Nichts scheint selbstverständlicher als ein funktionierendes Gleichgewicht. Dabei kann das Gleichgewicht zwischen den eingehenden Informationen zur Raumorientierung und den darauf folgenden Reaktionen der Augen
...alles anzeigenund der Muskeln niemals gleichförmig (statisch) sein. "Das Gleichgewicht" muss sich immer wieder neu einstellen, ein Leben lang flexibel sein und sich immer neuen Herausforderungen stellen. So ist das ¿ meist nicht bewusst wahrgenommene ¿ Gleichgewicht das Ergebnis eines ständig aktiv zu erhaltenden und zu erneuernden Zusammenspiels zwischen den Informationen aus der Umwelt und ihrer Aufnahme und Verarbeitung im zentralen Nervensystem. Erschreckend wird hingegen das unerwartete Schwinden des Gleichgewichts erlebt: ¿ Das Gleichgewichtssystem kann zusammenbrechen, wenn ein oder mehrere Teile ihre Funktionen einbüßen. ¿ Das Gleichgewicht kann schwinden, wenn viele kleinere, durchaus "altersentsprechende" Ausfälle zu einem insgesamt größeren Verlust an Ausgleichs- oder Reaktionsfähigkeiten führen ¿ ohne dass sich etwas spürbar verändert hat. ¿ Das Gleichgewicht kann "versagen", wenn größere Anforderungen gestellt werden als ¿ ohne Übung und Anpassung ¿ erfüllt werden können. ¿ Zu einem Ungleichgewicht kann es kommen, wenn zwar alle Gleichgewichtsanteile jedes für sich, aber nicht alle zusammen funktionieren. Daher ist es wichtig, dass der Schwindelkranke versucht, so viel wie möglich von seinem eigenen Schwindel-Geschehen zu verstehen. Dabei löst selbst ein "rein" organischer Schwindel ein ¿ immer ¿ subjektives Schwindelgefühl und eine individuelle Schwindelverarbeitung aus: Die einen kommen wieder schnell auf die Beine, die anderen brauchen länger. Die einen sehen bei ihrem Schwindel keinen Boden, die anderen schauen gleich in Richtung des rettenden Ufers. Selbst ein vollständig seelisch bedingter Schwindel kann sich nur über den Körper ausdrücken, wobei er in der Regel auf Ausdrucksweisen zurückgreift, die der Mensch schon kennengelernt hat. So stellen si
Jedes Jahr kommen Tausende von Menschen durch einen unerwarteten Tod ums Leben. Sie sterben bei Unfällen, werden ermordet, begehen Suizid, manche Babys sterben den plötzlichen Säuglingstod. Bei großen Katastrop
...alles anzeigenhen kommen oft viele, manchmal gar Hunderte ums Leben bei Zugunglücken, Flugzeugabstürzen, Terroranschlägen oder Amokläufen. Für die Hinterbliebenen ist solch ein Tod ein Trauma. Betroffen sind aber auch die Helfer, Ärzte, Polizisten, Feuerwehrleute, Psychologen und Notfallseelsorger, die zu einem Unglück gerufen werden. Wie geht es diesen Helfern, wenn sie zu einem Einsatz gerufen werden, und wie erleben Hinterbliebene das Überbringen einer Todesnachricht? In diesem Buch werden auch die unterschiedlichen Reaktionen von Gesellschaft, Helfern und Trauernden untersucht. Es richtet sich an Menschen, die Trauernde und Traumatisierte beruflich oder ehrenamtlich oder in anderer Funktion begleiten: Psychologen, Therapeuten, Theologen, Notfallseelsorger, Ersthelfer, Mitarbeiter verschiedener Beratungsstellen, Hospiz-Mitarbeiter, aber auch interessierte Freunde und Bekannte.
Im Schlepptau von Hellinger und seinen Jüngern schleicht sich eine gefährliche Geisteshaltung ein: Magische Rituale heißen jetzt "Therapie", anstatt einer Diagnose wird ein Orakel veranstaltet, und Ursachenfors
...alles anzeigenchung erschöpft sich im Nachbeten der Okkult-Lehren Hellingers über die Entstehung von Krankheiten und Leid. Dieses Buch für Therapeuten, Berater und Hilfesuchende auf dem Psychomarkt entzaubert das Familienstellen, beleuchtet seine ideologischen Hintergründe und zeigt die Gefahren auf - aber auch seine unfreiwillig komischen Seiten. Gleichzeitig ist diese längst fällige Abrechnung ein kurzweiliger Streifzug durch die Psychologie des Allzumenschlichen und ein leidenschaftliches Plädoyer für mehr Vernunft bei der Lebensbewältigung.
Von 1000 Geburten sind etwa drei Geburten in drogenkranken Familiensystemen zu verzeichnen. Körperliche Misshandlungen sowie sexuelle Gewalt an Säuglingen, Kindern und Jugendlichen in Drogenfamilien beherrsch
...alles anzeigenen die Medien. Dieser Sammelband gibt einen Überblick über die tatsächlichen Auswirkungen von Drogenabhängigkeit und Drogensubstitution sowie die Rückkoppelungsprozesse auf die kindliche Entwicklung und einen Einblick in die hochgradigen Gefährdungen für Kinder, die von der Drogenabhängigkeit der Eltern ausgehen. Es wird aufgezeigt, wie sich die Versorgung drogenkranker Familiensysteme durch professionelle Helfer sicherstellen läßt.
In den vergangenen Jahrzehnten wurde in wissenschaftlichen Kreisen und der Öffentlichkeit das Zerrbild verbreitet, Psychoanalyse (PA) und Tiefenpsychologie (TP) seien dogmatisch erstarrt, rückwärts gewandt und
...alles anzeigendurch die Entwicklung neuerer Therapien weit gehend überflüssig geworden. Zusammen mit anderen profilierten Kolleginnen und Kollegen aus PA und TP führt der Autor in diesem Manual Tradition und Moderne der psychoanalytischen Praxis so zusammen, dass die über 100 Jahre alte PA als grundlegendes Paradigma jeder psychotherapeutischen Praxis zum Tragen kommt.
In den letzten zwei Jahrzehnten haben Forschung und Praxis eine solide Wissensbasis geschaffen, wie Menschen von Trauma oder Sucht genesen können. Die jeweiligen Konzepte zur praktischen Arbeit vor Ort jedoch s
...alles anzeigenind häufig von singulär konzipierten Perspektiven aus gestaltet und in ihren theoretischen Grundlagen nicht vereinbar. Zudem gibt es Faktoren, die Frauen zusätzlich zu ihrer Abhängigkeit teilen, wie z. B. ein Mangel an gesunden Beziehungen und erlebte Traumata. Wir brauchen daher komplexe Betrachtungsweisen für die Behandlung von Frauen, basierend auf aktueller Theorie, Forschung und klinischer Erfahrung mit Trauma und Sucht im Kontext der psychosozialen Entwicklung und Umwelt von Frauen. Das Buch präsentiert ein internationales Gremium von Expertinnen, die sich in Lehre, Forschung und Praxis dafür engagieren, wie Frauen von Trauma und Sucht genesen können und wie Frauen bei der Genesung unterstützt werden können. Die vorgestellten Überlegungen, Konzepte und Forschungsergebnisse sind für verschiedenste Settings relevant und daher stationär, ambulant, in einer Privatpraxis, Therapiegemeinschaft oder der Strafjustiz und jeder Modalität wie Individual-, Gruppen- oder Familientherapie bzw. -beratung, anwendbar.
Es gibt gute Gründe, sich als Psychotherapeut und Psychotherapeutin mit "dem Schwindel", seinen vielfältigen Facetten und den erfolgversprechenden Therapiemöglichkeiten zu beschäftigen: Schwindel kommt häufig v
...alles anzeigenor, und gut 30 bis 60 % aller Schwindelformen weisen zumindest eine relevante psychogene Mitbeteiligung auf. Aus der inzwischen über 20-jährigen Arbeit in einer psychosomatischen Klinik werden psychologische Faktoren vorgestellt, die mit Änderungs- und Handlungsrelevanz in die medizinische und psychotherapeutische Arbeit mit "Schwindel-Patienten" einfließen können. Ein ausführlicher Therapieteil gibt Handlungsanregungen zum sicheren Umgang mit den von Schwindel betroffenen Patienten, was auch dem Therapeuten die notwendige Sicherheit im Umgang mit dem Schwindel geben soll. Gleichzeitig braucht es eine therapeutische Haltung, die dem schwindeligen Gegenüber ausreichend Halt und die Möglichkeit gibt, auch die ggf. unbewußten Anteile des Schwindels zu verstehen und anzugehen.
Die therapeutische Beziehung Therapeut - Klientin ist fast zwangsläufig geprägt durch Nähe und Intimität. Und es besteht dadurch grundsätzlich die Gefahr von Abhängigkeiten mit mehr oder weniger erotischer Präg
...alles anzeigenung, die Freud schon 1914 in seinen "Bemerkungen über die Übertragungsliebe" zum Thema machte. Obwohl die Abstinenzregel private Beziehungen allgemein und jegliche sexuelle Kontakte mit Patientinnen ausschließt, kommen der "Mißbrauch auf der Couch", dem "Arbeitswerkzeug" des Psychoanalytikers, aber auch sexuelle Übergriffe in angrenzenden Disziplinen des Gesundheits- und Sozialwesens (Medizin, Psychiatrie, Seelsorge, Sozialpädagogik) relativ häufig vor. Wie empirische Studien z.B. in den USA und in Deutschland belegen, hat etwa jeder zweite Psychotherapeut schon mindestens einmal eine Patientin in Therapie gehabt, die von einem Kollegen mißbraucht wurde. Dieses Buch über die Hintergründe sexueller Übergriffe, über Folgeschäden und Maßnahmen zur Vorbeugung sowie Folgetherapien für Therapeuten und missbrauchte Patientinnen ist "geradezu eine Pflichtlektüre für alle psychotherapeutisch Tätigen" (Report Psychologie), unabhängig davon, welchen therapeutischen Schulen (Psychoanalyse, Verhaltens-, Gesprächs-, Gestalttherapie) sie sich zuordnen. Nur die Integrität des Therapeuten kann garantieren, daß Patientinnen - und weitaus seltener - Patienten, die in einer seelischen Notlage nach Hilfe suchen, nicht noch Opfer ausbeuterischen Verhaltens ihrer "Helfer" werden.
Biographien populär gewordener Gewalttäter enthalten gehäuft traumatische Kindheitserfahrungen. Im Mittelpunkt dieser empirischen Studie (Probanden: inhaftierte Gewaltstraftäter) steht die Frage nach den Entspr
...alles anzeigenechungen zwischen Traumaprofil und Tatprofil bei Gewaltverbrechen.Aus der Beschaffenheit des Tatortes lassen sich Hinweise auf die Tatplanung (konsequente Umsetzung eines Planes - nicht konsequente Planungsverwirklichung - keine Planungsspuren) gewinnen und hypothetische Ableitungen zur Traumaätiologie vornehmen. Je nach Tatort, Tatplanung,Tatwaffen und Fluchtspuren ist ein frühkindlicher oder lebensgeschichtlich später folgender Traumahintergrund sehr wahrscheinlich oder auszuschließen.