Während des Nationalsozialismus kam es in der ehemaligen preußischen Provinz Pommern unter der Verantwortung des Oberpräsidenten und Gauleiters Franz Schwede-Coburg zu besonders radikalen Entwicklungen innerhalb der Anstaltspsychiatrie. Die Massenmorde an psychisch kranken und behinderten Menschen begannen früher als in anderen Teilen Deutschlands und waren regional verantwortet. Hier, im Grenzgebiet zum überfallenen Polen, verbanden sich der Krieg nach außen und der nach innen: Dies läßt sich am Beispiel der Landesheilanstalt Ueckermünde auch für den Krankenmord an Kindern und Jugendlichen sowie die Krankenmorde in der zweiten Kriegshälfte nachweisen. Das Buch endet mit einem Ausblick in die ostdeutsche Nachkriegspsychiatrie.
"Die von dem engagierten Arzt und Wissenschaftler Klaus Dörner eingeleitete Veröffentlichung ist von medizinhistorischem und zeitgeschichtlichem Interesse." (Zeitschrift für Geschichtswissenschaft)
Heike Bernhardt
Heike Bernhardt, geb. 1957, niedergelassene Kinderpsychiaterin und Psychotherapeutin in Berlin.