In Kirche und Gesellschaft wurde Trauer als bedeutsames Thema wiederentdeckt. Dafür braucht es eine individuelle qualifizierte Begleitung von Trauernden, die den hohen Standard kirchlicher Seelsorge wahrt und d
...show allie Erkenntnisse der Trauerforschung aufgreift. Trauernde haben in der Bibel und christlichen Tradition einen eigenen Raum und eine eigene Würde. Daraus bezieht Trauerseelsorge ihr Selbstverständnis. Die Autoren geben eine biblische und theologische Grundlegung in Seelsorge und eine psychologische Grundlegung in Trauer. In Kapiteln zu Bestattung, Weisheit und Resilienz, Ritualen, Schuld in der Trauer und Hoffnungs- und Trostbildern werden Aspekte von Trauerseelsorge nahegebracht. Eines der Hauptanliegen dieses Buches ist, seelsorgliche Kompetenzen für die Trauerseelsorge zu vermitteln und zu ermutigen, den Transzendenz- und Gottesbezug in die Beziehung einzubringen.
Das Nesthocker-Phänomen ist bekannt. Und es verbreitet sich sogar zunehmend: Erwachsene Kinder verbleiben im Elternhaus, weigern sich auszuziehen und auf eigenen Füßen zu stehen. Sie haben eine dysfunktionale A
...show allbhängigkeit entwickelt. Ihre Anspruchshaltung gegenüber einer elterlichen Rundumversorgung geht einher mit finanzieller und sozialer Verantwortungslosigkeit bis hin zu Suchtverhalten. Sobald die Eltern aus ihrer gewährenden und beschützenden Rolle auszubrechen versuchen, reagieren diese jungen »Unerwachsenen« mit Machtdemonstrationen, die auch gewalttätig sein können. Es entwickelt sich ein pathologisches Beziehungsmuster, das das Familienleben beherrscht und sich über viele Jahre hartnäckig erhalten kann. Haim Omers bewährtes Therapiekonzept des gewaltlosen Widerstands und der Neuen Autorität unterstützt Eltern von dysfunktional abhängigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, sich aus ihrer Machtlosigkeit oder gar Unterwürfigkeit zu lösen. Ziel einer Beratung oder Therapie ist eine für alle Beteiligten adäquate funktionale Abhängigkeit.
Die Unterstützung älterer, pflegebedürftiger Menschen im häuslichen Bereich wird schon seit vielen Jahren unter anderem durch Frauen aus Osteuropa geleistet. Diese wohnen mit im Haushalt der Pflegebedürftigen u
...show allnd übernehmen dabei neben der hauswirtschaftlichen Versorgung häufig auch pflegerische Tätigkeiten wie Toilettengang, Waschen oder die Verabreichung von Medikamenten. Die unklare und teilweise ungesetzliche Struktur dieser Versorgungsform ist den Verantwortlichen im Pflegesektor bekannt. Trotzdem wird vonseiten verantwortlicher Politiker und Vertreterinnen der Sozialverbände der "Graue Pflegemarkt" billigend in Kauf genommen. Die ungeregelte Normalität dieser Versorgungsform ist jedoch aus ethischem und sozialstaatlichem Verständnis nicht dauerhaft zu akzeptieren. Dieser Problemsituation geht das Buch aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven mit Blick auf die Alltagspraxis nach. Gerahmt werden die unterschiedlichen Perspektiven durch Geschichten über einzelne osteuropäische Betreuungskräfte, die von ihren Lebens- und Arbeitssituationen erzählen.
"Einen Menschen lieben, heißt ihm sagen, du wirst nicht sterben", heißt es bei dem französischen Philosophen Gabriel Marcel. Und dann geschieht es doch. Der geliebte Mensch, mit dem eine sinnerfüllte Wir-Welt b
...show allestand, stirbt. Unwiderruflich. Da, wo vorher Fülle und Zukunft waren, gähnen nun Leere und Abgrund. Alles, was bleibt, sind Erinnerungen, bloße Vergangenheit. Für die Zurückbleibenden ist dies in unterschiedlicher Intensität ein radikaler Einschnitt in ihr bisheriges Leben. Der erlebte Tod lässt die Ambivalenz des Lebens spüren und fordert sie auf schmerzvolle Weise zu einer Auseinandersetzung mit existenziellen Fragen auf. Im bewussten Erleben der Grenzsituation erlangt die Trauernde ihr bisher ungekannte Einsichten in ihr individuelles Selbst wie auch in das Wesentliche überhaupt. Im Verlauf dieses Prozesses ist es möglich, nicht nur die zerstörerische Seite des Todes zu erfahren, sondern auch seinen konstruktiven und sinngebenden Aspekt. Dafür bedarf die oder der Trauernde des Mitmenschen. Und hier kann auch ehrenamtliche oder professionelle Trauerbegleitung ansetzen, für die dieses Buch profundes Hintergrundwissen sowohl über das Phänomen des Trauerns selbst als auch über die Not-wendenden Begleitkompetenzen zu vermittelt.
Wenn schwer kranke Menschen tief in ihrem Inneren begriffen haben, dass ihr Leben akut bedroht ist und die kurativen Behandlungsmöglichkeiten ihre Grenze erreicht haben, beginnt ein schmerzlicher Trauerprozess.
...show allGerade Pflegekräfte erleben durch ihren nahen Kontakt zu Kranken und Angehörigen viel von diesem Leid. Zu den eigentlichen Kernaufgaben professioneller Pflege gehören Gesundheitsförderung und -wiederherstellung sowie die Leidlinderung. Auch die Selbstwirksamkeit von Patient:innen wird gestärkt. Pflegerisches Handeln orientiert sich dabei an der Befindlichkeit und den Bedürfnissen der kranken Menschen. Ihre Trauer ist eine natürliche Reaktion auf Verlust und kein Krankheitssymptom, das gelindert oder "weggemacht" werden kann. Der Weg zur Verlustbearbeitung geht durch die Trauer hindurch. Pflegende, die trauernde Kranke wahrnehmen und würdigen, können deren Trauerprozess fördern und den inneren Wachstums- und Heilungsprozess unterstützen.
Der Tod eines nahen Menschen aktiviert unbewusste Einstellungen gegenüber Verlusterfahrungen, die wir in der Trauerbegleitung als Verlustskripte herausarbeiten können. Ein schwerer Verlust bereitet den Boden fü
...show allr Verlustskripte, die einerseits aus der Biografie und Herkunftsfamilie, andererseits aus der konkreten schweren Verlusterfahrung eines Menschen stammen. Ein Skriptsatz kann beispielsweise lauten: "Ohne meinen Mann kann ich nicht weiterleben." Solche Verlustskripte können den Trauerprozess hemmen und verzögern. Der systemische Berater, Trauerbegleiter und Hypnotherapeut Roland Kachler zeigt konkrete Wege und praxisnahe Methoden für die Trauerbegleitung, die zum Verständnis und zur Lösung von Verlustskripten und damit von blockierter Trauer führen.
Die Pandemie hat uns aus unserem Alltag gerissen und in eine andere Welt geworfen. Trotz erheblicher Einschränkungen und Bemühungen erweist sich der Weg zurück in eine Normalität als quälend langsam. Was löst a
...show allll das in uns aus, welche inneren Anteile melden sich in uns zu Wort? Was genau macht die Situation so unerträglich, warum gewöhnen wir uns nur begrenzt an die äußere und innere Situation, warum werden so viele mehr oder weniger depressiv? Was kann uns helfen, diese Situation psychisch möglichst gut zu überstehen und anderen in Therapie, Beratung, Schule und Klinik dabei zu helfen? Und was können wir aus diesen Erfahrungen womöglich für die Bewältigung anderer Krisen lernen? Wer nach passender Ausrüstung für die Reise in die Nach-Corona-Zeit sucht, wird hier fündig.
Vielen jungen Erwachsenen erscheinen die eigenen Eltern wie Fremde. Wie aber geht man damit um, wenn nach einem Studium die Wortwahl, aber auch die Werte und der Blick auf die Welt ganz anders sind als bei den
...show allEltern? Wenn sie sich angegriffen fühlen von den Lebensentscheidungen des Kindes? Wie wird man damit fertig, wenn der Vater AfD wählt? Oder damit, wenn man sich selbst als Deutsche, die Mutter sich aber als Türkin fühlt? Die FAZ-Journalistin Leonie Feuerbach spürt einzelnen Geschichten nach, befragt Betroffene, wie es zur familiären Entfremdung gekommen ist und wie sie mit diesem schambesetzten Thema umgehen. Ob es nun die politischen Einstellungen sind, Patchwork-Konstellationen oder Differenzen im Glauben - es ist schmerzhaft, wenn man sich darüber klar wird, dass man anders ist als die Eltern. Denn die Beziehung zu den eigenen Eltern ist eine ganz besondere. Wir entscheiden uns nicht für sie, sondern werden in sie hineingeboren. Diese Beziehung durch Kontaktabbruch zu beenden, kommt für die wenigsten infrage. Denn zum einen mögen viele erwachsene Kinder ihre Eltern vielleicht nicht mehr, aber lieben sie noch. Und zum anderen spüren sie: Die Bindung, die seit der Geburt besteht, werden sie auch mit einem Beziehungsabbruch nicht los. Mithilfe von Fachleuten beleuchtet die Autorin die Hintergründe der familiären Entfremdung und zeigt Wege auf, wie gute Beziehungen auch unter »Fremden« in der Familie möglich sind.
Grenzerfahrung ist eine der grundsätzlichen Kategorien, die das Leben und Arbeiten zwischen Sterben und Tod kennzeichnen. Auch wenn vieles dessen, was an Lebenswissen verloren gegangen war, durch die Hospizbewe
...show allgung in den Horizont der Lebenserfahrung zurückgeholt werden konnte, zeigt es sich, dass immer neue Facetten des Sterbens und der Sterbebegleitung sichtbar werden. Solche neuen Bereiche werden in den Beiträgen dieses Bandes thematisiert. Es werden neue Herausforderungen für SeelsorgerInnen, PalliativmedizinerInnen, HospizärztInnen, Pflegende, SupervisorInnen und nicht zuletzt EthikerInnen erkennbar.
Das ABC für Zwangserkrankte ist eine Zusammenstellung von Stichwörtern für Betroffene und ihre Angehörigen. Ulrike S. litt über viele Jahre selbst an Zwängen (Waschzwang u. a.), die sie mit Hilfe einer Verhalte
...show allnstherapie gänzlich überwinden konnte. In diesem Glossar hat sie ihre Erfahrungen, Gedanken und Ratschläge aufgeschrieben, damit Menschen, die unter Zwängen leiden, darin Rat und Unterstützung finden können. Dabei legt sie besonderen Wert auf eine lebenspraktische Darstellung der Problematik wie auch auf eine optimistische Grundhaltung. Hans Reinecker hat die Stichwörter aus seiner Sicht als Forscher und Therapeut in fachlicher Hinsicht bearbeitet.Eine Auswahl aus dem ABC für Zwangskranke zeigt beispielhaft, um welche Themen es geht: Aberglaube, Angst, Freiheit, Genuss, Humor, Konfrontation, Mut, Ressourcenaktivierung, Rückfall, Schamgefühle, Stress, Vermeiden, Zuversicht ...
This book is more than just a book: It consists of two parts, the first a reader, the second a set of cards on awareness. This hands-on, practical and easy-to-understand depiction of the theme is meant to motiv
...show allate the reader to further thoughts. Color illustrations also serve to expand the book's horizon. A number of versatile exercises encourage conscious behavior. The card set points one toward insights that provoke action and suggest inaction. With these cards in hand readers have a good chance of learning to be more conscious of both themselves and their fellow human beings.
Achtsamkeit steht hoch im Kurs und scheint so etwas wie ein Allerheilmittel für alle möglichen Anliegen zu sein: ein geschwächtes Ich zu stärken, Selbstoptimierung voranzutreiben, die Arbeit effizienter zu bewä
...show allltigen, mehr zu verdienen und insgesamt ein besserer Mensch zu werden. Allmählich hat sich die ursprüngliche Idee eines achtsamen Lebens auf Funktionales reduziert. Der Mensch ist fast immer absichtsvoll in Bewegung, oft mit seinem Geist schon beim Ziel. Die Allerwenigsten realisieren noch das Jetzt-Hier. Den jeweiligen Augenblick klarer zu erfahren, ist gleichwohl ein lebenslanger Übungsprozess. Um dieses auch für den Alltag hilfreiche Verständnis zu verdeutlichen, führt Zen-Meister Gerald Weischede zurück zu den traditionellen Wurzeln von Achtsamkeit und leitet daraus die "rechte Praxis" für unser Leben ab.
Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) ist eine häufige Erkrankung im Kindes- und Jugendalter, die zu erheblichen Beeinträchtigungen sowohl in der Familie als auch in der Schule führen kann.
...show allDie ausgewiesenen Autoren beschreiben die wichtigsten Symptome und erläutern mögliche biologische wie auch psychologische Entstehungsbedingungen. Anschaulich stellen sie mögliche Einflussnahmen vor, sei es durch Eltern, sei es durch Lehrer, und informieren ausführlich über verschiedene Therapien.Der Ratgeber verhilft Eltern, Erziehern und Lehrern zu einem besseren Verständnis und gibt im Umgang mit den ADHS-Betroffenen Unterstützung.
Das Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) ist heutzutage eine weitverbreitete Diagnose, mancherorts für fast alle kindlichen Schwierigkeiten im Vorschul- und Grundschulalter. Die Erklärungen re
...show allichen von Störungen des Hirnstoffwechsels, Frühverwahrlosungen, psychischen oder psychosozialen Regulationsstörungen bis hin zu Hochbegabungen.Bei den Präventions- und Therapieangeboten gehen die Empfehlungen weit auseinander. Für die einen ist ein verstehender Zugang zum einzelnen Kind und seiner Lebenssituation der richtige Weg, während andere in einer medikamentösen Behandlung die Lösung des Problems sehen. Diese Sichtweise hat in den letzten zehn Jahren enormen Auftrieb erhalten. Die Autoren dieses Bandes problematisieren und diskutieren eine drohende Medikalisierung sozialer Probleme. Sie greifen aktuelle Kontroversen auf und plädieren für eine sorgfältige Diagnostik sowie für eine professionelle Zusammenarbeit aller beteiligten Experten bei der Therapie der betroffenen Kinder.
Creative writing is more than just a hobby. It has the potential to help people to expand their self-efficacy and their self-esteem. It also serves as a nearly endless source of energy. Not only do individuals
...show allprofit from this activity, it can also be implemented in the course of systemic therapy, counselling as well as in personal and business development. Renate Haußmann and Petra Rechenberg-Winter have put together a workbook full of scientifically sound and proven methods of creative writing. The also provide the basic theoretical background and include a number of writing exercises and examples.
Aging poses a number of challenges to all of us, and this is true for the area of love, partnership and marriage, too. Physical changes to the body, individual past events in life, present life situations, conf
...show alllicts and partnership dynamics all play a role and are all affected by the respective social norms. This volume provides elderly people with the knowledge and the practical support they need to (re)discover their often dysfunctional or long-lost sexual relations as well as to develop or intensify new ones. Here they can find out how and why physical diseases may change the partnership and its sexuality. They are also given suggestions on how to maintain a lively and erotic relationship to their partners.The exercises and questions provided in the individual chapters serve to improve both one¿s own sexual experience as well as to reflect on and reclaim the partner relationship. Tips are also given on relevant books and films to procure in order to gain new perspectives. The sexual therapist and general practitioner Elisabeth Drimalla encourages her readers to take a playful approach to her book and its contents.But this volume is also of interest to physicians and psychotherapists in need of refreshing their knowledge about modern sexual therapy. Often training fails to look at how to treat sexual problems, despite the fact that such disorders are quite common in practice.The contact addresses given at the end of this book assist in obtaining professional support in counseling centers or from sexual therapists. The free downloadable materials contain a number of questionnaires and exercises.
Bis heute ist der männliche Rollenkäfig recht stabil. Gefühlsferne und klagloses Ertragen von Härten und Gesundheitsrisiken sind immer noch typische Merkmale der Männerrolle. Sie erschweren einen sensiblen und
...show allreflektierten Umgang mit der eigenen emotionalen Bedürftigkeit. In der Kindheit erfahrene Verunsicherungen und damit zusammenhängende unverarbeitete Ängste, Wut und Trauer werden abgewehrt. Bei Jungen zeigen sich destruktive Impulsivität und ADHS. Seelische Belastungen äußern sich bei Männern häufig anders als bei Frauen. Ungesundes Arbeiten, Alkoholmissbrauch, Aggression, Hochrisikoverhalten sind dann krank machende Auswege - mit Folgen für die seelische Gesundheit. Vielen Männern sind solche Zusammenhänge nicht bewusst. Es fällt ihnen schwer, über seelische Verwundungen und emotionale Bedürfnisse zu sprechen, sich psychotherapeutische Hilfe zu suchen. Medizinische Diagnostik und Behandlung sind noch zu unsensibel für die rollentypisch verzerrten Symptomschilderungen und dahinterliegende seelische Nöte von Jungen und Männern. Renommierte Expertinnen und Experten informieren über diese Problematik und zeigen Lösungswege auf.
Anhaltende Trauer ist für einen Teil der Betroffenen dauerhaft sehr belastend und im Alltag nachhaltig beeinträchtigend. Sie erleben nicht die oft genannte heilsame Kraft der Trauer, werden unter Umständen fals
...show allch behandelt und mit einer psychiatrischen Diagnose belegt. Die international kontrovers diskutierte, mit der ICD-11 auf uns zukommende Diagnose der »Anhaltenden Trauerstörung« will für diese Trauernden eine verbesserte Versorgung sicherstellen. Eine solche Diagnose bringt aber auch Ängste vor einer Pathologisierung von Trauer mit sich. Umso mehr braucht es Wissen, das hilft, die Betroffenen in ihrer Beeinträchtigung erkennen zu können, ihnen Würde wahrend zu begegnen sowie ihnen angemessene Unterstützungsmöglichkeiten anzubieten. Das Buch ist kein Therapiemanual, sondern ein praxisnaher Beitrag für Professionelle und Ehrenamtliche in der Trauerbegleitung und im Gesundheitswesen. Es vermittelt, wie eine hospizlich-palliative Haltung und Erkenntnisse aus der internationalen Trauerforschung die Arbeit für Trauernde unterstützen können.
What is the link between Waldorf schools, organic tomatoes, Weleda healing lotions, fair-trade chemists and Otto Schily and Christian Morgenstern? The anthroposophy of Rudolf Steiner. The Anthropological Societ
...show ally established by Steiner between 1900 and 1925 has been the most influential esoteric community in European history. Helmut Zander has now written the first history of anthroposophy and theosophical milieu between 1884 and 1945. Zander examines Steiner's theosophical world-view-products between 1900 and 1914, the anthropological dance (Eurhythmy) and architecture. The study assesses practical fields such as social theory, pedagogy, medicine and farming existing from 1918 until today and makes links to current social problems.
Das Alltagsleben und die Mentalität wurden von der digitalen Moderne radikal umgekrempelt. Martin Altmeyer untersucht, wie in unseren modernen Kommunikationsgesellschaften psychosoziale Veränderungen erkennbar
...show allwerden. Im Zeitalter des Internet scheint das Seelenleben vom Wunsch nach zwischenmenschlicher Kommunikation bestimmt, von einer Sehnsucht nach Spiegelung, nach einem Echo aus der Lebenswelt, vom Verlangen danach, von anderen Menschen gesehen und gehört zu werden. Unaufhörlich sind wir am twittern, chatten, mailen, bloggen, hashtaggen, googeln und downloaden. Wir posten und posen, was das Zeug hält. Wir stellen unsere Selfies ins Netz oder verschicken sie über soziale Medien. Eifrig füllen wir unsere Facebook-Seiten oder bedienen uns der Bildtechniken von Instagram. Begeistert schauen sich Jugendliche und Heranwachsende auf ihren Laptops TV-Casting- und Realityshows an oder nehmen selbst daran teil. Ständig schauen sie auf ihr Smartphone, um ja nicht die neueste SMS zu verpassen oder eine WhatsApp-Nachricht, die umgehend beantwortet wird. Warum tun wir das alles? Aus narzisstischen Motiven? Weil Aufmerksamkeitssucht und Kommunikationsgier uns dazu treiben? Weil wir manipuliert und medienabhängig gemacht werden, wie Zeitgeistkritiker gerne behaupten? Wir tun das aus einem elementaren Motiv: weil wir auf der Suche nach Umweltresonanz sind und weil die Befriedigung von Resonanzbedürfnissen identitätsstiftend wirkt - von Geburt an, ein Leben lang.
Freud begann sein revolutionäres Werk in der Einsamkeit des Privatdozenten und Nervenarztes. Vor dem Ersten Weltkrieg fand es die Anerkennung der Züricher Universitätspsychiater, daraufhin auch vermehrt die Auf
...show allmerksamkeit der deutschen Fachöffentlichkeit und in der Weimarer Zeit viel Anklang im aufblühenden Feld der Psychotherapie. Die Rezeption der psychoanalytischen Lehre und Praxis war wie so oft, wenn Neues aufkommt, interessiert, gelegentlich zustimmend, häufiger kritisch. Aus einem Gefühl der Überlegenheit verweigerten sich Freud und seine Anhänger der Auseinandersetzung mit der methodischen, inhaltlichen und ärztlich-ethischen Kritik ihrer Kollegen. Sie gingen ihren eigenen Weg, mit einer eigenen Fachvereinigung, Fachausbildung und Theoriesprache. Ab 1933 wurde die Eigenständigkeit zerschlagen, nach 1945 langsam wiederhergestellt. Das Buch beschreibt die Erfolge der Psychoanalyse auf ihrem Weg der Isolation und die Schwierigkeiten, die dieser Weg mit sich brachte.
Die Psychosomatische Medizin und Psychotherapie existiert als eigenes Fachgebiet seit 2003. Akutkliniken mit diesem Schwerpunkt, die nicht Teil einer psychiatrischen Einrichtung sind, etablierten sich in der Fo
...show alllgezeit erst allmählich. Detaillierte Beschreibungen über die spezifische Vorgehensweise und die sich daraus ableitenden Abläufe in einer solchen Klinik gibt es bisher kaum. Wolfgang Hagemann schafft hier Abhilfe. Er stellt das Konzept der »Begegnungsmedizin« vor, das seit zwanzig Jahren in der von ihm gegründeten psychosomatischen Klinik erfolgreich angewendet wird. In dem integrativen Behandlungskonzept steht die therapeutische Gemeinschaft im Mittelpunkt: der Aufbau von Selbstwert steigernden und Autonomie fördernden Begegnungen mit allen Menschen innerhalb der Gemeinschaft. Begegnungen zu Patientinnen und Patienten werden in einer Weise geführt, dass Beziehungen wieder emotional tragend werden, dass in den primär bedeutsamen innerfamiliären und engen Freundesbeziehungen ein intimer Dialog wieder gelingt, die primären Bedürfnisse befriedigt werden und die individuelle Lebensfreude wächst. Hierfür sind eine systemische Haltung in der Klinikleitung wie auch ein systemisches Krankheitsverständnis unerlässlich. Zahlreiche Fallbeispiele illustrieren das vorgestellte Konzept.
Das Aufwachsen unter risikobehafteten und entwicklungsgefährdenden Bedingungen, wie einer prekären familiären oder sozioökonomischen Situation, ist in unserer Gesellschaft kein Einzelschicksal. Gerade Kinder, d
...show allie unter derartigen Bedingungen heranwachsen, entwickeln häufiger psychopathologische Auffälligkeiten und Problemverhaltensweisen. Um jedoch gezielte Unterstützungs- und Präventionsangebote konzipieren zu können, bedarf es einer genauen Kenntnis der Risiken, denen diese Kinder ausgesetzt sind. Dies betrifft nicht nur die direkten Auswirkungen der Risikofaktoren, sondern auch die Folgen ihres Zusammenwirkens mit protektiven Faktoren wie einer sicheren Bindungsbeziehung. Die Autorin untersucht daher das Zusammenspiel von Bindung und Risiko in Bezug auf die Ausprägung von Verhaltensauffälligkeiten in der mittleren Kindheit. Die Ergebnisse sprechen für eine Konzeption individueller Präventionsangebote, die die speziellen Lebensbedingungen der untersuchten Kinder beachten und mit ihren Maßnahmen auf der Beziehungsebene ansetzen. Standardisierte Programme können den Bedürfnissen von Familien im Hochrisikomilieu nicht gerecht werden.
Stimmungsschwankungen, Identitätsstörungen und Selbstdestruktivität sind nicht selten Ausdruck einer gestörten Persönlichkeitsentwicklung im Jugendalter und können sich als Borderline-Syndrom klinisch manifesti
...show alleren. Obwohl der Beginn der Erkrankung in der Kindheit liegt und sich im Jugendalter häufig zur diagnostizierbaren Störung entwickelt, wurde dieses Erkrankungsbild bisher überwiegend nur im Erwachsenenalter untersucht. Die wissenschaftlich fundierten Beiträge namhafter Autoren liefern neue Erkenntnisse zur Epidemiologie, Diagnostik, Ätiologie und Therapie der Borderline-Störung im Jugendalter.
Depressionen werden nach den Prognosen der Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2020 die zweithäufigste Volkskrankheit sein. Sie nehmen aber nicht nur weltweit zu, sondern haben auch eine hohe Rückfallrate: Fast
...show allein Drittel der Depressionserkrankungen geht in einen chronischen Verlauf über. Diese Gruppe der chronisch depressiven Patienten stellt wegen des schweren seelischen Leids für die Betroffenen und ihre Angehörigen sowie hoher gesamtgesellschaftlicher Kosten eine besondere therapeutische Herausforderung dar. Die spezifische Wirksamkeit der zur Verfügung stehenden psychiatrisch-psychopharmakologischen und psychotherapeutischen Behandlungen von Depressionen ist bislang nicht hinreichend erforscht. Wir verfügen bisher kaum über wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse darüber, welcher chronisch depressive Patient mit welchen Erkrankungshintergründen von welchem therapeutischen Vorgehen profitiert.Das Buch widmet sich dieser Thematik aus mehreren Perspektiven. Neben psychoanalytischen und verhaltenstherapeutischen Krankenbehandlungen werden übergreifende klinische Konzepte und Hintergründe zum Verständnis der Depression sowie der empirische Forschungsstand zur chronischen Depression anhand verschiedener internationaler Studien dargestellt. Der Leser kann so am Dialog zwischen der klinischen und empirischen Forschungsperspektive partizipieren.
Dieses Buch räumt auf mit Mythen und unseriösen Angeboten. Es zeigt fundiert und praxisnah, was echtes Coaching leisten kann. Für alle, die Coaching ernst nehmen - ob als Klient:in, Coach oder Entscheider:in. "
...show allCoaching - ja, aber richtig!" ist ein leidenschaftliches Plädoyer für professionelles und wirksames Coaching. In einer Zeit, in der der Begriff inflationär gebraucht und oft missverstanden wird, bietet dieses Buch Orientierung im Dschungel der Angebote. Es klärt auf, was (systemisches) Coaching tatsächlich ist, wo es wirkt - und wo seine Grenzen liegen. Die Autorinnen zeigen, wie richtiges Coaching Klient:innen in ihre Selbstwirksamkeit führt, woran man seriöse Coaches erkennt und was eine fundierte Ausbildung ausmacht. Ihr Ziel: Coachingqualität steigern, Menschen befähigen und den Markt von leeren Versprechungen befreien. Verständlich geschrieben, praxisnah und mit Haltung - ein Buch für alle, die Coaching professionell nutzen, anbieten oder darüber entscheiden wollen.
Leben können und sterben können, ars vivendi und ars moriendi hängen eng miteinander zusammen. Rüegger skizziert Grundlagen einer neuen Lebenskunst im Umgang mit dem eigenen Sterben und bewegt sich damit in ein
...show allem Feld zwischen Theologie, Philosophie, Palliativmedizin, Gerontologie und Ethik. Im Mittelpunkt stehen verschiedene Elemente einer heute neu zu gewinnenden ars moriendi als Teil einer umfassenden Lebenskunst: Die Einsicht, dass es zu wahrhaft menschlichem Leben gehört, den Tod nicht zu verdrängen, sondern als Teil des Lebens zu begreifen, hat an Aktualität nichts verloren.
Viele Menschen verbinden mit dem Begriff der Willensfreiheit intuitiv die Vorstellung, dass man unter identischen Bedingungen auch anders hätte handeln und entscheiden können, als man es faktisch tat. Daran ist
...show alldie Auffassung geknüpft, dass der Mensch letztendlicher Urheber seiner willentlichen Handlungen ist und deshalb auch dafür verantwortlich.In den Geisteswissenschaften dominierte bislang der Wunsch nach Autonomie des Geistigen nahezu alle Forschungsfragen, doch zeigen die Neurowissenschaften, dass dieser Wunsch keinesfalls mit den Beobachtungen an unserem Gehirn korrespondiert. Diese Erkenntnisse lösen heftige Kontroversen und mitunter Bestürzung aus, rühren sie doch an die Grundfesten unseres menschlichen Selbstverständnisses als autonome, frei entscheidende und selbstverantwortliche Personen.Obwohl das Problem der Vereinbarkeit von Willensfreiheit und Determinismus eines der ältesten der Philosophie ist, genießt das Thema derzeit auch in der breiteren Öffentlichkeit bemerkenswerte Aufmerksamkeit.
Unabhängig von einem aktuellen Auslöser wie zum Beispiel einem Trennungserlebnis, einem Burn-out oder einer bedrohlichen medizinischen Diagnose zeigen sich aus humanistisch-tiefenpsychologischer Perspektive see
...show alllische Krisen bei schwulen Männern in einer spezifischen Art und Weise. Meist unbewusst und oft trotz Jahre zurückliegendem Coming-out werden sie auf längst überwunden geglaubte Verletzungen aus ihrer Kindheit und Jugend zurückgeworfen, wie sie für einen sich schwul entwickelnden Jungen und Jugendlichen in einem homophoben und heterosexuell ausgerichteten Umfeld charakteristisch sind oder dies teilweise auch noch bis in die 1990er Jahre hinein waren. Um einerseits aus der aktuellen Krise herauszufinden und andererseits darüber hinaus an ihr nachhaltig zu wachsen, bedarf es für diese heute längst erwachsenen schwulen Männer eines vertieften Annehmens des noch immer verletzten inneren Kindes. Dabei werden Energien freigesetzt, die, im Einklang mit den Erkenntnissen der Quantenphysik und der Theorie geistiger Evolution, den seelischen und spirituellen Prozess der Suche nach dem wahren Selbst bekräftigen und so eine Neuorientierung im Leben zu bewirken vermögen, die zuvor unmöglich schien.
Kriege prägen die Menschheitsgeschichte auch im 21. Jahrhundert leider immer noch entscheidend. Die damit verbundenen Gewalttaten, Zerstörungen und Verwerfungen hinterlassen tiefe lebensgeschichtliche Spuren be
...show alli den Betroffenen. Das gilt auch für die noch lebenden Zeitzeugen des Zweiten Weltkrieges, die damals Kinder und Jugendliche waren: Sie machen heute die große Gruppe alter Menschen aus. Frühe Kriegserfahrungen, die dazugehörigen seelischen Prägungen sowie Familien- und Generationskonstellationen sind Themen dieses interdisziplinär ausgerichteten Bandes, der auf Beiträgen des Zweiten Internationales Kongresses »Kindheiten im Zweiten Weltkrieg in Europa« im basiert.Zu Wort kommen Historiker, Literatur- und Sozialwissenschaftler, Gerontologen, Psychologen, Psychoanalytiker und Mediziner. Praktiker berichten von ihren Erfahrungen aus Beratung, Therapie, Seelsorge, Bildungs- und Hospizarbeit sowie Versorgung und Pflege alter Menschen und ihrer Angehörigen. Das späte Echo der kriegsgeprägten Kindheitserfahrungen soll im neuen Jahrtausend nicht ungehört verhallen, in dem kriegerische Konflikte weiterhin an der Tagesordnung sind.
Die Konzepte des gewaltlosen Widerstands und der Neuen Autorität haben längst Einzug in viele psychosoziale Arbeitsfelder gehalten. Bei mehrfachbelasteten Familien - Eltern mit Traumaerfahrungen wie etwa frühe
...show allKindesmisshandlung oder häusliche Gewalt und Kinder, die ihrerseits traumatische Erfahrungen gemacht haben - stehen Fachkräfte vor besonders komplexen Herausforderungen: Wie können sie dazu beitragen, dass Menschen ihre inneren und zwischenmenschlichen Ressourcen (wieder)entdecken? Wie können Herkunftsfamilie, Pflegefamilie oder Heimgruppe Systemen werden, in denen Heilung möglich ist? Peter Jakob erläutert in diesem integrativen, fundierten Praxisleitfaden erstmals, wie Elterncoaching als traumaorientierte Intervention eingesetzt werden kann - sei es in der Beratungsarbeit, in der Familientherapie oder in der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Zahlreiche methodische Anregungen für den Praxisalltag und illustrierende Fallbeispiele vervollständigen den Band, der bestehende Behandlungskonzepte für traumaerfahrene Menschen erweitert.
Nach Prognosen der Weltgesundheitsorganisation entwickelt sich die Depression weltweit zur Volkskrankheit. Lange Zeit galten Depressionen als leicht zu behandeln. Diese Auffassung hat sich angesichts neuer Stud
...show allien radikal verändert: Über die Hälfte der Patientinnen und Patienten erleiden nach Therapie einen Rückfall und 20 bis 30 Prozent chronifizieren ihr Leiden. Daher ist eine gemeinsame Anstrengung von Praktikern verschiedenster Professionen und von Forschern unterschiedlichster Disziplinen geboten. Dieser Band illustriert, dass sich der Blick über den Zaun der eigenen Disziplin gleichzeitig als verunsichernd und herausfordernd, aber auch als motivierend und förderlich erweist.
Sind Sie rundum zufrieden mit Ihrer Beziehung? Wenn nicht, liegt es vielleicht daran, dass Sie bei auftauchenden Problemen die Schuld bisher ausschließlich bei Ihrem Partner gesucht haben. Wer ihn jedoch als Sp
...show alliegel der eigenen Person, der eigenen Reife wahrnimmt, ist auf dem besten Weg zu einer Himmelsbeziehung. Worin sich eine glückliche Beziehung (Himmel) von unbefriedigenden (Zwischenreich) oder gar destruktiven Beziehung (Hölle) unterscheidet, erklärt Barbara Kiesling anschaulich. Ergänzt werden die Charakterisierungen der drei Beziehungsarten durch Fallbeispiele.
Bis dato wurde der Blick von Kindern auf ihre Eltern in der Forschungsliteratur kaum berücksichtigt. In diesem Buch wird diese vorherrschende Herangehensweise radikal auf den Kopf gestellt: Nicht Erwachsene - v
...show allorrangig Mütter und Väter - geben Auskunft darüber, wie sie ihr Kind und ihre Beziehung zu ihm erleben. Vielmehr geht es um die Art und Weise, wie das Kind Vater und Mutter und seine Beziehung zu ihnen erlebt.Die Beiträge spannen einen weiten Bogen hinsichtlich der inhaltlichen Dimensionen, des Alters und Geschlechts der Kinder, der direkten oder indirekten Zugangsweisen zur Kinderwahrnehmung. Das methodische Repertoire reicht von vorstrukturierten quantitativen Erhebungen über offen gehaltene Befragungsformen bis hin zu qualitativen Untersuchungen, auch in Form psychotherapeutischer Kasuistiken. Neben dem sprachlichen Ausdrucksmittel wird auch Ausdrucksformen wie Kinderzeichnungen oder Kinderträumen Bedeutung beigemessen. Der Band umfasst empirisch-sozialwissenschaftlichen Studien, aber auch berufspraktische Beiträge.
Wer in der Gemeinde Jugendliche in ihren Trauerprozessen begleitet, muss ihre spezielle Situation kennen. Junge Menschen trauern anders. Selten haben sie eigene Vorerfahrungen mit der Bewältigung von Verlusten.
...show allSie sind spontan, emotional, stehen vor drängenden Entwicklungsaufgaben. Hiervon zeichnet Matthias Günther ein eindrückliches Bild. Auf diesem Hintergrund zeigt er, wie ermutigende Seelsorge mit trauernden jungen Menschen gelingt. Er bietet praxiserprobte Vorschläge. Dabei bleibt Trauerbegleitung in der Gemeinde nicht auf das Gespräch beschränkt. Beispiele aus dem Gemeindeleben - vom Konfirmandenunterricht über die Jugendarbeit bis hin zu Trauerkoffer und Raum der Trauer - werden ebenso vorgestellt wie ausformulierte Ansprachen, Andachten und Gottesdienste für junge Menschen.