine eigene Zeit und seinen eigenen Körper zu bauen. Wie gut dies gelingt, hängt vom Baumaterial in jenem Archiv ab, das der Autor 'Familienmythos' nennt. Es geht hier um die fundamentalsten Strukturierungsschritte hin zum menschlichen Subjekt und die dabei möglichen Verwüstungen. Hier verschmelzen Biologisches und Symbolisches, Körperliches und Mentales zur psychoanalytischen Kategorie der 'Menschwerdung'. 'Dem Buch des argentinischen Psychoanalytikers gebührt ein besonderer Platz in der kinderpsychoanalytischen Literatur, es verdient, an die Seite der Arbeiten von Françoise Dolto gestellt zu werden.' (arbeitshefte kinderpsychoanalyse)
Elternschaft ist ein intensives Beziehungsgeschehen, das gerade heutzutage mit vielfältigen Bedürfnissen und Konflikten verknüpft ist. Die Eltern begegnen nicht nur dem realen Kind, sondern auch dem Kind, das s
...alles anzeigenie selbst waren oder gerne gewesen wären. Zugleich müssen sie Familie, Liebe und Arbeit miteinander vereinbaren. Elternarbeit in der Kita kann den Eltern einen Übergangsraum für diese biografischen und alltäglichen Themen eröffnen. Im Fokus steht dabei die gelingende Entwicklung der Kinder. Vor diesem Hintergrund geht es eingangs um die Bedeutung der Eltern und pädagogischen Bezugspersonen für die kindliche Entwicklung. Im zweiten Teil werden wichtige Themen heutiger Elternschaft, psychosoziale Belastungen sowie verschiedene Familienformen untersucht. Schließlich werden praktische Konsequenzen für die Elternarbeit erörtert. Zahlreiche Praxisbeispiele veranschaulichen die Argumentation.
Bei der pädagogischen Arbeit in Schulen, Einrichtungen der Jugendhilfe, Kindergärten, Horten oder Heimen wirkt immer auch das Verhältnis zu den Eltern auf die Beziehungen zu den Kindern und Jugendlichen. Ohne o
...alles anzeigender gegen die Eltern lässt sich hier kaum etwas erreichen. Aber so wichtig ein guter Kontakt zu den Eltern für die erzieherische Begleitung und Förderung ist, so schwer kann es auch sein, ihn herzustellen und aufrechtzuerhalten. Im vorliegenden Band geht es um die Zusammenarbeit mit Eltern in unterschiedlichen Kontexten. Vor dem Hintergrund der Psychoanalytischen Pädagogik wird neben der bewussten Kommunikation zwischen Pädagogen und Eltern auch der unbewusste Anteil dieser Interaktion reflektiert. Schließlich werden Handlungsperspektiven für unterschiedliche Konflikte aufgezeigt. Mit Beiträgen von Claudia Burkhardt-Mußmann, Annelinde Eggert-Schmid Noerr, Manfred Gerspach, Joachim Heilmann, Christoph Kleemann, Heinz Krebs, Hans von Lüpke, Thilo Maria Naumann, Bernd Niedergesäß, Ursula Pforr, Marianne Rauwald, Martin Schmid, Martin R. Textor
14 Autoren, vor allem Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytiker, interpretieren Filme unterschiedlichster Genres: Dramen, Krimis, Komödien, frühe Experimentalfilme, Semidokumentationen, Science-Fiction, Horror
...alles anzeigenund Animation. Die Analysen lassen sich ohne fachliche Vorbildung lesen und zeigen verschiedene Ansätze modernen psychoanalytischen Denkens. Mit Beitägen von: Heike Bernhardt, Uta Blom, Simon Brückner, Peter Diederichs, Jan Faktor, Kerstin Frommhold, Christine Gerstenfeld, Herbert Kley, Claus Löser, Gudrun Minnich, Annette Simon, Elisabeth von Strachwitz, Florence Wasmuth, Lutz Wohlrab
In dem Buch werden die persönlichen Lebensgeschichten von knapp einem Dutzend Frauen aus Krisenregionen erzählt, die sich in beispielhafter Weise um den Frieden bemühen. Diese 'Friedenstreiberinnen' engagieren
...alles anzeigensich in Afghanistan, Bosnien, Großbritannien, Indien, Irak, Israel-Palästina, Kolumbien und Ruanda oder auch im weltumspannenden Rahmen. Sie schützen Flüchtlinge, unterstützen traumatisierte Kriegsopfer, schulen Menschen in gewaltfreier Konfliktbearbeitung, blockieren Atomwaffenlager, bringen Kriegsverbrecher vor Gericht oder organisieren politische Lobbyarbeit bei der UNO. Ihre Methoden sind dabei verblüffend ähnlich und ihre Erfolge machen sie zu Mutmacherinnen für uns alle.
Fitzgerald Crain diskutiert anhand kasuistischer Beispiele aus der Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen vor allem die Bedeutung der psychoanalytischen Theorie für die Arbeit in Schulen und
...alles anzeigenerzieherischen Institutionen. Dabei stellt er die Beziehung ins Zentrum, in der es idealerweise um ein Gleichgewicht fürsorglicher und konfrontativer Einstellungen und Handlungen geht. Von der klassischen Psychoanalyse bis hin zu modernen intersubjektiven Ansätzen werden die verschiedenen Hauptströmungen der Psychoanalyse vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die heutige Zeit vorgestellt und die Differenz zu lerntheoretischen, kognitiven oder medizinischen Konzepten thematisiert. Crain unterstreicht damit, dass die Psychoanalyse eine in hohem Maß praxisrelevante Wissenschaft ist, nicht nur für den Bereich der Therapie, sondern auch der Pädagogik und Sonderpädagogik.
Die Erforschung von frühen traumatischen Belastungen in Kriegszeiten hat große Fortschritte gemacht und den Fokus auch auf deutsche Kindheiten im II. Weltkrieg gerichtet. Während nach dem Krieg strenge Erziehun
...alles anzeigengspraktiken die Verarbeitungsmöglichkeiten einschränkten und somit die Folgen von Belastungen verschlimmerten, beginnen jetzt im Alter ehemalige Kriegskinder zu sprechen. Dieses Buch enthält Erlebnisberichte, bewegende Dokumente von Psychotherapeuten über die Erfahrungen aus ihrer eigenen Kriegskindheit und Beispiele aus psychotherapeutischen Behandlungen, Beispiele von künstlerischen und schriftstellerischen Verarbeitungen und repräsentative Forschungsberichte zu den Folgen von traumatischen Belastungen, Verlusten und Vaterlosigkeit. Diese Zusammenstellung hilft, das durch Krieg verursachte Leid in einer erweiterten Dimension zu verstehen und bietet zudem Ansatzpunkte, die 68er Zeit und weitere gesellschaftliche Entwicklungen bis heute neu zu interpretieren.
Dieses Buch ist das Ergebnis von Claudio Neris jahrelanger psychoanalytischer Arbeit mit Gruppen und seiner intensiven Forschungen zu Gruppenprozessen. Er untersucht Gruppen allgemein als menschliche Daseinsfor
...alles anzeigenm und beschreibt Konstitutionsbedingungen, Entstehungen und Verläufe von Gruppenprozessen sowie die Wirkungen, die Eigendynamiken von Gruppen entfalten können. Es ist sein Anliegen, Gruppenphänomene umfassend zu behandeln und kategorial zu erfassen. Zugleich liefert er wichtige Anregungen für die klinische Praxis. Seine Überlegungen bestechen durch die Vielzahl und Dichte seiner Thesen und die gründliche Kenntnis der Materie. Das in seiner Ausführlichkeit einzigartige Glossar mit den Definitionen der wichtigsten Termini macht dieses Buch zu einem unentbehrlichen Handbuch. 'Eines der großen Verdienste Neris besteht darin, dass er eine Reihe von Beweisen für den Reichtum menschlicher Interaktionen hervorholt, die dem Wort vorausgehen und ihm folgen, ohne dass sie von der Sprache selbst vermittelt werden können.' Aus dem Vorwort von Parthenope Bion Talamo
'Internalisierung' und 'Strukturbildung' sind zentrale Begriffe im Zusammenhang mit dem Entstehen und der Aufrechterhaltung einer inneren, psychischen Welt. Diese ist nicht einfach nur ein Abbild der äußeren Wi
...alles anzeigenrklichkeit, sondern formt sich im Wechselspiel zwischen individuellen Reaktionsdispositionen, körperlichen Bedürfnissen und Phantasien einerseits sowie Beziehungserfahrungen der Kindheit und Jugend andererseits. Dieser Prozess ist nie gänzlich abgeschlossen und erzeugt ein grundsätzlich konflikthaftes Spannungsfeld zwischen äußerer und innerer Realität. Anliegen des Buches ist es, zentrale Aspekte solcher Internalisierungs- und Strukturbildungsprozesse in theoretischer wie diagnostisch-therapeutischer Hinsicht zu beleuchten. Mit Beiträgen von Hermann Beland, Eva Berberich, Joachim F. Danckwardt, Heinfried Duncker, Mario Erdheim, Jan Malewski, Annegret Overbeck, Martha Papadakis, Hartmut Raguse, Gerd Rudolf, Gerhard Schneider, Helen Schoenhals, Günter H. Seidler und Winfrid Trimborn
Im vorliegenden Buch stehen der Kinderschutz und die Prävention von sexualisierter Gewalt in der verbandlichen Jugendarbeit im Fokus. Miriam Günderoth vermittelt Basiswissen für all diejenigen, die in der Jugen
...alles anzeigendarbeit tätig sind oder mit diesem Tätigkeitsfeld im regen Austausch stehen. Die Autorin geht auf die Spezifika der verbandlichen Jugendarbeit ein und erklärt die gesetzlichen Bestimmungen für diesen Arbeitsbereich. Sie gibt Anregungen für die Auseinandersetzung mit und für die Entwicklung von verbandsspezifischen Regelungen und Schulungskonzepten und macht deutlich, wie ein angemessener Umgang mit Kindern und Jugendlichen gestaltet werden kann und wie Mitarbeiter und Ehrenamtliche für das Thema Prävention von sexualisierter Gewalt sensibilisiert werden können Child Endangerment. The Implementation of Protection against Sexual Assault in the Youth Work of Non-governmental Organizations This book focuses on child protection and the prevention of sexualized violence in the context of youth work provided by non-governmental organizations. Miriam Günderoth provides basic knowledge for all those who are engaged in youth work or who are frequently in touch with this field of activity. The author goes into the specifics of youth work provided by non-governmental organizations and explains the legal requirements for this work area. She provides suggestions for dealing with association-specific regulations and training concepts and for their further development. Also, she shows clearly how an appropriate approach to children and adolescents can be designed and how employees and honorary staff can be sensitized to the topic of the prevention of sexualized violence.
Christine Bär untersucht in der vorliegenden Studie die Herausforderungen von Migration, Flucht und Integration im Jugendalter und zeigt, wie migrationsbedingte Verluste und Traumata verarbeitet werden können u
...alles anzeigennd wie eine langfristige Integration gefördert werden kann. Auf diese Weise schafft sie Voraussetzungen für die notwendige psychosoziale Unterstützung, die bisher im deutschen Bildungssystem kaum existiert. Der Bildungsweg neu zugewanderter Jugendlicher ist von deren einschneidenden Trennungserfahrungen und Traumata geprägt. In drei Einzelfallstudien, die den theoretischen Teil ergänzen, analysiert die Erziehungswissenschaftlerin Christine Bär den Bildungsweg und den psychosozialen Verarbeitungsprozess der Jugendlichen über mehrere Jahre hinweg mithilfe psychoanalytischer Zugänge.
International renommierte Gruppenanalytiker dokumentieren in 18 Beiträgen, von denen viele zum ersten Mal in deutscher Sprache erscheinen, den aktuellen Entwicklungsstand der Gruppenanalyse als Therapieform und
...alles anzeigenForschungsinstrument. Inzwischen verbindet das von Foulkes entwickelte Modell der Gruppenanalyse neuere Erkenntnisse u. a. aus der Psychotraumatologie, der Säuglings- und Kleinkindforschung, der Bindungstheorie und der Neurobiologie, neben weiterführenden Überlegungen aus der Selbstpsychologie, der relationalen Psychoanalyse und der Objektbeziehungstheorie. Neben der Darstellung neuer Forschungsbefunde für die Theorie der Gruppenanalyse widmen sich die Autoren auch der praktische Anwendung in erweiterten und modifizierten Behandlungsansätzen. Die Öffnung der Gruppenanalyse für spezielle Anwendungsgebiet, wie große Gruppen im interkulturellen Feld, im stationären Setting und die Arbeit mit psychotischen und älteren Patienten, eröffnet darüber hinaus bereichernde und spannende Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Mit Beiträgen u. a. von Josef Shaked, Mario Marrone, Franco Paparo, Farhad Delal, Hilary Hall.
Die Psychoanalyse sieht die Ursache depressiver Erkrankungen in unverarbeiteten unbewussten Konflikten. Traumatische Erlebnisse in der Kindheit führen zu psychischen Abwehrstrukturen, die Auslöser narzisstische
...alles anzeigenr und melancholischer Erkrankungen sein können. Vielschichtige pathologische Prozesse blockieren die Individuation als Subjekt. Kann die Individuation nicht gelingen, entstehen Pseudoautarkie und die Fantasie von Ungetrenntheit. Eine spätere Entwicklung daraus kann akute depressive Störungen auslösen. Trimborn erfasst diese Psychodynamik und die damit verbundenen therapeutischen Anforderungen und Begrenzungen mit klassischen und modernen psychoanalytischen Konzepten. Er greift dabei auf eine Vielzahl theoretischer Arbeiten sowie auf klinische, literarische und filmische Beispiele zurück.
Gegenwärtig werden Geschlechtsidentitäten in vielen Kulturen als fragil und wandelbar erlebt. Um den damit verbundenen individuellen und kollektiven Erfahrungen zwischen Angst und Neugier besser begegnen zu kön
...alles anzeigennen, ist eine Zusammenführung von Psychoanalyse und Gender Studies naheliegend und notwendig. Beide Disziplinen haben seit ihren Anfängen einen prekären institutionellen Status inne. Ihre genuine Hinwendung zu Fragen der geschlechtlichen Identifizierung und der gemeinsame Anspruch auf ein Ineinandergreifen von Theorie und Praxis implizieren vielfältige Anschlussmöglichkeiten. Doch trotz innovativer theoretischer Ansätze innerhalb beider Fachrichtungen ist es nicht leicht, diese ineinander zu überführen und produktiv zu machen. Durch ihre Expertise in beiden Forschungsrichtungen gelingt es den BeiträgerInnen, ein produktives Spannungsverhältnis zwischen der psychoanalytischen Praxis und den Ansätzen der Gender Studies herzustellen und die wechselseitige Rezeption zu stärken. Zugleich werden die obskuren Differenzen beleuchtet und verborgene Parallelen herausgearbeitet. Mit Beiträgen von Mit Beiträgen von Anna Babka, Marlen Bidwell-Steiner, Beate Hofstadler, Ortrun Hopf, Ulrike Kadi, Brigitta Keintzel, Eva Laquièze-Waniek, Wolfgang Müller-Funk, Susanne Lummerding, Juliet Mitchell, Alice Pechriggl, Ilka Quindeau und Alenka Zupan¿i¿
Nach einem gut lesbaren geschichtlichen und globalen Überblick zur Thematik ist ein erster Schwerpunkt die Beschreibung des Phänomens des gewaltsamen 'Verschwindens' von Personen und den daraus resultierenden p
...alles anzeigensychischen Folgen für die Angehörigen. Die Dimension dieser Problematik wird exemplarisch an Beispielen aus verschiedenen Regionen der Welt dargestellt. Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich mit Bewältigungsstrategien von Angehörigen und der konkreten psychotherapeutischen Arbeit mit betroffenen Angehörigen. Anhand von zwölf Beispielen aus der psychotherapeutischen Praxis werden die Möglichkeiten und auch Grenzen der therapeutischen Unterstützung diskutiert. Durch ihre reiche praktische Erfahrung auch im Ausland vermittelt die Autorin einen besonderen Zugang zur Arbeit mit traumatisierten Menschen und beleuchtet deren Situation aus einem neuen Blickwinkel.
Der Alkoholismus ist noch immer die am weitesten verbreitete Sucht. Die vorwiegend psychisch bedingte Erkrankung verursacht zudem gesellschaftlich die meisten Kosten, zerstört viele Familien und führt oft zum T
...alles anzeigenod der Betroffenen. Trotzdem sind Alkoholiker in Medizin und Psychotherapie, besonders aber bei Psychoanalytikern, eine sehr unbeliebte Klientel. Auch nach jahrelanger Abstinenz werden Alkoholiker nur selten in Therapie genommen. Der Autor will das Verständnis für die Psychodynamik hinter der Sucht fördern und sieht den Alkoholismus als Symptom einer tiefer liegenden Störung. Ausgehend von der psychoanalytischen Theorie werden dazu unterschiedliche Formen von Alkoholabhängigkeit diagnostisch erfasst und an zahlreichen Fallbeispielen erläutert. Darüber hinaus reflektiert der Autor psychodynamisch die gängige Behandlungspraxis sowie die Selbsthilfe und entwickelt ein kausal angelegtes Modell der Behandlung von Süchtigen.
Seit Anbeginn der Filmgeschichte bevölkern Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytiker die Leinwand. Wie kann man dieses anhaltende Interesse erklären? Was fasziniert die Gesellschaft an diesem Beruf? Populäre
...alles anzeigenMedien thematisieren häufig Aspekte professioneller Rollen, die dem Publikum nachhaltiges Unbehagen bereiten. Das beharrliche Interesse an Psychoanalysedarstellungen im Film kann daher aus soziologischer Perspektive als anhaltendes Unbehagen der Gesellschaft gegenüber der Psychoanalyse interpretiert werden. Silvia Herb untersucht im vorliegenden Band eine Reihe bekannter Hollywoodfilme der letzten 30 Jahre - wie Analyze This, Nuts oder What about Bob? - und arbeitet das darin zum Ausdruck kommende Verhältnis zwischen Psychoanalyse und Gesellschaft detailliert heraus.
Diese Übersetzung ist eine wahre Bereicherung der Schriften zur frühkindlichen Psychoanalyse im deutschsprachigen Raum. Die Autoren legen in diesem Buch die Praxis der gemeinsamen Psychotherapien von Mutter und
...alles anzeigenKleinkind dar, deren Technik durch die frühen Psychopathologien bestimmt wird. Sie zeigen auf, dass die Dyade aus Mutter und Baby ein instabiles System ist, das für innere und äußere Einflüsse außerordentlich empfänglich ist und sich infolgedessen bestens für eine Praxis und Theorie psychischer Veränderung eignet. Im Laufe gemeinsamer Kurztherapien, deren Technik anhand von Fallgeschichten vorgestellt wird, lassen sich oft bedeutsame Veränderungen erreichen.Auswirkungen und Grenzen dieser Therapien werden anhand von Evaluationsstudien zu den therapeutischen Veränderungen und anhand der Diskussion der Therapieindikation und des Scheiterns von Therapien dargestellt. Die Grundfrage ist die nach den Einflüssen der Eltern auf den Prozess, der zur Strukturierung der Psyche des Kindes führt. Gemeinsame Psychotherapien können diesen Bereich in ganz eigener Weise beleuchten.
Das Regime der DDR, das dem Individuellen feindlich gegenüber stand, hinterließ nicht nur heruntergekommene Baulandschaften, sondern auch Ruinen in den psychischen Landschaften seiner Bewohner. Häuser sind schn
...alles anzeigenell saniert, psychische Beschädigungen dagegen heilen nur langsam. Anhand von sieben exemplarischen Lebens- und Fallgeschichten, in deren Biografie und Ätiologie die gesellschaftlichen Verhältnisse der DDR eine entscheidende Rolle spielten, dokumentieren die Autoren Aspekte der psychischen Erbschaft eines totalitären Staates. So lebt trotz der äußeren Angleichung an den Westen die DDR in den Menschen fort, im Guten wie im Schlechten. Die Autoren machen diese unsichtbaren Folgen der DDR sichtbar und geben den in die Privatsphäre verbannten psychischen Beschädigungen durch einen totalitären Staat eine öffentliche Ausdrucksmöglichkeit.
Sexualität ist ein bedeutsamer Topos im Internet. Neosexualitäten haben zwischen alter Wirklichkeit und den neuen Räumen des World Wide Web ihren Platz gefunden. Was als virtuelle Erfahrung beginnt, kann Eigend
...alles anzeigenynamik entwickeln und die Veränderung unserer Realität katalysieren. Bietet das Anlass zur Besorgnis oder ist alles ganz harmlos? In den psychotherapeutischen, psychoanalytischen, pädagogischen und soziologischen Beiträgen dieses Bandes werden die verschiedenen Facetten empirisch und theoretisch beleuchtet und kontrovers diskutiert. Fachleute verschiedener Richtungen kommen zur Sprache, solche, die alarmiert sind, und solche, die interessiert und neugierig neosexuelle Phänomene und die neu entstandenen Netzräume betrachten. Mit Beiträgen von Michael Bochow, Ulrike Brandenburg, Martin Dannecker, Arne Dekker, Sonja Düring, Stefanie Grote, Beate Hofstadler, Werner Meyer-Deters, Reinhold Munding, Axel Schmidt, Gunter Schmidt und Gabriele Teckentrup
Sigusch gewährt mit dieser Sammlung seiner besten verstreut publizierten Essays Einblicke in die Fragen, mit denen sich die Sexualwissenschaft befasst. Können Säuglinge einen Orgasmus haben? Wie sieht heute die
...alles anzeigenJugendsexualität aus? Ist der klitoridale Orgasmus reifer als der vaginale? Wie ist Aids vergesellschaftet worden? Welche Erkenntnisse haben sexuelle Experimente im Labor erbracht? Was ist natürlich am Sexuellen? Ist die Homosexualität angeboren oder erworben? Wie funktioniert die Paartherapie? Kann die Sexualität definiert werden? Was heißt Geschlechtswechsel? Besonders reizvoll an diesem Buch ist die Spannung, die dadurch erzeugt wird, dass Sigusch neben leicht lesbaren Traktaten, wie 'Von der Kostbarkeit Liebe', theoretisch anspruchsvolle Beiträge, wie den 'Satz vom ausgeschlossenen Geschlecht', präsentiert. Ein lustvolles Lesevergnügen.
Die meisten Menschen in Deutschland verbringen ihre letzten Lebenstage nicht in ihren eigenen vier Wänden, obwohl sich dies fast alle wünschen: Etwa 50% sterben in Krankenhäusern, 40% in Pflegeeinrichtungen und
...alles anzeigennur etwa 10% in ihrer häuslichen Umgebung. Die aktuellen demografischen Entwicklungen deuten darauf hin, dass sich an diesem Zustand kaum etwas ändern wird. Dies wirft Fragen auf: Welche Versorgungs- und Betreuungsqualität der Sterbenden wurde bislang erreicht? Entlang welcher Zielkriterien soll diese weiterentwickelt werden? Antworten bietet die 2013er 'Gießener Studie zu den Sterbebedingungen in Krankenhäusern', für die ungefähr 1.400 MitarbeiterInnen aus 212 Krankenhäusern deutschlandweit befragt worden sind. Bereits vor 25 Jahren hatte Wolfgang George mit dem gleichen Messinstrument gearbeitet, sodass ein Vergleich zwischen den damaligen und heutigen Bedingungen möglich ist. Ausgewiesene WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen beschreiben die Bedingungen in den Krankenhäusern und identifizieren relevante Einflussfaktoren. Auf der Grundlage der erörterten empirischen, rechtlichen, ethischen und normativen Befunde werden schließlich auch konkrete Handlungsempfehlungen vorgestellt. Mit Beiträgen von Rochus Allert, Ursi Barandun Schäfer, Gerhild Becker, Gesine Dannenmaier, Eckhard Dommer, Maria Eberlein-Gonska, Wolfgang George, Swantje Goebel, Andreas J.W. Goldschmidt, Reimer Gronemeyer, Marco Gruß, Karin Jors, Christoph Kranich, Andreas Lauterbach, Andrea Newerla, Hans Pargger, Hans-Joachim A. Schade, Alfred Simon, Viktor R. Szymczak und Markus A. Weigand
Ist Supervision ein Produkt der Therapiegesellschaft, eine 'Psychotechnik' oder eine etwas antiquierte Form des Coachings? Es ist kein Zufall, dass die Institutionalisierung der Supervision in Deutschland in di
...alles anzeigene 1960er Jahre fällt. In dieser Phase des Umbruchs und der inneren Reformen stehen die Professionalisierung von Sozialer Arbeit als sozialstaatliche Form und die Verbreitung von Supervision in einem zeitgeistlichen Zusammenhang. Die sozialwissenschaftlich begründete Methode verfügt über ein anspruchsvolles Instrumentarium, um persönliche, institutionelle und gesellschaftliche Zusammenhänge in Beruf und Organisation zu analysieren und zu verstehen. Im vorliegenden Buch wird die historische und theoretische Entwicklung der Supervision nachvollzogen und es werden wissenschaftliche Impulse für die Beratungspraxis und die Supervisionsforschung gegeben.
Tinnitus-Betroffene leiden doppelt: an gesellschaftlichen Veränderungen und an einem inneren Konflikt. Michael Tillmanns theoretische und klinische Studie stellt dies erstmals psychoanalytisch fundiert dar. Der
...alles anzeigenAutor entschlüsselt, was sich psychodynamisch und gesellschaftlich hinter der Symptomatik verbirgt. Inwieweit verschließt das Rauschen die Subjekthaftigkeit? Liegt im Leiden am Tinnitus ein unbewusster Ausdruck von Sinnlichkeit? Verweist die Tinnitus-Symptomatik auf einen entgleisten präverbalen Dialog? Ermöglicht das hartnäckig resistente Symptom einen Zugang zum 'Unerhörten'? Tillmann fragt nach dem unbewussten Sinn des Leidens und beschreibt, wie eine Brücke zum eingekapselten emotionalen Erleben im Unbewussten hergestellt werden kann. Er wendet dabei die wichtigsten entwicklungspsychologischen Konzepte auf den Tinnitus an. Diese erste psychoanalytische Studie zum Thema Tinnitus stützt sich auf viele Jahre klinischer Forschung und richtet sich nicht nur an Psychotherapeuten, Psychoanalytiker, klinische Psychologen und Ärzte, sondern auch an Betroffene.
Hadamar, Eichberg, Kalmenhof - die Namen der NS-'Euthanasie'-Anstalten sind zum Synonym für die Morde an kranken und behinderten Menschen im Nationalsozialismus geworden. Der Anstaltsträger, der Bezirksverband
...alles anzeigenNassau im Landeshaus in Wiesbaden, trieb die 'Vernichtung lebensunwerten Lebens' engagiert voran. Durch die Tötung seiner Klientel drohte der Verband sich selbst die Existenzgrundlage zu entziehen: Ihm fehlten die Pflegegelder, aus denen seine Anstalten sich finanzierten. Die leitenden Beamten fanden jedoch Auswege aus dem 'Dilemma'. Sie heizten die Mordmaschinerie weiter an und machten das 'Euthanasie'-Programm zu einem lukrativen Geschäft für den Verband. Diese Studie über die 'Verwaltung des Krankenmordes' stellt erstmals die Geschichte einer derart aktiv an den NS-Verbrechen beteiligten Fürsorgebehörde dar. Nicht Ärzte und Pflegekräfte, sondern Verwaltungsbeamte stehen hier im Mittelpunkt. Peter Sandner zeigt, wozu eine Behörde fähig ist, wenn sich Ideologie, Verwaltungsrationalität und Skrupellosigkeit verbinden.
Weibliche Ejakulation, männliche Klitoris, weibliche Prostata, männliche Frigidität, weibliche Potenz? Gibt es das? Die Autorin gibt Antworten auf diese Fragen. Dabei weitet sie Begriffe der Physiologie der se
...alles anzeigenxuellen Reaktion, der Anatomie der Sexualorgane sowie historisch gewachsene Zuordnungen, die bisher eindeutig dem weiblichen oder männlichen Geschlecht zugeordnet wurden, auf das jeweils andere Geschlecht aus. Ihre Betrachtung bestätigt: Die tatsächlichen körperlichen Unterschiede sind geringer, als die bisherige Sicht auf die Geschlechter vermuten ließ. Die historisch wie empirisch angelegte Untersuchung zeigt, wie schon die im antiken Griechenland geläufigen Bezeichnungen 'der weibliche Samen' oder 'die weibliche Ejakulation' zugunsten einer männlich dominierten und auf die Fortpflanzungsfunktion reduzierte Sicht der Sexualität an Bedeutung verloren.
Seit fast 50 Jahren wird der Rahmen der Psychoanalyse in Deutschland durch die Psychotherapie-Richtlinie vorgegeben. Trotz des positiven Aspekts, dass sich dank der gesetzlichen Krankenversicherungen jeder eine
...alles anzeigenpsychoanalytische Behandlung leisten kann, darf nicht außer Acht gelassen werden, dass die Richtlinie und ihre Auslegung im Gutachterverfahren die therapeutische Freiheit der Analytikerinnen und Analytiker immer mehr einengen. Die Autoren beleuchten unter anderem, welche grundsätzlichen Probleme sich aus der Einbettung in das staatliche Gesundheitssystem ergeben, wie sich die Richtlinie und ihre Auslegungspraxis im Laufe der Jahrzehnte verändert haben und wie sich beides auf die psychoanalytische Arbeit und Ausbildung auswirkt. Ein offener wissenschaftlicher Diskurs über den tiefgreifenden Einfluss auf das Selbstverständnis der Psychoanalyse und die zunehmende Unvereinbarkeit zwischen Psychoanalyse und Richtliniensystem, über ideologische und unwissenschaftliche Grundannahmen ist daher notwendig.