Das Buch soll zu einem klareren Begriffsverständnis von Teilhabe und damit zur theoretischen Verortung und Reflexion von Teilhabeforschung beitragen. Eine Begriffsklärung ist nicht nur in Bezug auf die Kommunik
...show allation über Teilhabe in Arbeitszusammenhängen des Bündnisses relevant, sondern auch aus der Verbreitung des Teilhabebegriffs. Mit einem über die Politik- und Arbeitsfelder hinweg geteilten Bedeutungskern wird er insbesondere auch für das Verständnis und die Bearbeitung derjenigen sozialen Probleme interessant, die Bereichsgrenzen und klare leistungsrechtliche Zuordnungen überschreiten bzw. sich an deren Schnittstellen bewegen. Intersektionelle Benachteiligungen lassen sich gut als Häufungen und Zuspitzungen von Teilhabeeinschränkungen beschreiben.
Angst ist ein Phänomen, welches fortwährend und allerorten in zwischenmenschlichen Beziehungen erzeugt und bearbeitet wird.Sie ist ungleich verbreitet und verteilt, unterliegt als Kommunikationsgegenstand kultu
...show allrellen Prägungen und ruft sozial folgenreiche Schädigungen hervor. Dieses essential bietet eine kurzgefasste Erkundung der sozialen Natur der Angst. Mit dieser wird eine Soziologie der Angst angeregt, die nicht nur untersucht, wie Angst entsteht und sich wandelt, sondern auch aufdeckt und problematisiert, wann und wie soziale Verhältnisse unnötige und leidvolle Angst fördern und wann und wie ein produktiver Umgang mit Angst verhindert wird.
- Einführung die Gemeinwohlökonomie.- Gesunde Marktwirtschaft.- Werteorientierung für Gesundheitsberufe.- Die Heiligenfeld Kliniken.- Reinventing Organizations und Buurtzorg.- Ökologische Nachhaltigkeit in Arzt
...show allpraxen und Planetare Gesundheit.- Die BKK ProVita.- Gemeinwohl-Bilanzierung in der St. Rochus-Apotheke.- Apotheke am Goetheplatz.- Gemeinwohlökonomie in der Kassenarztpraxis.- Zahnarztpraxis am Kreuzberg.- Die Ärztegenossenschaft Nord eG.- Ärztehaus Stadt Tengen eG.- Seniorengenossenschaft Riedlingen.
In der vorliegenden qualitativen Studie untersucht Almut Peukert Aushandlungen von Doppelverdiener- und Doppelkarrierepaaren zur Aufteilung der Elternzeit nach dem familienpolitischen Paradigmenwechsel durch di
...show alle Einführung des Elterngeldes im Jahr 2007. Einer zunehmenden Offenheit in paarinternen Aushandlungen zur Teilung von Erwerbs- und Familienarbeit steht ein Beharren von traditionalen, geschlechterdifferenzierenden Zuschreibungen von Betreuungsverantwortung in der Familiengründungsphase gegenüber. Dabei zeigt sich, dass Paare mit ähnlichen beruflichen und finanziellen Arrangements nicht "automatisch" zu gleichen Aushandlungsergebnissen gelangen. Vielmehr führen die Selbstverständlichkeiten der Paare zu (nicht) infrage kommenden Betreuungspersonen zu einem Relevant- oder Nicht-Relevantsetzen beruflicher und finanzieller Aspekte in der Entscheidung zur Inanspruchnahme von Elterngeld/ -zeit.
In Deutschland fehlt es bislang an Konzepten und Lösungen, wie Hebammen mit Hochschulabschluss entsprechend ihrer Kompetenzen im Arbeitsfeld Krankenhaus eingesetzt und weiterentwickelt werden können. Mit dem Zi
...show allel, erste Zahlen in dem wenig erforschten Feld zu generieren und Implikationen für die weitere Forschung und die Praxis abzuleiten, untersucht die vorliegende prospektive Querschnittstudie die Sicht junger Bachelorhebammen in Bezug auf deren Einschätzung gegenwärtiger Entwicklungsmöglichkeiten, Zukunftsvisionen und als adäquat angesehene Voraussetzungen für die berufliche Weiterentwicklung. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Motivation und Bereitschaft zur beruflichen Weiterentwicklung mit Übernahme verantwortungsvollerer Aufgaben und dem Voranbringen der geburtshilflichen Versorgung. Die Notwendigkeit einer breit angelegten Diskussion zur Einführung von Advanced Practice-Rollen im Hebammenwesen in Deutschland kann abgeleitet werden. Die Autorin Carolin Junghahn ist Hebamme im klinischen und außerklinischen Setting und Praxisanleiterin. 2024 beendete sie erfolgreich den Masterstudiengang Hebammenwissenschaft und Frauengesundheit an der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen. Ihr aktueller Forschungsschwerpunkt bezieht sich auf die Weiterentwicklung des Hebammenberufs im Praxisfeld von Hebammen.
Über Gesundheit zu reden funktioniert auf Fachkongressen und im Wartezimmer genauso gut wie auf Partys und Parteitagen. Interessant an all diesen verschiedenen Gesundheitserzählungen sind folgende Fragen: Worüb
...show aller wird geredet? Wer redet viel und wer wenig? Warum und mit welcher Wirkung wird geredet? Die Erzählforschung untersucht die Funktionsweisen von alltäglichen und wissenschaftlichen Erzählungen und ihre Potenziale, die Wirklichkeit nicht nur zu beschreiben und zu erklären, sondern auch zu beeinflussen. Das Thema Gesundheit unter Erzählperspektive zu beleuchten ist gewinnbringend, denn während die fachlichen Inhalte des Gesundheitsnarrativs sehr weitreichend erkundet werden, sind seine begleitenden erzählerischen Elemente kaum beforscht, obwohl sie z.B. Aufschluss darüber geben können, warum der Waschbrettbauch den Wohlstandsbauch als sichtbares Zeichen von erfolgreicher Lebensführung ablösen konnte und wie das Erzählen diese Wirklichkeitstransformation begleitet hat. Beim faktual-fiktionalen Gesundheitsnarrativ geht es also nicht um die Wahrheit und nichts als die Wahrheit, sondern erzählt wird eine spannende Geschichte über Wohlsein und Wehklagen, tugendhafte und sündige Lebensweisen, fitte Gewinner und matte Verlierer.
Eine an den Bedürfnissen der Patienten orientierte und bezahlbare Versorgung ist zukünftig nur möglich, wenn sich das deutsche Gesundheitswesen grundlegend wandelt. Wohin die Reise gehen sollte, zeigen die Gesu
...show allndheitssysteme anderer Länder: Wir brauchen den Übergang zu einer integrierten, sektor- und berufsgruppenübergreifenden Versorgung mit einer stärkeren dezentralen Verankerung der Prozesse und Strukturen. Erste Schritte in diese Richtung wurden Anfang des Jahrtausends eingeleitet. Doch in den letzten Jahren kamen diese Schritte ins Stocken. Namhafte Autoren aus Wissenschaft, Verbänden, Sozialversicherung, Verwaltung, Praxis und Industrie zeigen in diesem Buch auf, wie es in Richtung regionaler, integrierter Versorgungsformen weitergehen sollte.Mit seinem Erscheinen in der Reihe "Gesundheit. Politik - Gesellschaft - Wirtschaft" (hrsg. von E.-W. Luthe und J. N. Weatherly) steht das Buch für die wachsende Erkenntnis, Gesundheitspolitik als interdisziplinäre Aufgabe zu betrachten.
Medizinökonomie ist die Anwendung ökonomischer Methoden auf die Medizin, insbesondere auf die medizinische Versorgung. Ziel ist die Verbesserung der medizinischen Behandlung, denn die erfolgreiche Behandlung gi
...show alllt in der Medizin wie in der Medizinökonomie als oberste Maxime professionellen Handelns. Die Komplexität der medizinischen Versorgung in Deutschland mit ihren zahlreichen Akteuren, unterschiedlichen Zuständigkeitsbereichen und Verflechtungen erfordert viele Regularien und Abstimmungsprozesse, die für Außenstehende oft nur schwer zu durchschauen sind. Der wissenschaftliche wie der praxisbezogene Austausch von Wirtschaft und Medizin gestalten sich aufgrund der manchmal uneinheitlichen Sicht auf die Dinge schwierig und führen nicht selten zu Missverständnissen. Namhafte Experten aus den Bereichen Ökonomie und Gesundheitswesen machen in diesem Buch der jeweils anderen Seite die Bedeutung ihrer Disziplin in verständlicher Weise klar. Autoren aus Wissenschaft und Praxis sorgen für eine fachlich abgesicherte, wie auch für eine anwendungsbezogene Darstellung der medizinökonomisch relevanten Themenfelder aus Wirtschaft, Medizin, Politik, Recht, Verwaltung und (Selbst-)Organisation. Der Leser erhält einen fundierten Überblick über den Status quo und die aktuellen Fragen des deutschen Gesundheitssystems. Die zweite Auflage wurde aktualisiert und um weitere fundierte Beiträge ergänzt und richtet sich an Studierende wie Dozenten der Medizin und der Gesundheitsökonomie, an Angehörige der Heilberufe sowie an Entscheidungsträger im Gesundheitswesen.
Die AutorInnen befassen sich mit dem Hospiz als einer Versorgungsform, in der sich überlebende Begleiter und sterbende Patienten begegnen und unterstützen. Das Hospiz steht für die Einsicht, dass das Sterben zu
...show allm Leben gehört und dass Menschen am Lebensende zu uns gehören! Die Entstehung einer modernen Palliativmedizin hat in den letzten Jahren dazu beigetragen, dass es in Deutschland zu einer Ergänzung von Konzepten der Hospizversorgung und der Palliativmedizin gekommen ist.
Der Open-Access-Sammelband nimmt die Interdependenzen von Gesundheit und sozialer Ungleichheit in den Fokus. Demografische und epidemiologische Entwicklungen lassen einen erheblich erhöhten Druck auf die medizi
...show allnische und pflegerische Versorgung im Alter erwarten. Anhand konkreter Beispiele wird gezeigt, welche Ungleichheitsrisiken bestehen und inwiefern sich diese in Zukunft verändern oder verstärken. Im Ergebnis wirft der Band ein Schlaglicht auf die bereits existierenden Wechselwirkungen und beleuchtet die Möglichkeiten gesellschaftspolitischer Intervention. Die HerausgeberInnen Andrea Teti, Professor der Gerontologie (Altern und Gesundheit), leitete als geschäftsführender Direktor das Institut für Gerontologie (IfG) an der Universität Vechta. Er wurde in die Kommission des Altersberichts der Bundesregierung zur Erstellung des neunten Altenberichts berufen. Silke Neuderth, Professorin für Gesprächsführung und Gruppenprogramme an der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt. Sie verfügt über praktische Erfahrungen in Therapie und Beratung psychisch belasteter und erkrankter Menschen wie auch in der Prävention von psychischen Erkrankungen. Maria Pavlova, Professorin für Psychologische Gerontologie am Institut für Gerontologie, Universität Vechta. Sie ist Sprecherin des Fachs Gerontologie in Vechta und für Re-Akkreditierung der gerontologischen Studiengänge zuständig. Gabriele Ziese, Forschungsassistenz in der Gerontologie der Universität Vechta. Nach ihrem Wechsel ins Referat Forschung Nachwuchsförderung und Transfer arbeitet sie im Bereich Kooperationen und Partnerschaften.
Mario Schreiner untersucht auf der Basis von 20 problemzentrierten Interviews, die mit der qualitativen Inhaltsanalyse und der empirisch begründeten Typenbildung ausgewertet wurden, wie sich die Beschäftigung i
...show alln Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) auf ihre Beschäftigten auswirkt. Der Autor beleuchtet dabei die Wahrnehmung von sozialer Teilhabe und gesellschaftlicher Anerkennung durch diese besondere Beschäftigungsform und identifiziert vier Typen von Werkstattbeschäftigten. Die theoretische Grundlage der empirischen Untersuchung bildet die Verbindung und Operationalisierung von Teilhabekonzept und Anerkennungstheorie.
Die AutorInnen dieses Sammelbandes untersuchen zentrale Themen der sozialen Gerontologie mit dem Blick auf Teilhabe im Alter: Armut und Lebensstandardsicherung, Migration, Wohnen, Bildung und Lernen, Mobilität,
...show allTechnik, Seniorenwirtschaft, betriebliches Alternsmanagement, Erwerbsarbeit Älterer, informelle und formelle Unterstützungssysteme, Generationenbeziehungen, Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflege, gesundheitliche und pflegerische Versorgung, Personalbedarf in Altenarbeit und -pflege, quartiersbezogene Altenpolitik und -arbeit, Demografiekonzepte, politische und soziale Partizipation. Eingeordnet werden die Beiträge in die Zusammenhänge von Lebensqualität, sozialen Innovationen und Kritischer Gerontologie. Deutlich werden neue Sichtweisen auf das Alter sowie Herausforderungen und Perspektiven für Forschung, Praxis und Politik.
Demenz ist eine der häufigsten alterskorrelierten Erkrankungen unserer Zeit. Die meisten Menschen mit Demenz werden aktuell von ihren Angehörigen in der eigenen Häuslichkeit begleitet und betreut, ohne dass die
...show allkonkreten Gestaltungsprozesse bisher Gegenstand von Forschungsbemühungen gewesen wären. An dieser Stelle setzt die Studie an, indem der Blick auf die individuellen Konstruktionen der Unterstützungsarrangements durch die Angehörigen gerichtet wird. Es werden sowohl Gelingensfaktoren als auch Hindernisse der alltäglichen Gestaltung aus der Perspektive der Angehörigen thematisiert. Dabei verdeutlichen die vorliegenden Ergebnisse einerseits die Vielzahl vorhandener Strategien zur Gestaltung der Arrangements und zeigen andererseits die unterschiedlichen prekären Strukturen auf.