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"Der Leser bekommt exemplarisch anhand der Militärpsychiatrie vermittelt, wie sehr Ärzte Werkzeuge des Systems werden können - und dies nicht nur im Nationalsozialismus, sondern auch im deutschen Kaiserreich. Sich das bewusst zu machen, ist auch heute wichtig." (Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 6/2004)
"Nachdem das Buch zwei Jahre vergriffen war, ist es sehr zu begrüßen, dass es der Mabuse-Verlag neu aufgelegt hat. Denn wenngleich das Ende des Zweiten Weltkrieges mittlerweile mehr als ein halbes Jahrhundert vergangen ist, verdient die Militärmedizin der damaligen Zeit auch heute noch unser Interesse: als Teilgebiet einer Medizin ohne Menschlichkeit." (Dr. Hubert Kolling in: www.printernet.info Juni/2005)
"Eine aufwühlende und faktenreich unterlegte Studie über die Entstehung der Kriegspsychiatrie.(...)Ein sehr wichtiges Buch auf dem Gebiet der zur Zeit vernachlässigten Auseinandersetzung mit dem Bereich von militärischer und autoritärer Instrumentalisierung von Medizinbereichen für herrschende Interessen."
(Graswurzelrevolution 4/2006)
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In der Bundesrepublik Deutschland wurden Arzneimittel an Heimkindern getestet, um sozial erwünschtes Verhalten oder Sedierung zu erreichen. In teils systematischen Versuchen wurden neben Neuroleptika etwa Präpa
...show allrate gegen Bettnässen, zur Gewichtsreduktion oder Triebdämpfung eingesetzt. Sylvia Wagner recherchierte dazu in Prüfberichten, Dokumenten aus pharmazeutischen Unternehmen und Bewohnerakten einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung. Sie zeichnet ein bedrückendes, doch authentisches Bild dieser bisher kaum untersuchten Problematik – von Opfern und Tätern, ökonomischen und gesellschaftlichen Interessen und Gegebenheiten.Dieses Buch ist ein wichtiger Beitrag zur Medizingeschichte. Es wirft Licht auf ein verdrängtes Kapitel der deutschen Nachkriegszeit und trägt zur Aufarbeitung von Gewalt in der damaligen Heimerziehung bei.