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Blätterbare Leseprobe:
"Die große Stärke dieser Untersuchung liegt darin, dass es Peter gelungen ist, trotz der Unterschiedlichkeit der einzelnen wissenschaftlichen Felder darzustellen, mit welcher Zwangsläufigkeit sich ein auf populären Konzepten und vorwissenschaftlichen Präideen beruhender Denkstil in eine seriöse Wissenschaft verwandelte und in nahezu allen Gebieten der Medizin theoretische wie moralische Grundüberzeugungen prägte."
(Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 2/2005)
"Es wird aufgezeigt, welche Elemente dieses Denkens im Gewande einer 'Entartungsdebatte' in der psychiatrischen Medikalisierung, Diskreditierung und Diffamierung politisch Andersdenkender bis hin zur Forensischen Psychiatrie beschieden war. Jürgen Peter ist ein ausgewiesener Kenner dieses Stoffgebietes, (...) Das Buch, ein wichtiger Beitrag zum Verständnis rassenhygienischen Denkens und dessen Eingang in die Medizin."
(Hessisches Ärzteblatt, Heft 12, Dezember 2004, Dr. med. Siegmund Drexler)
"In dit zeer uitgebreid gedocumenteerde boek maakt Peter inzichtelijk hoe diep de wortels van de Rassenhygiene in de medische wetenschappen reikten en een weerspiegeling vormden van de tijdsgeest in de periode tussen de twee wereldoorlogen. Waartoe een dergelijk Paradigma nationaal-socialistische politici legitimering na 1933 verschafte, heeft de geschiedenis ons pijnlijk geleerd."
(Medische Anthropologie, 16 (2) 2004)
In der Bundesrepublik Deutschland wurden Arzneimittel an Heimkindern getestet, um sozial erwünschtes Verhalten oder Sedierung zu erreichen. In teils systematischen Versuchen wurden neben Neuroleptika etwa Präpa
...show allrate gegen Bettnässen, zur Gewichtsreduktion oder Triebdämpfung eingesetzt. Sylvia Wagner recherchierte dazu in Prüfberichten, Dokumenten aus pharmazeutischen Unternehmen und Bewohnerakten einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung. Sie zeichnet ein bedrückendes, doch authentisches Bild dieser bisher kaum untersuchten Problematik – von Opfern und Tätern, ökonomischen und gesellschaftlichen Interessen und Gegebenheiten.Dieses Buch ist ein wichtiger Beitrag zur Medizingeschichte. Es wirft Licht auf ein verdrängtes Kapitel der deutschen Nachkriegszeit und trägt zur Aufarbeitung von Gewalt in der damaligen Heimerziehung bei.