In der Tradition des Konstruktivismus Bions und der Feldtheorie Lewins sowie M. und W. Barangers schlägt Antonino Ferro ein neues Modell der Beziehung zwischen Patient und Analytiker vor, das er das »Analytisch
...show alle Feld« nennt. Von diesem Standpunkt aus untersucht er basale psychoanalytische Konzepte wie Kriterien der Analysierbarkeit, den geeigneten Zeitpunkt zur Beendigung der Analyse, Übertragungen, die während einer Sitzung auftreten, negative therapeutische Reaktionen, Sexualität und Setting. Mit einer angenehmen Offenheit präsentiert Ferro einen Zugang zu den Gedanken und Gefühlen des Analytikers bei der psychoanalytischen Therapie. Er zeigt, wie beide Partner des psychoanalytischen Prozesses - Patient und Analytiker - sich auf eine höchst persönliche Beziehung einlassen, die sie beide verändern kann.
Warum wandern Menschen aus ihrem Heimatland in ein anderes Land aus? Was ist der Unterschied zwischen Immigration und Exil? Wie wirkt sich Immigration psychologisch aus? Kann man jemals den Verlust seines Lande
...show alls verarbeiten? Was sind die defensiven Funktionen von Nostalgie? Gibt es spezielle Richtlinien für die Psychotherapie und Psychoanalyse immigrierter Personen? Wie können TherapeutInnen die kulturellen Rationalisierungen von den zugrunde liegenden innerpsychischen Konflikten der PatientInnen entwirren? Salman Akhtar gibt Antworten auf diese Fragen. Er beobachtet, dass die Immigration von einem Land in ein anderes andauernde Auswirkungen auf die Identität eines Individuums hat. Ein derartiger Identitätswechsel beinhaltet die Dimension von Antrieb und Affekten, psychischem Raum und sozialer Zugehörigkeit. Dabei spricht er unter anderem die folgenden Themen an: Idealisierung und Abwertung, Nähe und Distanz, Hoffnung und Nostalgie sowie die linguistische Anpassung der Immigranten.
Jeder Mensch trägt zur Kultur bei. Das heißt, auch Menschen mit Behinderungen sind aktiv am kulturellen Prozess beteiligt. Spyridon-Georgios Soulis und Lucia Kessler-Kakoulidis zeigen, dass Behinderung ein sozi
...show allales Konstrukt ist, das Betroffene benachteiligt und daran hindert, gleichberechtigt an der Gesellschaft teilzunehmen. Um Ausgrenzung, Isolation und Stigmatisierung vorzubeugen, plädieren sie für mehr Toleranz sowie für die Anerkennung der individuellen Ausdrucksmöglichkeiten anderer Menschen und setzen sich für einen interkulturellen Austausch ein. Nur so lassen sich Vorurteile und Ängste vor dem angeblich »Fremden« abbauen. Anhand von Fallbeispielen verdeutlichen Soulis und Kessler-Kakoulidis, wie Lehrerinnen und Lehrer den kulturellen Beitrag ihrer Schülerinnen und Schüler mit einer Behinderung wahrnehmen und fördern können. Durch gegenseitiges Verständnis und uneingeschränkten Respekt werden in jedem von uns Lern- und Entwicklungsprozesse angeregt und gesellschaftlicher Fortschritt forciert.
Seit der 2012 veröffentlichten Stellungnahme »Intersexualität« des Deutschen Ethikrates werden ethische und juristische Fragen, die inter* Menschen betreffen, verstärkt diskutiert. Interessengruppen und die med
...show alliale Repräsentation rücken diese Fragen immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Mit dem vorliegenden Band werden diese Debatten aufgegriffen und um die Thematik der Trans*identität erweitert. Der Band vereint Perspektiven inter* und trans*identer Menschen mit Ergebnissen empirischer Arbeiten unter anderem zur Situation präoperativer trans*identer Menschen, den Motiven für geschlechtsangleichende Operationen und einer leitliniengestützten Gesundheitsversorgung. Dargestellt werden zudem alte und neue Widersprüche in der Rechtsprechung und der künftigen Rechtsgestaltung in Bezug auf Inter* und Trans*Identitäten. Darüber hinaus werden der Umgang mit Kindern und Jugendlichen sowie die mediale Bearbeitung und die Herausforderungen im Leistungssport analysiert. Mit Beiträgen von Saskia Gehrmann, Ilke Glockentöger, Danielle Verena Kollig, Ursula Kuhnle-Krahl, Luisa Lettrari, Friederike Maaßen, Harald Matern, Laura Münker, Alexander Naß, Timo O. Nieder, Konstanze Plett, Livia Prüll, Eike Richter, Anja Schmidt, Maximilian Schochow, Katharina Scholz, Kerstin Schumann, Florian Steger, Bernhard Strauß, Mathias Wirth, Manuel Willer, Jörg Woweries und Simon Zobel.
Es gibt weltweit zahlreiche Menschen, die nicht eindeutig einem biologischen Geschlecht zuzuordnen sind - sie sind intersexuell. Die Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Intersexualität wirft Fragen der Gren
...show allzüberschreitung und der Zuständigkeit für Entscheidungsprozesse im medizinischen Bereich auf. Nicht nur verschiedene Behandlungsmaßnahmen können Leid bei den Betroffenen erzeugen, sondern auch Geheimhaltung, Diskriminierung und Ausgrenzung. Der vorliegende Band versammelt aktuelles Grundlagenwissen für ein vertieftes Verständnis des tabuisierten Phänomens und seiner verschiedenen Erscheinungsformen. Internationale Wissenschaftler, Praktiker und Experten geben in trans- und interdisziplinären Beiträgen einen differenzierten Einblick in die kontroversen Positionen im medizinischen, psychosozialen und gesellschaftlichen Umgang mit Intersexualität. Ein informativer Anhang mit wichtigen Adressen, Literatur- und Filmhinweisen ergänzt die verständliche und umfassende fachliche Diskussion. Mit Beiträgen von Ralf Binswanger, Franziska Brunner, Michael Groneberg, Sonia Grover, Monika Gsell, Christina Handford, Paul M. Holterhus, Angela Kolbe, Eveline Kraus-Kinsky, David G. Núñez, Julia Ohms, Konstanze Plett, Janine Prange-Kiel, Caroline Prochnow, J.M. Pulvermüller, Ilka Quindeau, Hertha Richter-Appelt, Annette Richter-Unruh, Gabriele Rune, Verena Schönbucher, Katinka Schweizer, Volkmar Sigusch, Jürg Streuli, Oliver Tolmein, Garry Warne, Katharina Woellert und Kathrin Zehnder
Warum fasziniert uns die romantische Liebe? Warum macht sie uns aber zugleich Angst? In seiner wegweisenden Studie über die Hauptkomponenten der romantischen Liebe - Sex, Idealisierung, Aggression, Selbstmitlei
...show alld, Schuldgefühle und Bindung - haucht Stephen Mitchell unseren Träumen neues Leben ein, widmet sich aber auch den Fallstricken, denen wir in der Liebe ausgesetzt sind. Laut gängiger Überzeugung ist die Liebe zerbrechlich und vergänglich. Mitchell hingegen behauptet, dass in langfristigen Beziehungen die Romantik nicht notwendig abnimmt. Vielmehr wird sie zunehmend gefährlicher. Nicht die Gewohnheit tötet die Liebe, sondern unsere Angst vor zu starker Abhängigkeit. Was wir als Vergänglichkeit der Liebe bezeichnen, ist in Wahrheit Risikomanagement: Indem wir Liebe und Begehren trennen, unsere Erwartungen an die Beziehung herunterschrauben und unsere Abhängigkeit vom Anderen einschränken, ersticken wir die Glut unserer Liebe. Mit zahlreichen Beispielen aus seiner 30-jährigen klinischen Erfahrung veranschaulicht Mitchell das ganze Spektrum romantischer Erfahrungen: vom zwanghaften Vermeiden eintöniger Beziehungen über die Idealisierung fantasierter »Seelenverwandtschaft« bis hin zur nostalgischen Erinnerung an verloren gegangene Liebesbeziehungen. Er zeigt, dass die Liebe Bestand haben kann, wenn wir uns unserer eigenen selbstdestruktiven Tendenzen und unserer tiefen Angst vor der Liebe bewusst werden.
»Wer sich mit psychoanalytischen Erkenntnissen und Fallbeispielen befassen möchte, greift mit Gewinn zu diesem Buch.« Wenn Eltern sich trennen. Literaturführer zur Scheidung, 2005 »Das Buch stellt zum einen
...show allein theoretisches Grundlagenwerk für professionelle Hilfe dar, ist aber zugleich auch ein hilfreicher und anschaulicher Ratgeber für Betroffene, die mit der Scheidungssituation von Kindern verantwortlich umgehen wollen.« Thomas Bohrmann in Papa-Ya, Nr. 7/2010 Dass viele Kinder unter der Scheidung ihrer Eltern leiden, ist heute unbestritten. Wie aber wirkt sich eine Scheidung langfristig auf die psychische Entwicklung aus? Welche Gefahren, aber auch welche Chancen birgt sie? Dieses Buch basiert auf Erkenntnissen, die ein Forschungsprojekt des Instituts für Angewandte Psychoanalyse in Wien ergeben hat. Figdor beschreibt die individuell verschiedene Psychodynamik des kindlichen Scheidungserlebens in Abhängigkeit von der Hilfestellung, die das Kind durch die Umwelt, vor allem durch die Eltern, erfährt, und kommt zu der Einsicht, dass sichtbare Symptome nichts über tatsächliche Belastung, Bewältigung und langfristige Auswirkungen aussagen. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Vorgeschichte der Scheidung gelegt. Auch die Gründe für das Versagen der Umwelt, die notwendigen Hilfestellungen zum Verarbeiten des Scheidungserlebens zu geben, werden diskutiert.
Tragische Todesfälle von Säuglingen - etwa als Folge von Schütteln oder schwerster Vernachlässigung - schockieren die Öffentlichkeit und werden als Straftaten geahndet. Doch oft zeigt sich in der medizinischen,
...show allpädagogischen und sozialen Arbeit mit Kindern, schon lange bevor es zu einer akuten Gefährdung kommt, dass Kinder in den ersten Lebensjahren Beziehungs- und Umwelterfahrungen ausgesetzt sind, die ihre psychische und körperliche Entwicklung nachhaltig beeinträchtigen. Was für alle Kinder und Jugendlichen gilt, hat für kleinste Kinder eine besondere Bedeutung: Der Schutz vor Gewalt und Vernachlässigung muss prompt erfolgen. Die AutorInnen präsentieren mit dem vorliegenden Papier handlungsleitende Überlegungen zum Kinderschutz für die Altersklasse 0 bis 3 Jahre. Es ergänzt vorhandene Konzepte, indem es die besonderen Entwicklungs- und Beziehungsbedürfnisse von Kleinstkindern und ihren Familien ins Zentrum multidisziplinärer Perspektiven und Interventionen stellt. Die formulierten Grundsätze stehen in der Tradition der GAIMH (German Speaking Association for Infant Mental Health), die sich für die Förderung seelischer Gesundheit in der frühen Kindheit sowie für die Vermeidung und Früherkennung von Fehlentwicklungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz einsetzt.
'Die Aufsätze des Buches geben Einblick in den Kenntnis- und Forschungsstand und diskutieren Perspektiven, außerdem werden unterschiedliche historisch-sozialgeschichtliche, psychologische und medizinische Aspek
...show allte angesprochen und u.a. anhand von Studienergebnissen und Fallberichten vorgestellt. Die Lektüre empfiehlt sich insbesondere Therapeuten, die mit dieser Generation arbeiten, aber natürlich auch allen psychosozialgeschichtlich Interessierten oder selbst Betroffenen.' Psychotherapie im Dialog 1/2006 Nachdem sie lange geschwiegen und verdrängt hat, erinnert sich die Generation der 'Kriegskinder' an ihre Kindheit und Jugendzeit im Krieg und die Folgen. Das, was ihr Leben so elementar bestimmte, wird erst in den letzten Jahren wahrgenommen und diskutiert. Mit Beiträgen von Elmar Brähler, Oliver Decker, Georg Driesch, Matthias Franz, Corinna Frey, Tillmann Greb, Jürgen Hardt, Edeltraud Hendrich, Gereon Heuft, Günter Jerouschek, Andreas Kruse, Ulrich Lamparter, Klaus Liebertz, Hans G. Nehen, Holdger Platta, Ursula Pilz, Hartmut Radebold, Jürgen Reulecke, Heinz Schepank, Gertraud Schlesinger-Kipp, Marina Schmitt, Gudrun Schneider, Hermann Schulz, Christoph Seidler, Dagmar Soerensen-Cassier, Bertram von der Stein, Angelika Trilling und Klaus Windel
In Philosophie, Theologie, Psychologie, Politik und sogar Wirtschaftswissenschaft wird der Mensch heute kaum noch als Ganzes wahrgenommen. Überall geht es um Teilaspekte, Teilidentitäten, Einzelthemen, Fragment
...show alle oder lose zusammengehaltene Persönlichkeitsanteile, die je nachdem, was in einer gesellschaftlichen Situation gebraucht oder abgefragt wird, zur Wirkung kommen. Geübte TherapeutInnen vermögen, stellvertretend für ihre bereits resignierten PatientInnen, die zerstreuten Anteile in der Vision einer wiederzugewinnenden Ganzheit zusammenzubringen. Tilmann Moser berichtet im vorliegenden Buch - eine Bilanz aus seiner analytisch-körpertherapeutischen Praxis - von herausragenden Erfahrungen, die seine Arbeitsweise maßgeblich beeinflusst haben und durch die er psychoanalytisches Neuland betreten hat. Das Klinische Notizbuch dokumentiert, wie Psychoanalyse kreativ durch körpertherapeutische und gestalttherapeutische Verfahren bereichert und unterstützt werden kann.
Obwohl das Arzt-Patient-Gespräch - trotz zunehmender Bedeutung der Hightech-Medizin - weiterhin das Hauptinstrument der Diagnostik ist, werden von unterschiedlichen Seiten Defizite benannt. Insbesondere die Ver
...show allmittlung kommunikativer Fähigkeiten steht häufig noch am Anfang. Neue Lehr-Curricula, die dem Arzt-Patient-Gespräch wieder größere Bedeutung beimessen, erfordern neue Lehrmaterialien. Die vorliegende DVD ist hierfür ein wichtiger Baustein. In zehn professionell aufgezeichneten Szenen mit ÄrztInnen und SchauspielerpatientInnen werden anhand typischer Gesprächssituationen (z.B. Anamnese oder Aufklärung bei infauster Prognose) grundlegende Techniken wie das aktive Zuhören, das Erfragen subjektiver Krankheitstheorien, das Aushalten von Pausen und vieles mehr realitätsnah dargestellt. Das Filmmaterial samt beigefügten Erläuterungen ist vor allem für angehende und praktizierende ÄrztInnen, (Medizin-)PsychologInnen und (Medizin-)SoziologInnen sowie für andere in Gesundheitsberufen tätige und lehrende Personen von Interesse. Darüber hinaus gewährt es jedoch auch interessierten PatientInnen Einblicke, die das Vorbringen eigener Anliegen im Arzt-Patient-Gespräch befördern können.
Die aktuelle sozialwissenschaftliche Diskussion zum Thema »Körper« beschränkt sich häufig auf individuelle Ausdrucksformen und Befindlichkeiten - Berührungen zwischen den Körpern hingegen sind weder empirisch n
...show alloch theoretisch von Interesse. Doch ohne die Berücksichtigung dieser grundlegenden Beziehungsform kann die soziale Entwicklung des Menschen nicht hinreichend verstanden werden. Daher ist eine Neuorientierung erforderlich, die Einsichten in geteilte Körperwirklichkeiten im interdisziplinären Diskurs verankert. Der vorliegende Band schließt eine Forschungslücke, indem er einen breiten, interdisziplinären Überblick zu einem bisher vernachlässigten Thema bietet. Dabei schließt er an Alltagssituationen an und zeigt verschiedenste, teilweise tabuisierte ethische Problemlagen bei Körperkontakten auf - etwa in pädagogischen oder medizinischen Situationen. Mit Beiträgen von Traute Becker, Ulrike Böhnke, Martin Grunwald, Sabine Huschka, Gudrun Lemke-Werner, Elke Mahnke, Tilmann Moser, Annette Probst, Matthias Riedel, Uwe Sielert, Gerd Stecklina, Christa Wanzeck-Sielert, Jeffrey Wimmer, Rainer Wollny
Frühe Regulations- und Bindungsstörungen von Säuglingen und Kleinkindern schreiben sich in ihr Körpergedächtnis ein. In der Körperpsychotherapie mit Eltern und Babys helfen Berührungen, Atmung und achtsame Körp
...show allerwahrnehmung, die während Schwangerschaft, Geburt und erster Lebenszeit erfahrenen Verletzungen zu überwinden. In den letzten drei Jahrzehnten ist eine Vielfalt von neuen Ansätzen in der Körperpsychotherapie mit Eltern, Säuglingen und Kleinkindern entstanden. Dieser Sammelband vermittelt einen Überblick über die Strömungen, Hintergründe und Einsatzbereiche der körperorientierten Eltern-Säuglings-Kleinkind-Beratung und -Psychotherapie. Praxisnah berichten international bekannte Fachleute aus dem Feld der Körperpsychotherapie, wie sie Eltern und Babys dabei unterstützen, früh erfahrene Verletzungen und Bindungstraumata zu verarbeiten. Mit Beiträgen von Matthew Appleton, Dirk Beckedorf, Regina Bücher, Mechthild Deyringer, Paula Diederichs, Peter Geißler, Thomas Greil, Thomas Harms, Christine Hausch, Ludwig Janus, Klaus Käppeli, Doris Lange, Sabrina Mathea, Rudolf Merkel, Gerd Poerschke, Franz Renggli, Petra Saltuari, Antonia Stulz-Koller, Sabine Trautmann-Voigt, Inga Wagenknecht und Anja Weiffen
Entscheidend für die Bewältigung von Belastungen ist die Fähigkeit, die richtige Balance zwischen Aktivität und Ruhe zu finden, um Zellschäden zu reparieren und Energien wieder aufzuladen. Bewusstes Atmen - der
...show allgemeinsame Nenner aller Entspannungstechniken vom Autogenen Training bis zum Yoga - kann nicht nur zu unmittelbarer Stressreduktion, sondern auch zur Blutdrucksenkung, zum Abbau von Ängsten und zur Verbesserung chronischer Lungenerkrankungen beitragen. Thomas H. Loew erläutert, wie wir das entschleunigte Atmen in unseren Alltag integrieren können. Er motiviert die Leserinnen und Leser, sich die unschätzbaren Möglichkeiten dieser einfachen psychosomatischen Atemtherapie zur Selbstregulation zu erschließen. Dazu legt er handfeste Forschungsergebnisse vor, die er anschaulich und verständlich erklärt.
Der gebildete Leser liest moderne Romane, erfreut sich am literarischen Kunstwerk, genießt, leidet mit, identifiziert sich oder wendet sich mit Grausen ab. Der Psychoanalytiker liest, wenn er seine professionel
...show allle Wahrnehmung eingeschaltet hat, mit anderen Sinnen: Er erdreistet sich, seine Helden als Patienten zu erleben und zu diagnostizieren. Die in diesem Buch analysierten Texte werden somit zu »Krankengeschichten«, die ganz neue Dimensionen des Verstehens erschließen. Tilmann Moser untersucht Romane von Wilhelm Genazino, Elfriede Jelinek, Philip Roth, Fred Uhlman, Charlotte Roche und das Stück Warten auf Godot von Samuel Beckett auf ihren tiefenpsychologischen Gehalt und stößt dabei auf Erkenntnisse, die unser Wissen über die menschliche Seele auf erstaunliche Weise bereichern.
Liebe ist möglich. Das sagt ein erfahrener Paartherapeut, der sich in seiner Praxis oft mit ihrem Scheitern konfrontiert sieht. In vielen therapeutischen Sitzungen macht er aber auch Bekanntschaft mit der wirkl
...show allichen Liebe, und zwar so hautnah und dramatisch, dass sich Erkenntnisse über ihr Wesen geradezu aufdrängen. Die Frage nach der "Kunst des Liebens" stellt sich gut 50 Jahre nach Erich Fromms Buch freilich anders, denn der aktuelle Diskurs, in dem sich Liebesforschung, "sexuelle Befreiung" und Ratgeberliteratur bündeln, lässt die Liebe nicht unberührt; im Gegenteil, er fügt ihr Schaden zu. Zu diesem derart "aufgeklärten" Zeitgeist befindet sich die gelebte Liebe im Widerspruch. Von außen, aus der Vogelperspektive, kann sie jedoch nicht begriffen werden, auch nicht interdisziplinär.
Was ist Liebe? Was hat eine Affäre mit der eigenen Beziehung zu tun? Lohnt es sich zu kämpfen? Kann eine Therapie helfen? War die Beziehung nicht von Anfang an zum Scheitern verurteilt? Ist die Ehe gar der Frie
...show alldhof jeder Liebe? Wolfgang Hantel-Quitmann widmet sich diesen Fragen und kreiert daraus eine 'Psychologie der Liebesaffären', entwickelt an Beispielen aus der paartherapeutischen Praxis, großen Werken der Weltliteratur und den Liebesaffären berühmter Paare. Für alle, die sich aus psychologischem, literarischem oder rein menschlichem Interesse mit dem Thema beschäftigen - bevor die nächste Liebesaffäre als Ende aller Liebe, moralisch verwerflich oder schicksalhaft missgedeutet werden könnte.
Das Leben zwangsmigrierter Jugendlicher ist durch extreme Belastungen gekennzeichnet, die von den erlebten Kriegserfahrungen bis zur gestörten familiären Interaktion im Exil reichen. Diese Erfahrungs- und Erleb
...show allenswelten der Jugendlichen unterzieht der Autor anhand zahlreicher Fallbeispiele einer genauen Analyse. Es zeigt sich, dass der verantwortungsvolle Umgang mit der Traumatisierung dieser jungen Menschen für die pädagogische Arbeit eine besondere Herausforderung darstellt, für die bislang kaum Konzepte vorliegen. Indem der Autor auf die Erkenntnisse der Traumaforschung, insbesondere die Konzeption der sequenziellen Traumatisierung zurückgreift, entwickelt er einen innovativen, pädagogisch sinnvollen Verstehenszugang. Daraus leitet er konkrete Handlungsoptionen sowohl für den schulischen als auch für den außerschulischen Bereich ab.
International renommierte Gruppenanalytiker dokumentieren in 18 Beiträgen, von denen viele zum ersten Mal in deutscher Sprache erscheinen, den aktuellen Entwicklungsstand der Gruppenanalyse als Therapieform und
...show allForschungsinstrument. Inzwischen verbindet das von Foulkes entwickelte Modell der Gruppenanalyse neuere Erkenntnisse u. a. aus der Psychotraumatologie, der Säuglings- und Kleinkindforschung, der Bindungstheorie und der Neurobiologie, neben weiterführenden Überlegungen aus der Selbstpsychologie, der relationalen Psychoanalyse und der Objektbeziehungstheorie. Neben der Darstellung neuer Forschungsbefunde für die Theorie der Gruppenanalyse widmen sich die Autoren auch der praktische Anwendung in erweiterten und modifizierten Behandlungsansätzen. Die Öffnung der Gruppenanalyse für spezielle Anwendungsgebiet, wie große Gruppen im interkulturellen Feld, im stationären Setting und die Arbeit mit psychotischen und älteren Patienten, eröffnet darüber hinaus bereichernde und spannende Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Mit Beiträgen u. a. von Josef Shaked, Mario Marrone, Franco Paparo, Farhad Delal, Hilary Hall.
Demenz ist nicht heilbar, aber Musik als reflexive, kreative Praxis kann helfen, die Person hinter der Demenz wieder sichtbar zu machen. Das innovative Programm »Music for Life« der Wigmore Hall in London bring
...show allt seit 1993 MusikerInnen, Demenzkranke, PflegerInnen und WissenschaftlerInnen zu kreativen musikalischen Workshops mit dem Ziel zusammen, die Beziehung zwischen Demenzpatienten und Pflegepersonal zu stärken. Die vorliegende Studie basiert auf Gesprächen, Feldbeobachtungen, Reflexionstagebüchern und Interviews und erforscht auf diese Weise die Interaktion zwischen Musik und Demenz in einer systematisch-empirischen Untersuchung. Entstanden ist - in den Worten des amerikanischen Ethnologen Clifford Geertz - eine »dichte Beschreibung« der neuen Freundschaft zwischen Musik und Demenz, die Geschichte einer faszinierenden Praxis. Die Ergebnisse der Studie sind inspirierend für MusikerInnen und hilfreich für die Arbeit und das Zusammenleben mit Betroffenen und richten sich sowohl an professionelle HelferInnen als auch an Familienangehörige.
Psychotherapie ermöglicht es, sich selbst besser kennenzulernen. Sie hilft zu verstehen, wie aktuelle psychische Beschwerden mit frühen emotionalen Belastungen zusammenhängen. Aber wie funktioniert und wirkt ei
...show allne Therapie eigentlich? Worin unterscheiden sich die verschiedenen Psychotherapieverfahren? Wie finde ich die richtige Therapeutin oder den richtigen Therapeuten? Anschaulich und auf der Basis aktueller Forschungsergebnisse beantwortet Ulrich Trebbin diese und viele weitere Fragen und zeigt auf, was sich hinter dem Mysterium der Psychotherapie tatsächlich verbirgt. Dieser Ratgeber macht Mut und Lust, die Chancen der Psychotherapie zu nutzen, um ein zufriedeneres und erfüllenderes Leben zu führen. In vielen Praxisbeispielen blicken die Leserinnen und Leser Ulrich Trebbin bei seiner therapeutischen Arbeit direkt über die Schulter und erfahren, worauf es bei einer Psychotherapie ankommt. Mit dem Wissen über therapeutische Gepflogenheiten, Rechte und Pflichten können sie gut informiert in eine Therapie starten und bestmöglich davon profitieren.
1996, nach einem Seminar mit David Becker im Michael-Balint-Institut Hamburg, entstand eine ungewöhnliche Gruppenarbeit und soweit bekannt, die einzige ihrer Art in der BRD: Ehemalige Mitglieder der RAF, Bewegu
...show allng 2. Juni und Frauen aus der Unterstützerszene trafen sich fast 7 Jahre lang für mehrere Wochenenden mit Psychoanalytikern und Psychotherapeuten, um über sich, ihre Beziehungen untereinander, ihre Haftbedingungen, ihr Verhältnis zur Gesellschaft und über ihre Politik zu sprechen. Danach setzte sich jeder für sich noch einmal in Schriftform mit dem gemeinsam Erlebten auseinander. Entstanden sind sehr persönliche, intellektuell differenzierte und politisch reflektierte, hoch spannende Beiträge, die in ihrer Gesamtheit einen guten Einblick in die Denk- und Fühlstrukturen der Einzelnen und des gemeinsamen Prozesses geben. Mit Beiträgen u.a. von Monika Berberich, Karl-Heinz Dellwo, Knut Folkerts, Roland Mayer, Ella Rollnik, Irene Rosenkötter sowie Volker Friedrich, Angelika Holderberg und Lothar Verstappen Mit einem Vorwort von David Becker
Die Psychoanalyse sieht die Ursache depressiver Erkrankungen in unverarbeiteten unbewussten Konflikten. Traumatische Erlebnisse in der Kindheit führen zu psychischen Abwehrstrukturen, die Auslöser narzisstische
...show allr und melancholischer Erkrankungen sein können. Vielschichtige pathologische Prozesse blockieren die Individuation als Subjekt. Kann die Individuation nicht gelingen, entstehen Pseudoautarkie und die Fantasie von Ungetrenntheit. Eine spätere Entwicklung daraus kann akute depressive Störungen auslösen. Trimborn erfasst diese Psychodynamik und die damit verbundenen therapeutischen Anforderungen und Begrenzungen mit klassischen und modernen psychoanalytischen Konzepten. Er greift dabei auf eine Vielzahl theoretischer Arbeiten sowie auf klinische, literarische und filmische Beispiele zurück.
Die unterschiedlichsten Professionen haben mit Scheidungsfamilien zu tun. Doch je nach Fallgegebenheiten stehen etwa Therapeuten, Jugendamtsmitarbeiter oder Mediatoren vor verschiedenen Herausforderungen. Helmu
...show allth Figdor versteht es, ein vertieftes Verständnis der Kinder, ihrer Eltern und der Position des Helfers zu vermitteln, wodurch sich selbst für scheinbar völlig verfahrene Situationen neue Handlungsperspektiven eröffnen: fehlende oder dem Kindeswohl widersprechende Beratungsaufträge, die Arbeit mit hochstrittigen Eltern, die Durchsetzung des Besuchsrechts, die Kontaktverweigerung durch die Kinder selbst, grundsätzliche Probleme psychologischer Gutachten u.a.m. Neben der praktischen Perspektive erläutert Figdor in einem theoretischen Teil zunächst die Bedeutung der Mutter-Vater-Kind-Triade und die Konsequenzen ihrer Erschütterung durch die Trennung der Eltern. Damit knüpft er an seine bisherigen Veröffentlichungen zum Thema Scheidung an und stellt erstmals die professionellen Helfer in den Vordergrund.
Das vorliegende Buch von Rebeca und León Grinberg gilt als psychoanalytisches Grundlagenwerk zur Migration. Das Autorenpaar musste selbst vor dem argentinischen Terrorregime Videlas nach Spanien emigrieren. Jah
...show allrzehntelang untersuchten sie vor dem Hintergrund der eigenen Migrationserfahrung die potenziell traumatischen und identitätsbedrohenden Auswirkungen von Migration, aber auch die Hoffnungen und Fantasien, die sich mit Flucht verbinden. León und Rebeca Grinberg erläutern Motive und Erwartungen, die die Entscheidung für eine Emigration beeinflussen, wie auch die Folgen eines Wechsels der Umwelt für die Persönlichkeit. Sie gehen auf die emotionale Interaktion zwischen MigrantInnen und ihrer alten und neuen Umgebung ein und untersuchen die Besonderheiten der Beziehungen zwischen ihnen und den Mitgliedern der aufnehmenden Gruppe. Außerdem beschreiben sie die spezifischen Auswirkungen des Exils auf die Psyche und die Ängste, Abwehrmechanismen und Symptome, die durch Migration begünstigt werden.
Der Alkoholismus ist noch immer die am weitesten verbreitete Sucht. Die vorwiegend psychisch bedingte Erkrankung verursacht zudem gesellschaftlich die meisten Kosten, zerstört viele Familien und führt oft zum T
...show allod der Betroffenen. Trotzdem sind Alkoholiker in Medizin und Psychotherapie, besonders aber bei Psychoanalytikern, eine sehr unbeliebte Klientel. Auch nach jahrelanger Abstinenz werden Alkoholiker nur selten in Therapie genommen. Der Autor will das Verständnis für die Psychodynamik hinter der Sucht fördern und sieht den Alkoholismus als Symptom einer tiefer liegenden Störung. Ausgehend von der psychoanalytischen Theorie werden dazu unterschiedliche Formen von Alkoholabhängigkeit diagnostisch erfasst und an zahlreichen Fallbeispielen erläutert. Darüber hinaus reflektiert der Autor psychodynamisch die gängige Behandlungspraxis sowie die Selbsthilfe und entwickelt ein kausal angelegtes Modell der Behandlung von Süchtigen.
Über die Psychoanalyse im muslimischen Kontext ist bislang wenig bekannt. So ist die Geschichte der Psychoanalyse in der Türkei ein blinder Fleck in der Historiographie der psychoanalytischen Bewegung. Beginnen
...show alld mit Sigmund Freuds Korrespondenz mit Izeddin A. Sadan Anfang der 1930er-Jahre bis zur aktuellen Professionalisierung psychoanalytischer Praxis beleuchtet die Autorin im vorliegenden Buch die Entwicklungslinien der Psychoanalyse in der Türkei vor dem gesellschaftlich-historischen, sprachlichen, klinischen und institutionellen Hintergrund. Das Herzstück dieser Arbeit bilden biografische Porträts, in denen türkische Psychoanalytiker und Psychoanalytikerinnen ausführlich zu Wort kommen. Durch Usak-Sahins Kenntnis beider Sprachen und Kulturen gelingt es der Autorin, ihrer deutschsprachigen Leserschaft ein sensibles Bild der Psychoanalyse in der Türkei zu zeichnen.
Wer darüber nachdenkt, eine Psychoanalyse zu beginnen, steht vor vielen Fragen. Hilft mir die Methode bei meinen Problemen? Muss ich mich auf die Couch legen? Was kann die Methode leisten und wo liegen ihre Gre
...show allnzen? Psychoanalyse hilft bei vielen Störungen - unter anderem bei Ängsten, Depressionen und ADHS. Sie fragt danach, wie das Leiden entstanden ist, und versucht, mithilfe dieses Verstehens einen Ausweg zu finden. Dabei lernt man manchmal Seiten an sich kennen, die man lieber nicht kennengelernt hätte - aber dieses Kennenlernen führt zu größerer Eigenständigkeit und zu einem besseren Verständnis von und für sich selbst. Im ersten Teil des Buches werden Fragen rund um die Psychoanalyse erläutert. Der zweite Teil beschreibt die gängigsten Krankheitsbilder und ihre möglichen Ursachen aus psychoanalytischer Sicht.
Supervision hat sich in den letzten 100 Jahren als eigenständige Form berufsbezogener Beratung im deutschsprachigen Raum etabliert. Sie blieb von der psychoanalytischen Bewegung, die sich parallel entwickelte,
...show allnicht unbeeinflusst. Aus historischer und professionstheoretischer Perspektive arbeitet Kornelia Steinhardt heraus, in welchem Nahverhältnis Supervision und Psychoanalyse standen und stehen. Sie zeigt aber auch, dass sich psychoanalytisch orientierte Supervision erst in der Abgrenzung zur Psychoanalyse eigenständig entwickeln konnte. Anhand einer empirischen Vergleichsuntersuchung verdeutlicht Steinhardt im letzten Teil des Buches, was psychoanalytisch orientierte Supervisorinnen und Supervisoren in ihrer professionellen Identität charakterisiert.
'Die grundlegende Formulierung dessen, was Psychodynamik ist und was sie gewinnend zur modernen Psychiatrie beitragen kann.' Robert Michels, M.D. 'Ohne Frage ist dies ein absolut essenzieller Text für alle kli
...show allnischen Therapeuten.' Robert Alan Glick, M.D. Praxisnah beschreibt Glen O. Gabbard das Feld der Psychodynamischen Psychiatrie. Verständlich geschrieben und klar strukturiert, führt er den Laien wie den Sachkundigen an das Thema heran. Der Autor stellt zunächst die theoretischen Grundlagen der Ich-Psychologie, Objektbeziehungstheorie, Selbstpsychologie und Bindungstheorie vor, um sie anschließend anhand von Fallbeispielen zu erläutern und mögliche Therapieansätze vorzustellen. Hierbei geht er auch kritisch mit der bisherigen Forschung um, zeigt Kontroversen auf und gibt angehenden und etablierten Psychoanalytikern und Psychiatern wertvolle Tipps für die tägliche Praxis. Umfangreiche Literaturhinweise runden das gut recherchierte Werk ab und machen es zu einem soliden Basiswerk für das Studium und die tägliche Arbeit.
Die AutorInnen des vorliegenden Buches beschreiben die Anwendungsmöglichkeiten psychodynamischer Konzepte aus der Perspektive eines intersubjektiven Ansatzes für die Erwachsenen-, Kinder- und Jugendlichenpsycho
...show alltherapie. Im Zentrum stehen dabei die aktive Gesprächsführung und die Interaktion zwischen TherapeutInnen und PatientInnen. Das Buch wendet sich an PsychotherapeutInnen - unabhängig von Therapierichtung und Arbeitsschwerpunkt. Auch PraktikerInnen anderer Bereiche (Sozialarbeit, Erziehungsberatung) sowie Studierende profitieren von dieser Einführung in das psychodynamische Denken und Handeln. Insgesamt steht das vorliegende Buch für eine verfahrensübergreifende Perspektive. Das in ihm dargestellte psychodynamische Verständnis der Beziehungsgestaltung kann ein Gewinn für jedes therapeutische Verfahren sein. Mit Beiträgen von Reiner Brüggemann, Ulrike Hadrich, Michael Naumann-Lenzen, Eckhart Neumann, Harm Stehr und Vera Walther-Moog
'Dieses Buch ist ein echter Happen. Es nimmt den Leser mit auf die Reise durch die psychoanalytische Entwicklungspsychologie, durch die Borderline-Theorien und die verschiedenen Therapieformen. Jeder, der verst
...show allehen möchte, wie ein Kind sein eigenes ¿Selbst¿ begreift und warum manche Menschen nur ausgeglichen leben können, wenn andere sie schlecht behandeln, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.' Dunja Voos, www.medizin-im-text.de 'Dieses Buch wurde sehnsüchtig erwartet.' Glen O. Gabbard, führender Borderline-Experte und Herausgeber des Psychoanalytic Quarterly und International Journal of Psychoanalysis Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist eine schwere Charakterpathologie, deren Krankheitsbild sich durch Impulsivität, Identitätsstörungen, Suizidalität, Selbstverletzungen, Gefühle innerer Leere sowie durch affektintensive und gleichermaßen instabile Beziehungen auszeichnet. Anthony W. Bateman und Peter Fonagy haben ein erfolgreiches, psychoanalytisch orientiertes Behandlungsverfahren - die 'mentalisierungsgestützte Therapie' - entwickelt und in randomisierten kontrollierten Studien nachgewiesen, dass diese Methode anderen therapeutischen Verfahren deutlich überlegen ist. In ihrem ersten gemeinsamen Buch dokumentieren Bateman und Fonagy zu Beginn die aktuelle interdisziplinäre Forschung zur Borderline-Thematik und beschreiben anschließend ihre Therapie. Im Kontext der psychoanalytischen und psychotherapeutischen Literatur gilt das Buch, das sich an Psychoanalytiker und Psychotherapeuten, Psychiater und Vertreter anderer psychosozialer Berufe richtet, bereits jetzt als Standardwerk. Mit einer umfangreichen Materialsammlung für den praktischen Gebrauch/Behandlungsmanual
Die Anwendung von Psychotherapie bei älteren Menschen steht immer noch in den Anfängen. Seit 2004 werden jedoch in der Zeitschrift "Psychotherapie im Alter" theoretische Positionen, praktische Therapieerfahrung
...show allen und Projektbeschreibungen dazu systematisch aufgegriffen. In diesem Band werden die Darstellungen der ersten beiden Jahrgänge wieder aufgegriffen, in denen die praktische therapeutische Arbeit fallzentriert beschrieben wird. In den vier thematischen Kapiteln - Psychotherapeutische Diagnostik - Angst und posttraumatische Störungen - Gruppenmethoden - Veränderung von Beziehungen - psychische Störungen im Alter wird das therapeutische Vorgehen aus unterschiedlichen methodischen und institutionellen Perspektiven beschrieben. So bekommt der Leser einen differenzierten Überblick über die therapeutischen Möglichkeiten und Schwierigkeiten. Mit Beiträgen von B. Brosig, M. Burgmer, E. Buck, C. Herda, G. Heuft, E. Hinze, S. Hübner, J. Kemper, J. Kipp, C. Manaf, A. Maercker, J. Müller, D. Muthesius, B. Narr, T. Niedermeier, A. Neumann, M. Peters, H. Radebold, L. Reddemann, A. Riehl-Emde, G. Schlesinger-Kipp, U. Schmid-Furstoss, J.-P.Sonntag, U. Schreiter Gasser, J. Stahl, B. von der Stein, S. Wachs, U. Wichmann-Jentzen und J. Wojnar
Der seelische Zustand psychotischer Patienten drückt sich häufig in ihrem Körperbild aus. Sie empfinden ihren Körper beispielsweise so, als bestünde er nur aus blutähnlichen Flüssigkeiten, die bloß durch eine h
...show allalbdurchlässige Membran von der Außenwelt abgegrenzt sind. Durch psychoanalytische Behandlung kann erreicht werden, dass sie ihren Körper zunehmend als fest erleben. Im vorliegenden Buch beschreibt Rosenfeld mithilfe eines theoretischen Modells des primitiven psychotischen Körperbildes seine psychoanalytische Arbeit mit schwer gestörten PatientInnen, die ihren seelischen Zustand durch Fantasien und Wahnvorstellungen über ihren Körper ausdrücken. Sein Modell psychotischer Hypochondrie und ihrer Therapie wird durch zahlreiche detaillierte Falldarstellungen veranschaulicht.
Räume wirken sich unmittelbar auf unsere seelische Verfassung aus. Sie laden zu Entdeckung und Erholung ein, können aber auch Beklemmung oder Aggression provozieren. So hat die architektonische und künstlerisch
...show alle Gestaltung der Umgebung auf den psychotherapeutischen Kontext ebenso entscheidenden Einfluss wie die inneren, die Beziehungs- und Spielräume. Welche Räume bietet die Gesellschaft - insbesondere mit Blick auf psychiatrische Einrichtungen - für die Menschen, seelisch gesund zu werden oder zu bleiben? Mit diesem Band soll eine interdisziplinäre Annäherung an diese Frage unternommen werden. Namhafte ExpertInnen aus Philosophie, Psychiatrie, Medizingeschichte, Gesundheitsökonomie und -management, Politik und Architektur sowie VertreterInnen von Verbänden Psychiatrie-Erfahrener und Angehöriger formulieren ihre Perspektiven und treten in einen Dialog. In ausdrucksstarken Bildern wird zudem die Performance RAUMAUSLOTEN des Choreografen Jir¿i¿ Bartovanec, dargestellt von TänzerInnen der Tanzcompagnie Sasha Waltz & Guests, dokumentiert. Sie erkundet die konkreten Räume der Klinikarchitektur der Charité und stellt ihnen innere Seelenräume gegenüber. Mit Beiträgen von Thomas Beddies, Thomas Bock, Hans-Joachim Salize, Christine Nickl-Weller und Peter Sloterdijk
Schamkonflikte belasten Menschen in unterschiedlicher Weise und hemmen Lebensfreude, Selbstwertgefühl und intime Beziehungen grundlegend. In der Scham erfährt das Subjekt eine Infragestellung und Bedrohung der
...show allsozialen Akzeptanz und Anerkennung. Scham ist aber nicht nur ein subjektives Gefühl, sondern hat auch eine intersubjektive Dimension, die in der Psychoanalyse in den letzten Jahren zunehmend verstanden und fokussiert wird. Im psychoanalytisch-therapeutischen Prozess ist Scham eine Hauptquelle für Widerstand, Verstrickungen und problematische Übertragungs-Gegenübertragungs-Konstellationen. In der vorliegenden Einführung werden die zentralen psychoanalytischen Schamkonzepte skizziert und hinsichtlich ihrer klinischen Dimension vorgestellt. Zahlreiche Beispiele verdeutlichen die Relevanz von Schamaffekten und -konflikten in der therapeutischen Behandlung.
Der optimierte Mensch ist in den westlichen Gesellschaften zum neuen Sozialcharakter avanciert. Schönheitsmedizinische Behandlungen wie Botoxinjektionen oder kosmetische Operationen gehören inzwischen zum mediz
...show allinischen Alltag. Um Schlagwörter wie »Anti-Aging« oder »Homo Plasticus« entzünden sich immer wieder kontroverse Diskussionen. Den bisher rein fachspezifisch - entweder ethisch-theoretisch oder rein anwendungsbezogen - geführten Diskurs um Schönheitsmedizin und schönheitschirurgisches Enhancement setzen die Autorinnen und Autoren des vorliegenden Buches transdisziplinär fort. Klinisch-praktische, medizinpsychologische und kulturhistorische Betrachtungen stehen gleichberechtigt nebeneinander und eröffnen innovative Perspektiven auf aktuelle Trends und neue Anwendungsfelder plastisch-ästhetischer Praktiken. Mit Beiträgen von Sara Blumenthal, Ada Borkenhagen, Elmar Brähler, Julia Ganterer, Sander L. Gilman, Joachim Küchenhoff, Juliane Löffler, Anna Katharina Meßmer, Annelie Ramsbrock, Claudia Rasztar, Bernd-Detlev Rusch, Lisa Schäfer-Fauth, Dagmar Scharschmidt und Beate Wimmer-Puchinger
Das Regime der DDR, das dem Individuellen feindlich gegenüber stand, hinterließ nicht nur heruntergekommene Baulandschaften, sondern auch Ruinen in den psychischen Landschaften seiner Bewohner. Häuser sind schn
...show allell saniert, psychische Beschädigungen dagegen heilen nur langsam. Anhand von sieben exemplarischen Lebens- und Fallgeschichten, in deren Biografie und Ätiologie die gesellschaftlichen Verhältnisse der DDR eine entscheidende Rolle spielten, dokumentieren die Autoren Aspekte der psychischen Erbschaft eines totalitären Staates. So lebt trotz der äußeren Angleichung an den Westen die DDR in den Menschen fort, im Guten wie im Schlechten. Die Autoren machen diese unsichtbaren Folgen der DDR sichtbar und geben den in die Privatsphäre verbannten psychischen Beschädigungen durch einen totalitären Staat eine öffentliche Ausdrucksmöglichkeit.
Das Gesundheitssystem galt in der DDR als Vorzeige-Errungenschaft des Sozialismus. Gleichzeitig betrachtete die Staatsführung bestimmte Disziplinen aber auch argwöhnisch als Orte von kritischem Denken und mögli
...show allchem Widerstand. Insbesondere Psychiatrie, Psychotherapie und Psychologie hatten eine ambivalente Position zwischen Unterdrückung und Autonomieförderung inne. Welche Rolle spielten diese Disziplinen? Und warum scheiterte das staatliche Fürsorgeversprechen insbesondere im Hinblick auf die psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung? Diesen und weiteren Fragen gehen die Beiträgerinnen und Beiträger auf den Grund. Mit Beiträgen von Agnès Arp, Christof Beyer, Stefan Busse, Rainer Erices, Inge Frohburg, Adrian Gallistl, Michael Geyer, Hans J. Grabe, Susanne Guski-Leinwand, Hariet Kirschner, Ekkehardt Kumbier, Andreas Maercker, Thomas R. Müller, Manuel Rauschenbach, Maike Rotzoll, Annette Simon, Monika Storch und Bernhard Strauß
Seit Beginn gilt das Sexuelle als Schlüsselbegriff der Psychoanalyse und ist nach wie vor von zentraler Bedeutung für jede therapeutische Beziehung. Ausgehend von Freuds Drei Abhandlungen stellt Quindeau die Gr
...show allundlagen der psychoanalytischen Sexualtheorie dar und diskutiert folgende Fragen: Wie kommt die Lust in den Körper und was versteht man heute unter männlicher und weiblicher Sexualität? Ist die Unterscheidung von Hetero- und Homosexualität überhaupt sinnvoll? Wie kann in Therapien über Sexualität gesprochen werden und wie kann man sexuelle Störungen verstehen und behandeln? Das Buch vermittelt Grundlagenwissen und lädt dazu ein, die eigenen Ansichten zu hinterfragen und sie in Auseinandersetzung mit dem psychoanalytischen Theoriebestand zu konturieren.