"Rassen"- und Geschlechterpolitik waren im "Dritten Reich" untrennbar miteinander verbunden. Das Regime strebte die totale Kontrolle über das menschliche Leben an, um den perfekten "Volkskörper" zu schaffen. We
...alles anzeigenlche Bedeutung kam im Rahmen der NS-Medizin in den Kategorien Geschlecht und "Rasse" zu? Welche Geschlechterbilder dienten als Begründung für die ungleiche Verfolgung von Männern und Frauen? Die Beiträge des Sammelbandes diskutieren diese Fragen vor dem Hintergrund der drei großen Verbrechenskomplexe: eugenische Zwangsmaßnahmen, Krankenmorde und unethische Humanexperimente in den Konzentrationslagern. Ein besonderes Augenmerk gilt den kriegschirurgischen Experimenten an polnischen Häftlingen im Frauen-KZ Ravensbrück.
Der Band enthält alle Texte und viele Abbildungen der Ausstellung "Medizin und Verbrechen. Das Krankenrevier des KZ Sachsenhausen 1936-1945", die Ende 2004 in den Originalbaracken R I und R II eröffnet wurde. I
...alles anzeigenm Krankenrevier wurden zahlreiche medizinische Experimente und "Rassenforschungen" an Häftlingen durchgeführt. SS-Ärzte nahmen Zwangssterilisationen und Zwangskastrationen vor. Mehrere tausend KZ-Häftlinge wurden im Rahmen systematischer Krankenmordaktionen getötet. Das Krankenrevier sollte aber auch eine minimale medizinische Versorgung der Häftlinge sicherstellen. Aufgrund von Überfüllung, schlechter Versorgung mit Arzneien und unmenschlicher Behandlung waren die Bedingungen in den Krankenbaracken größtenteils katastrophal. Hilfe erhielten die Kranken und Sterbenden vor allem durch Häftlingspfleger und -ärzte.