Das öffentliche Interesse am Sozialistischen Patientenkollektiv Heidelberg regt sich zumeist anlässlich der Jahrestage von Anschlägen der RAF als angeblicher terroristischer Kaderschmiede. Anders als die sensat
...show allionslustigen Gräuelgeschichten von den »Irren am Gewehr« möchte dieses Buch dazu beitragen, sich ernsthaft mit dem SPK auseinanderzusetzen als einem komplexen, dramatischen und erinnerungswürdigen Stück Zeit- und Psychiatriegeschichte und Geschichte der 68er-Bewegung. »Nachdem früher schon so viel über das SPK geschrieben worden ist, dass man meinen könnte, die Akten seien geschlossen, kommt nun Christian Pross mit diesem Werk, das ein Lehrstück dafür sein könnte, dass wir der historischen Wahrheit am nächsten kommen, wenn wir auf einen hinreichend großen zeitlichen Abstand zum Gegenstand - also hier der Psychiatriereform - achten. Zum anderen, wenn wir von einer hinreichend extremen, verrückten Perspektive aus schreiben, da es hier ja um die Vollständigkeit der Wahrnehmung geht. Die SPK-Nacherzählung von Christian Pross ist auch deshalb so glaubwürdig, weil sie nicht nur vom negativen wie positiven Potential der wohl schwierigsten Phase der Psychiatriereform ausgeht, sondern auch einen Ausblick auf die künftigen Reformphasen erlaubt.« Klaus Dörner
Dieser Sammelband verbindet den historischen Rückblick auf die Transformation der psychiatrischen Versorgung mit einer Analyse der notwendigen Reformschritte in der Psychiatrie. Pünktlich zum 40-Jährigen Jubilä
...show allum der Psychiatrie-Enquete wagen wir den Blick zurück nach vorn. In den frühen 70er Jahren erreichte die Kritik an den »elenden und unwürdigen Umständen« in den psychiatrischen Anstalten auch die Politik. Die 1975 im Auftrag des Bundestags erstellte Psychiatrie-Enquete kritisierte das bisherige medizinisch-institutionelle Modell der Psychiatrie und stellte das ihr zugrunde liegende Krankheitskonzept grundsätzlich in Frage. Sie wurde zum Ausgangspunkt für vielschichtige, oft widersprüchliche Reformen in allen Bereichen des psychiatrischen Hilfesystems, in Strukturen und Institutionen, im Denken und Selbstverständnis von Professionellen ebenso wie im Selbstkonzept der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Die vielstimmigen Beiträge dieses Bandes ziehen kritisch Bilanz, zeigen den Fortbestand von Mängeln und analysieren fundamentale Paradigmenwechsel und Trends der Psychiatrie. Ihr Anliegen ist es, eine notwendige Debatte über die Weiterentwicklung der psychiatrischen Versorgung und ihre Grundlagen anzustoßen. Zu Wort kommen Protagonisten von »damals«, psychiatrie-erfahrene und nicht erfahrene Aktivisten und Aktivistinnen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie psychiatrisch Tätige von heute. Ein Referenzwerk für die nächste Dekade!
In der BAESCAP-Studie wurden diejenigen gefragt, die sonst bei jeder großen Erhebung außen vor bleiben: fast 1900 Nutzerinnen und Nutzer sozialpsychiatrischer Leistungen mit schweren psychischen Erkrankungen. S
...show allie wurden befragt zu ihrer Familiensituation, zu Freundschaften, zu ihrer Ausbildung, zum Beruf und zu ihren Stigmaerfahrungen. Welche Teilhabemöglichkeiten und -hindernisse erleben sie? Die Ergebnisse der Studie liefern erste Antworten: Trotz Eingliederungshilfe sind sie vielfach abgehängt und chancenlos. Doch was bedeutet Teilhabe, das Schlüsselkonzept sozialpsychiatrischer Praxis, eigentlich konkret und wie kann sie theoretisch abgeleitet werden? Welche Facetten des Lebens greifen wir heraus, welche sind wichtig? Die Autorinnen und Autoren verankern Teilhabe auf theoretischer Ebene im Capabilities Approach, sie diskutieren den Teilhabebegriff auch vor dem Hintergrund des neuen Bundesteilhabegesetzes und sie zeigen auf, was auf sozialpolitischer Ebene nötig ist.
Kann mir ein Klinikaufenthalt wirklich helfen? Kinder und Jugendliche haben für Gleichaltrige aufgeschrieben, wie sie professionelle Unterstützung in psychischen Krisen erleben, was sich durch einen stationäre
...show alln Aufenthalt geändert hat und mit welchen Problemen sie weiter kämpfen. In der Schreibwerkstatt der Klinikschule haben sie mit Texten und Zeichnungen ihre Verzweiflung, ihre Ängste und ihre Hoffnungen dokumentiert. Ihre vielleicht wichtigste Erfahrung: »Nach Hilfe zu fragen ist keine Schwäche; es ist normal, wichtig und stark.« Ihre Botschaft: »Wenn es euch auch so geht wie mir, dann holt euch Hilfe! Ihr schafft das!«
Die Ambulante Psychiatrische Pflege APP ist das Pflegemodell der Zukunft - dieses Buch setzt die Standards für diejenigen, die in der häuslichen Pflege mit psychisch Erkrankten arbeiten wollen. Die Inklusion ps
...show allychisch erkrankter Menschen rückt immer mehr in den Fokus, ebenso der steigende Kostendruck im Gesundheitssystem. In diesem Spannungsfeld ist die Ambulante Psychiatrische Pflege (APP) eine klientenorientierte wie ökonomisch sinnvolle Alternative. Immer mehr pflegende Fachkräfte müssen wissen, welche besonderen Anforderungen die ambulante Arbeit stellt. Dieses Buch beschreibt die Rahmenbedingungen häuslicher psychiatrischer Pflege und was sie für die praktische Pflegearbeit bedeuten. Die vielen Tipps sowie Formulare zur Verordnungspraxis, Behandlungsplanung etc. stehen auch als Downloadmaterial zu Verfügung.
Angehörige sind längst im psychiatrischen Alltag angekommen, aber die konkrete Arbeit mit ihnen fordert professionell Tätigen einiges ab: eine klare Haltung, einen konstanten Perspektivwechsel und Sicherheit im
...show allkommunikativen Umgang. Vorurteile und Vorbehalte gegenüber Angehörigen als Mitverursacher von Störungen sind immer noch groß und verstärken die Unsicherheit im Umgang mit Familienmitgliedern, Partnern oder engen Vertrauten. Gefühlte Defizite und wenige qualitative Standards in diesem Arbeitsbereich sorgen für Unsicherheiten bei der Kommunikation von Bedürfnissen und Absprachen, gerade im Mehrpersonensetting. Das Buch bietet grundlegende Hilfe: Es formuliert praxisbewährte Leitlinien für den Arbeitsalltag, arbeitet systemische Grundlagen ab und widmet sich in einem Extrakapitel dem Thema »Kinder als Angehörige«.
Angehörige psychisch erkrankter Menschen kennen diese Gefühle: Schock, Ratlosigkeit, Ohnmacht, Schuld und Angst. Was hilft, ist, sich der eigenen, besonderen Erfahrungen bewusst zu werden und den Austausch mit
...show allanderen zu suchen. Dann kann es auch gelingen, sich von Schuldgefühlen und von dem Empfinden zu lösen, ständig zum Tragen schwerer Verantwortung verpflichtet zu sein. Über all dies berichten Eltern und Partnern in diesem Buch und machen anderen Angehörigen damit Mut, ihren eigenen Weg zu finden. In den Erfahrungsberichten wird nichts beschönigt. Ausführlich wird aber auch davon erzählt, was in Phasen großer Verwirrung wichtig wurde und geholfen hat. Es ist möglich, dem erkrankten Familienmitglied die Verantwortung für sein Leben zu lassen und wieder zurück "zu sich selbst" zu finden. In den Berichten wird eine selbstbewusste Haltung spürbar, ein verändertes Rollenverständnis, das sowohl in der Familie als auch in der Selbsthilfe und Öffentlichkeit neue Handlungsspielräume eröffnet.
Anthropologische Psychiatrie will philosophische Überlegungen nutzen, um den Zuwachs an Erkenntnissen in der somatischen, psychologischen und sozialen Psychiatrie sowie in der Psychotherapie zusammenzuführen, s
...show allie zu integrieren und dadurch erst wirklich nützlich werden zu lassen - eine Basis für offenes Verstehen und dialogische Therapie. Die Beiträge von ausgewiesenen Fachleuten der verschiedensten Disziplinen schlagen Brücken nicht nur zwischen Patienten, Angehörigen und professionell Tätigen, sondern - was manchmal noch schwieriger ist - auch innerhalb des Fachs. Dies Buch verdient öffentliches Interesse, weil es Ängsten und Vorurteilen wirklich im Ansatz entgegenwirkt.
Verständliche Unterstützung bei herausfordernden Situationen Wie bereite ich, als Pflegefachperson, die Auszubildenden auf neue und ungewohnte Situationen im Pflegeberuf vor? Für die verständliche und praxisna
...show allhe Anleitung kann dieses Buch im Berufsalltag genutzt werden. Auch bei wenig Zeit für die Anleitung kann es zum Nachschlagen bereitgelegt werden. Die psychiatrische Pflege ist in körperlich und geistig herausfordernden Berufsalltagen enorm gefordert. Ilka Scholl gibt Auszubildenden und ihren Begleiter*innen 22 Arbeits- und Lernaufgaben mit auf den Weg, damit sie lernen, sich in diesen Momenten zurechtzufinden und selbstbestimmt und gelassen zu handeln. Das Buch bietet sich insbesondere für eine Anwendung während der Praxisanleitung in der Psychiatrie wie auch in anderen psychosozialen Arbeitsfeldern an. Mithilfe dieser Lernaufgaben kann die gesetzlich geforderte 10%ige Anleitungszeit in den Praxiseinsätzen erreicht werden. Das ausgefeilte didaktische Material ergibt in Kombination mit dem flüssigen und ansprechenden Stil ein konkurrenzloses Buch, das zum Lernen und Tätigwerden motiviert!
Schon vor 25 Jahren machte sich die psychiatrische Klinik in Herne auf den Weg, zu einer „offenen Einrichtung zu werden, die für Menschen in psychischen Krisen, aber auch für chronisch psychisch kranke Menschen
...show alleine vertrauensvolle Anlaufstelle sein sollte. Eine geschlossene Station gab es nie, Zwangsmaßnahmen wurden drastisch reduziert und zunehmend wurden Patienten wie auch Angehörige in die kooperative Arbeit der Klinik einbezogen.
Die aufsuchende psychiatrische Arbeit bietet niederschwellige und flexible Hilfe, sie ist aber immer auch ein Eingriff in die Privatsphäre von Klientinnen und Klienten. Entsprechend sensibel sollte das professi
...show allonelle Vorgehen ausfallen. Kompakt und strukturiert beschreibt dieses Buch Rollen, Aufgaben und Herausforderungen der aufsuchenden psychiatrischen Arbeit. Die Anlässe für einen Hausbesuch werden dargestellt, ebenso werden Tipps für den Umgang mit angespannten oder aggressiven Situationen und für die Selbstsorge gegeben. Das Sich-Einlassen auf die Häuslichkeit der Menschen ist einerseits mit Unsicherheiten und Unvorhersehbarem verbunden, weckt andererseits aber auch Neugierde und Zufriedenheit in der Arbeit. Menschen werden nämlich dort unterstützt, wo sie ihren Lebensmittelpunkt haben. Das Helfen geschieht also da, wo es sich unmittelbarer und direkter auf die Förderung von Lebensqualität auswirkt!
Forensische Psychiatrie arbeitet mit sucht- und psychisch erkrankten Straftätern im Spannungsfeld von Sicherung und fachgerechter Therapie. Kompakt und praxisnah gibt dieser BASISWISSEN: Band einen Überblick üb
...show aller die besonderen Anforderungen und erleichtert mit Informationen und Arbeitshilfen den Berufsalltag in Maßregelvollzug und Nachsorge.Dieser Band stellt Grundlagen und Konzepte für ein hilfreiches therapeutisches und pflegerisches Vorgehen vor. Ein Schwerpunkt ist die Entwicklung der eigenen positiven, konstruktiven Grundhaltung.
Selbstwirksamkeit durch Gegenwartsorientierung und Alltagsbewältigung Die Erfahrung, den eigenen Alltag nicht mehr selbst bewältigen zu können, kann eine psychische Erkrankung aufrechterhalten oder entstehen l
...show allassen. Genau hier setzt die Betätigungsorientierung an. Ihr Ziel ist, dass die Betroffenen in ihrem Alltag das tun, was für sie und ihr Leben wichtig ist. Der Begriff stammt aus der Ergotherapie und entspricht einer innovativen Herangehensweise, die diagnose- und altersunabhängig die Alltagskompetenz fördert. Dabei geht es um eine ganzheitliche Sicht auf den Menschen, die das Tun und das Sein einschließt. Das Buch ermöglicht die Stärkung von Teilhabe und Recovery durch seine grundlegende und praxisnahe Gestaltung von Text und Arbeitsblättern. Lesende finden hier Anschluss an ein innovatives und internationales Konzept, das nun auch in Deutschland große Wellen schlägt. Nur wer in einer Krise Respekt erfährt, in der Behandlung Wahlmöglichkeiten hat und Selbstbestimmung erlebt, wird bei weiteren Problemen wieder Hilfe suchen. "Ich finde das Buch vom Inhalt einzigartig und für die psychiatrische Versorgung/Ergotherapie einen echten Gewinn. Ich lese gerne darin, denn die Themen sind aktuell und "kurz und knackig" verständlich zusammengefasst." (Andreas Pfeiffer, Ergotherapeut)
Reflexion der therapeutischen Beziehung Die therapeutische Beziehung ist als allgemeiner und spezifischer Wirkfaktor nicht nur Gegenstand therapeutischen Verstehens, sondern zugleich dessen Medium. Doch wie en
...show alltsteht eine tragfähige therapeutische Allianz, die herausfordernden Situationen Stand hält und stabilisierend wirkt? Was macht die Qualität einer psychotherapeutischen Beziehung aus? Daniel Sollberger stellt theoretische Konzepte der therapeutischen Interaktion vor: Handlungsdialog, Enactment, Übertragung und Gegenübertragung sowie Holding und Containing. Entlang des Therapieprozesses werden auch schwierige Situationen wie Therapieabbrüche, Schweigen und Sexualisierung der Therapie thematisiert. Das Buch hilft, Unsicherheit im therapeutischen Handeln zu reduzieren und sich nicht mehr in destruktiven Beziehungsdynamiken zu verfangen. Es fördert den selbstsicheren, aber auch den selbstkritischen Blick, um durch Reflexion die eigenen therapeutischen Fähigkeiten zu stärken.
Das vulnerable Selbst erkennen Narzissmus Die Persönlichkeitszüge narzisstischer Menschen machen die therapeutische Arbeit mit ihnen mitunter schwierig und anspruchsvoll, sie machen sie aber auch interessant u
...show allnd oft überraschend. Dieses Buch entwirft ein Spektrum von Ansätzen für eine erfolgreiche Beziehungsgestaltung mit narzisstischen Personen. Sich in eine Therapie zu begeben ist für narzisstische Menschen trotz ihres Leidensdrucks eine große Herausforderung. Merksätze und viele Beispiele aus der Praxis zeigen, wie Helfende ihren Blick deshalb immer wieder auch auf die Stärken und Kompetenzen narzisstischer Patientinnen und Patienten richten können. Und wie sie mit dem hinter der narzisstischen »Maske« verborgenen vulnerablen Selbst eine tragfähige Beziehung aufbauen können. Dabei können so unterschiedliche Verhaltensweisen wie Empathie, empathische Konfrontation, komplementäre Beziehungsgestaltung, therapeutische Selbstenthüllungen, aber auch Humor eine Rolle spielen.
Manisch-depressive Erkrankungen sind weder monokausal zu erklären, noch unipolar zu behandeln. Die Autoren werben für ein umfassendes Verständnis bipolarer Störungen, für eine psychotherapeutische Grundhaltung,
...show alldie Medikation integriert, über Edukation hinausgeht und die Angehörigen einbezieht. Ausführlich stellen sie ihr in zehn Jahren entwickeltes und bewährtes Gruppentherapie-Konzept vor, das offenbar gerade Menschen mit bipolaren Störungen große Chancen bietet: durch eine spielerische Arbeit mit Polaritäten, einer gegenseitig unterstützenden Begleitung durch Krisen, der Stärkung von Ressourcen und Kompetenzen und einer besseren Selbstwahrnehmung, gespiegelt durch die anderen Teilnehmer.
Die Autoren Rudd und Bryan stellen ihr innovatives, wissenschaftlich als sehr wirksam erwiesenes Konzept der Suizidprävention in einem klar strukturierten Arbeitsmanual vor. Es zeigt, wie die Arbeitsbeziehung a
...show allufgebaut und verbessert, Risikofaktoren eingeschätzt, und sicherheitsfördernde Maßnahmen direkt umgesetzt werden können. Schwerpunkte sind die Förderung von Emotionsregulations- und Krisenmanagementfähigkeiten sowie die Reduktion der Suizidgedanken. Neben den vorgestellten Fallbeispielen liefert das Buch eine Vielzahl an Arbeitsblättern und praktischen Vorlagen. Die deutschen Herausgeber Teismann und Forkmann haben die hier vorgelegte Ausgabe für die hiesige Verhaltenstherapie adaptiert und übertragen.
Wegweiser durch das neue Teilhaberecht Durch das BTHG werden die Selbstbestimmungsrechte und Ansprüche auf Unterstützung von Menschen mit Behinderungen gestärkt. Alle psychiatrischen Leistungserbringer und Kost
...show allenträger müssen sich neu aufstellen und die anspruchsberechtigten Bürger und ihre Angehörigen müssen ihre Rechte kennenlernen. In diesem hochaktuellen Buch werden zentrale Begriffe wie Assistenz, Selbstbestimmung und Teilhabe erklärt und die neuen Vorschriften für die Teilhabeplanung zusammengeführt. Parallel werden die wichtigsten Paragrafen zitiert, damit man die neuen Teilhaberechte nicht nur versteht, sondern auch durchsetzen kann.
Auf Reisen zu gehen, ferne Welten aufzusuchen, festgelegte Rollen hinter sich zu lassen und vorzustoßen in Räume voller Erwartung und Verheißung - dies ist der Dreh- und Angelpunkt eines zerbrechlichen Glücks u
...show allnd zugleich gefahrvoller Moment seelischen Scheiterns. Denn nirgends mehr als auf Reisen tritt die Fragilität des Selbst zutage: Entscheidungen, die man getroffen, Beziehungen, die man geknüpft, das Leben, das man geführt hat - all das kann an der Schwelle zur Fremde aus der Balance geraten. Jens Clausen verknüpft literarische Reiseschilderungen mit psychischen Aspekten und geht der Frage nach, wie Menschen auf Reisen ihr Selbst verlieren. Angst- und Panikattacken verunsichern, Dissoziationen verändern die Wahrnehmung, Depressionen machen handlungsunfähig, Psychosen konfrontieren mit der Schwierigkeit innerer und äußerer Abgrenzung. Schriftsteller wie Goethe, Hölderlin, Rilke, Schwarzenbach, Brinkmann, Sebald oder Kertész kommen zu Wort, deren Erlebnisse und Krisen in der Fremde auch vielen begeisterten Reisenden unter uns vertraut sein dürften.
Partizipation praktisch! Die Integration aller Berufsgruppen in ein recoveryorientiertes, interprofessionelles Bezugstherapeutenteam ist der Schlüssel für mehr Zufriedenheit bei Behandelnden und Behandelten. D
...show allieses Buch zeigt, wie man die Stationsstrukturen verändern und die Mitarbeitenden schulen kann. Mit großer Offenheit schildert das interprofessionelle Autorenteam, wie man durch die Einbindung der Betroffenen, ihrer Angehörigen sowie aller Mitarbeitenden in Therapieentscheidungen ein Klima schafft, dass sämtliche Ressourcen für die Genesung mobilisiert. Sowohl der Behandlungsprozess als auch die zugrundeliegenden Strukturen werden detailliert vorgestellt, sodass Mitarbeitende in stationären, teilstationären und ambulanten Einrichtungen diese Erfahrungen nutzen und selbst Veränderungen wagen können. Hinweise auf Stolpersteine sowie praxiserprobte Downloadmaterialen für die Umsetzung inklusive! »Gerade die selbstgesteckten Ziele der Patientinnen und Patienten hinsichtlich einer lebenswerten Teilhabe an der Gesellschaft, Genesung und Inklusion sind entscheidend für die therapeutischen Interaktionen und wichtiger als professionelle Fokussierung auf einzelne Symptome oder Beeinträchtigungen.« Andreas Heinz im Geleitwort für die 2. Auflage
Zwangsstörungen im Kinder -und Jugendalter belasten nicht nur die Betroffenen selbst, sondern das gesamte Familiensystem. Der vielfach bewährte Ratgeber bietet Eltern und jungen Menschen fundierte Orientierung
...show allund praktische Unterstützung im Umgang mit der Erkrankung. Zwei im Umgang mit Zwangserkrankungen erfahrene Psychotherapeutinnen informieren in unkomplizierter Sprache über die Merkmale und Therapiemöglichkeiten von Zwangsstörungen. Humorvoll, einfühlsam und mit zahlreichen konkreten Beispielen helfen die Autorinnen dabei, die Krankheit zu verstehen und zu bewältigen. Die vierte, durchgesehene Auflage präsentiert sich in neuem Design und enthält überarbeitete Zusatzinformationen für Eltern - die natürlich auch Kinder und Jugendliche lesen dürfen - sowie Arbeitsmaterialien im Buch und als Download. Eine wertvolle Begleitung für Familien und den Therapiealltag.
Gibt es nicht schon genügend Bücher über Achtsamkeit auf dem Büchermarkt? Warum also ein weiteres Buch zu diesem Thema? Dies ist das erste deutschsprachige Buch, das sich mit der Anwendung des Achtsamkeitskonze
...show allpts speziell für den psychiatrischen und sozialpsychiatrischen Bereich beschäftigt. Methodik, praktische Umsetzung und wissenschaftlicher Hintergrund fügen sich zu einem umfassenden Grundlagenbuch zusammen. Schwerpunkt ist dabei die Umsetzung in verschiedenen psychiatrischen Arbeitsfeldern und zwar sowohl als Haltung professionell Tätiger wie auch als therapeutische Strategie bei verschiedenen Klientengruppen. Zahlreiche Fallbeispiele und der störungsspezifische Aufbau machen dieses Buch zum spannenden Leseerlebnis für alle in Versorgung und Therapie Tätigen, die wissen wollen, welche Lösungen Achtsamkeitsansätze für die eigene Arbeitssituation bereit halten. Es bietet auch viele Anregungen, die eigene Achtsamkeit mit dem beruflichen Alltag zu verbinden. 'Achtsamkeit ist kein Allheilmittel, wohl aber eine Haltung, die den Umgang mit psychischen Störungen grundlegend verändern wird.' Matthias Hammer und Andreas Knuf
In der medizinischen Versorgung wird die Mitbestimmung des Patienten immer stärker betont. Shared decision making lautet das Schlagwort für eine partizipative Arzt-Patient-Beziehung. Dabei wird oft wie selbstve
...show allrständlich der mündige und selbstbestimmende Patient vorausgesetzt. Die Studie von Peri Terzioglu zeigt nun, dass die allgemeinen Modelle von einer stärkeren Patientenbeteiligung für psychotische Menschen nur zum Teil zutreffen. Wichtiger als umfassendes Informieren ist die Entwicklung einer tragfähigen Beziehung, die geprägt ist von Vertrauen und viel Zeit für Gespräche lässt.
Noch immer begegnen viele psychosoziale Fachkräfte digitalen Medien mit Skepsis. Dabei können sie Therapie und Beratung sinnvoll ergänzen - wenn sie richtig eingesetzt werden. Dieses Buch bietet eine fundierte
...show allEinführung in digitale Ansätze, erläutert aktuelle Forschungsergebnisse und präsentiert Best-Practice-Beispiele. Es zeigt, wie digitale Tools professionell, ethisch reflektiert und methodisch sinnvoll genutzt werden können. Datenschutz, Blended Therapy und Online-Interventionen stehen dabei ebenso im Fokus wie konkrete Fallbeispiele für den therapeutischen Alltag. Ein praktischer Leitfaden für alle, die digitale Medien bewusst und wirksam in ihre Arbeit integrieren möchten.
Dieses interdisziplinär ausgerichtete Praxisbuch bietet Hilfestellung bei schwierigen ethischen Konflikten in psychiatrischen Arbeitsfeldern. Es informiert über Grundlagen und Rahmenbedingungen, gibt Kriterien
...show allfür eine ethische Entscheidungsfindung an die Hand und diskutiert Fälle aus dem Arbeitsalltag aller beteiligten Berufsgruppen. Alle in der Psychiatrie Tätigen sind immer wieder mit drängenden ethischen Entscheidungen konfrontiert. In Konfliktsituationen ist es häufig schwierig, 'gute' Psychiatrie zu betreiben, was zu Spannungen mit Patienten, Angehörigen und im Behandlungsteam führen kann. Das Buch gibt einen Überblick über die maßgeblichen Werte, Normen und Entscheidungsmöglichkeiten. Dabei werden ethische Fragestellungen und Argumente praxisgerecht aufbereitet. Die Autoren und Autorinnen vermitteln fallbezogen Orientierungshilfen für wichtige Entscheidungssituationen wie Suizidalität, Zwangseinweisung und Zwangsbehandlung.
Peer-Begleiter sind Personen, die selbst schon psychische Erkrankungen erfahren haben und nun im klinischen Kontext Neu- oder Wiedererkrankte auf ihrem Weg durch das Hilfeprogramm und mit all ihren Nöten beglei
...show allten. Sie haben keine explizite therapeutische Funktion, wohl aber eine psychosoziale. Klar ist, der Einsatz von Peers verändert die psychiatrische Versorgung. Für Patienten werden Peer-Begleiter zu Identifikationspersonen mit einem Blick für Stärken, für die Betreuungsteams sind sie ein Beispiel im Umgang mit Rückschlägen und Resignation. Während sie anderen Betroffenen Selbstbestimmung und Eigeniniative vorleben, finden sie in der Aus- und Weiterbildungen für Recovery-orientierte Teams immer öfter ihren Platz als Lehrende und Mitarbeitende. Ganz konkret und anhand von erfolgreichen Beispielen aus verschiedenen Settings beschreibt das Buch, wie Peers in der stationären und ambulanten Arbeit eingesetzt und zum Joker im Trialog zwischen Betroffenen, Angehörigen und Professionellen werden können. In den Beiträgen werden u.a. folgende Themen behandelt: - Ausbildung der EX-IN-Begleiter - Erfahrungen mit Peer-Arbeit im stationären und ambulanten Bereich - Besondere Settings und trialogische Krisenintervention - Peers in Forschung und Fortbildung - Implementierung der EX-IN-Mitarbeiter und Perspektiven
Die eigenen Gefühle - seien sie positiv oder negativ - besser zu verstehen und die eigenen Handlungsmöglichkeiten zu erweitern, ist das Ziel dieser neuen Arbeitshilfe. Es ist ein Ergänzungsmodul zum erfolgreich
...show allen Handbuch »Krisen bewältigen«. Die beiden Autorinnen haben damit ein wirksames Programm entwickelt, das mittlerweile in vielen Kliniken und im ambulanten Bereich eingesetzt wird. Auch dieses neue Modul besticht durch seine detaillierten Ausführungen und das kreative Material auf CD-ROM, wie z. B. Stimmungsprotokoll, Skizzen- und Tagebuch und die sogenannten Gefühlsperlen, die ermutigen, über Gefühle zu sprechen und sie als wichtigen und sinnvollen Bestandteil seiner selbst zu erleben.
Körperliche, emotionale und mentale Prozesse haben großen Einfluss auf Befindlichkeit und Gesundheit. Pflegefachpersonen und Begleitende im Alltagsbereich und in der Wohnbetreuung können den Integrativen Ansatz
...show allfür das Selbstwirksamkeitserleben und Recovery ihrer Klient:innen nutzen. Das Buch stellt konzeptionelle Grundlagen aus der Psychologie, Neurologie, Biologie und Pflegewissenschaften vor und erschließt das Potential des ganzheitlichen Pflegeprozesses anhand zahlreicher Praxisbeispiele. Ganzheitlicher Ansatz im Pflegeprozess Menschen sind eine Einheit von Körper, Gefühlswelt und Geist - diese Ebenen stehen in enger Wechselwirkung miteinander. Auch die Umgebung beeinflusst, wie wir denken, fühlen und unseren Körper wahrnehmen. Oft fällt es schwer, die Wirkungen der verschiedenen Ebenen auf die Befindlichkeit zu erkennen und für die Gesundheitsförderung zu nutzen. Das Buch zeigt Möglichkeiten auf, den ganzheitlichen Genesungsprozess psychisch erkrankter Menschen professionell, situativ und kreativ zu begleiten. Es stellt nützliche Pflegediagnosen und Interventionsmöglichkeiten auf allen Ebenen der Lebensregulation vor. . Ressourcen auf allen Ebenen aktivieren und erschließen . Umfangreiche Praxisanleitungen und Anwendungshinweise . Konzepte und Modelle mit Techniken des kognitiven, emotionalen, körperlichen und gestalterischen Bereichs
Die »Geschichte der Psychiatrie« von Prof. Dr. Burkhart Brückner füllt eine Lücke: Psychiatriegeschichte gehört zwar zum Lehrstoff fast aller Ausbildungsgänge in Medizin und Sozialarbeit, aber bisher gibt es ke
...show allin Kompendium zu diesem Thema. Dieser Band aus der Reihe Basiswissen vermittelt einen anschaulichen und spannenden Überblick von den Anfängen bis zur Gegenwart psychiatrischer Arbeit. Es wird das sich wandelnde Verständnis psychischer Erkrankungen und des Umgangs mit diesen Erkrankungen sowie der Umgang mit den von ihnen Betroffenen nachvollziehbar. Außerdem wird auch die Geschichte eines Fachgebiets anschaulich dargestellt, das sich sehr schwer tat, statt der Verwahrung Wege der Behandlung zu suchen. Themen sind u.a. - frühgeschichtlicher Seelenheilkunde - Umgang mit Visionen, Phantasmen und Dämonen - Euthanasie im Dritten Reich - heutige Sozial- und Gemeindepsychiatrie
Ob an Spielgeräten, in Casinos, bei Online-Poker oder Internet-Sportwetten - unter dem Titel Glücksspiel versammeln sich immer mehr und vielseitigere, oft 'unsichtbare' Gefährdungspotenziale. Das Buch bietet ei
...show allnen systematischen und gründlichen Überblick über Phänomene und Dynamik des Störungsbildes Glücksspielsucht und beschäftigt sich ausgiebig mit der Früherkennung und der differenzierten Diagnostik dieses besonderen Suchtverhaltens. Verläufe und Kategorien von Spielverhalten, Spielerpersönlichkeiten und Spielerkarrieren werden erfasst. Der Autor stellt kompakt und praxisnah die einzelnen Bausteine erfolgversprechender Beratungsstrategien vor und formuliert konkrete therapeutische Hilfestellungen, die der Vielschichtigkeit des Geschehens und seiner oft existenziellen Bedeutung - auch für die Angehörigen - gerecht werden. Professionsübergreifende Beratungskonzepte für unterschiedliche Unterstützungssysteme (z.B. Suchtberatung und Schuldnerberatung) und die Rolle der Angehörigen werden vertieft.
Im Alter werden psychische Erkrankungen oft von körperlichen Gebrechen begleitet. Auf der anderen Seite führen altersbedingte Erkrankungen häufig zu psychischen Veränderungen. Wie Fachkräften und Laienpflegern
...show allangesichts dieser doppelten Herausforderung eine gute Pflege- und Beziehungsarbeit gelingen kann, zeigt dieses Buch. In der gerontopsychiatrischen Pflege müssen die Pflegenden die grundlegenden Bedürfnisse des alten Menschen erkennen, subjektive und objektive Hinweiszeichen verstehen und in der individuellen Beziehung gezielt unterstutzend handeln. Dieses Buch liefert praktisches Handwerkszeug für klinisch und ambulant Pflegende mit Hilfe einer klaren Systematisierung nach Gesundheitsverhaltensmustern. Fallbeispiele sowie umfangreiches Downloadmaterial unterstützen die gerontopsychiatrische Arbeit ganz konkret. Ein praktischer Handwerkskoffer für . professionell Pflegende . nicht spezialisierte Pflege- und Betreuungskräfte . Laienhelfer . für klinische, ambulante und familiäre Pflege.
Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung stoßen auf vielfältige Barrieren bei der Teilhabe am Arbeitsleben. Dabei ist der Zugang zu bezahlter, sinnstiftender, stabilisierender Arbeit für sie von besonderer Bedeutung.
...show allWie also können passende Arbeitsverhältnisse vorbereitet, geplant, gefunden und erhalten werden? Das 'Handbuch Arbeit' stellt umfassend die Möglichkeiten der beruflichen Rehabilitation und Integration psychiatrieerfahrener Menschen vor. Das vollständig überarbeitete und neu strukturierte Standardwerk führt sicher durch die unübersichtliche Rehabilitationslandschaft, und beschreibt praxisnah die Anforderungen an professionelle Unterstützende. Das Buch stellt aktuelle Studienergebnisse vor und gibt einen ausführlichen Überblick über Instrumente und Methoden zur Rehabilitation und Inklusion sowie der sozialrechtlichen Rahmenbedingungen. Sichtweisen und Möglichkeiten der Nutzer, Arbeitgeber, Leistungserbringer und Kostenträger werden umfangreich dargestellt. Bei der Teilhabeplanung helfen das kostenlose Downloadmaterial und ein ausführliches Stichwortverzeichnis. Das Buch ist ein Wegweiser für Neueinsteiger und erfahrene Fachkräfte in der beruflichen Rehabilitation, für Betriebsärzte und Personalabteilungen. Für Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung zeigt es was möglich ist und wie gute Rehabilitation aussehen kann.
"Wer Stimmen hört, der tickt nicht richtig." Dieses schlichte Dogma hat seine Gültigkeit verloren und ist der Einsicht gewichen: Wir sollten Menschen genauer zuhören, die Stimmen hören können, die sonst niemand
...show allhört. In diesem Buch kommen sie deshalb ausführlich zu Wort: "Mit Stimmen zu kommunizieren ist vergleichbar mit dem Erlernen einer Fremdsprache. Spreche ich diese, wird erst ein wirklicher Kontakt und Austausch möglich." "Es gibt Gaben, die gefallen uns, die nehmen wir dankend an und wachsen mit ihnen, und es gibt Gaben, die gefallen uns nicht und aus denen machen wir kaum etwas. Gaben können uns ein Leben lang eine Aufgabe und eine Bürde sein." "Meine Erfahrung ist, dass Stimmen in jedem Falle zu realen Freunden gemacht werden sollten. Das kompromisslose Beseitigen von Stimmen, etwa durch Psychopharmaka, ist, wie die gängige Praxis in den Psychiatrien beweist, sicher auf Dauer nicht der 'Königsweg'." "Verachte uns nicht, sondern höre mit dem Herzen, was wir dir sagen wollen." Das gilt sowohl für die Stimmen als auch für die Menschen, die sie hören.
Jobcoaches bieten Menschen mit psychischer Erkrankung individuelle Beratungsangebote, um sie in ihrem Wunsch zu unterstützen, sich in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren bzw. dort zu halten. Dieses Buch besc
...show allhreibt ideenreich und konkret sowohl das Aufgabenfeld und den Praxisalltag als auch das Vorgehen in Krisensituationen.Die Autorinnen nehmen nicht nur die Beziehungsgestaltung in den Blick, sondern identifizieren auch die zentralen Themen für Klientinnen. Ebenso gehen sie auf die Herausforderungen des Berufsbildes ein sowie auf die Zusammenarbeit mit dem professionellen und familiären Umfeld.Konzepte wie das Supported Employment und IPS - Individual Placement and Support bestimmen die Herangehensweise und werden mit Inhalt gefüllt. Fallbeispiele und konkrete Handreichungen ergänzen die Darstellung und vermitteln produktive Ideen für die tägliche Arbeit im Arbeitsfeld Berufliche Integration.
Junge Menschen in psychischen Krisen mit ihren oft komplexen Problemlagen geraten beim Übergang aus Forensik, Strafvollzug und Wohnungslosigkeit in die Gemeindepsychiatrie oft unaufhaltsam in eine Abwärtsspiral
...show alle der Exklusion. Für Theorie und Praxis der Gemeindepsychiatrie ist die Abstimmung passender Hilfen für diese Klientel eine große Herausforderung. Die Forschungsprojekte des sechsten Bandes der Fuldaer Schriften analysieren Fallstricke in der gemeindepsychiatrischen Versorgung und nehmen dabei nicht nur das Verständnis für Lebenslagen junger Menschen, sondern insbesondere auch die Bereitschaft zur Kooperation und Flexibilität der beteiligten Einrichtungen in den Blick.
Will you still need me Will you still feed me When I'm sixty-four Beatles, 1966 »Wenn die Beatles diesen Song heute, also vierzig Jahre später, gesungen hätten, würden sie wohl sicher eighty-four als Alter gew
...show allählt haben, also das heutige durchschnittliche Heimaufnahmealter. Diese Erinnerung daran, wie rasant wir in den letzten Jahrzehnten gesellschaftlich gealtert sind, offenbart zugleich auch schon die Absicht meines Buches; denn die Beatles-Frage ist aktuell geblieben: Wird es für mich, wenn ich alt bin, einen Anderen geben, der mich einerseits braucht und der mich andererseits füttert? Dabei stelle ich die Alten, als das nun mal größte Problem, zwar heraus; doch ist die Kernfrage nach »need« und »feed« verbindlich nur zu beantworten, wenn ich immer alle Hilfebedürftigen im Auge habe, ob ich nun mit 10 Jahren im Wachkoma bin, mit 20 geistig behindert, mit 30 körperlich behindert, mit 40 hirntraumatisiert, mit 50 chronisch psychisch krank, mit 60 chronisch körperkrank, mit 70 alterspflegebedürftig oder mit 80 dement. Diese Situation möchte ich mit allen alten und jungen Bürgern diskutieren, auch mit den professionellen im Gesundheits- und Sozialsystem. Jedoch nicht so sehr - wie üblich - aus der Perspektive der Profis, sondern mehr aus der Perspektive der Bürger, sowohl der hilfebedürftigen als auch der helfenden Bürger, also weniger betriebswirtschaftlich, sondern mehr volkswirtschaftlich - eben vom gesamtgesellschaftlichen Hilfebedarf her.« Aus der »Gebrauchsanweisung« des Buches
Bislang werden in der Betreuung und Behandlung psychisch Kranker weder die geschlechtsspezifische Unterschiede berücksichtigt, noch haben Liebe und Sexualität und die damit verknüpften Probleme einen Platz im p
...show allsychiatrischen Alltag. Im Rahmen eines Forschungsprojektes der Universität Frankfurt gingen die Autorinnen der Frage nach, welche Bedeutung das Geschlecht und die Sexualität für psychiatrie-erfahrene Menschen haben und wie dieser Aspekt in der alltäglichen Arbeit zwischen Professionellen und Betroffenen reflektiert und behandelt wird. Dabei werden nicht nur Literaturrecherchen zusammengefasst, sondern auch Ergebnisse von Interviews und Befragungen von Nutzerinnen und Nutzern im Betreuten Wohnen ausgewertet.