Dieses Buch bietet Ärzten, Psychologen, Therapeuten und Betreuungs- bzw. Pflegepersonen eine umfassende interdisziplinäre Darstellung zum Thema Sexualität im Alter. Autoren aus den unterschiedlichsten Fachricht
...show allungen behandeln die psychischen, physischen und sozialen Veränderungen, die sich im Laufe des Alterungsprozesses ergeben. Sexualität wird in ihrer facettenreichen Gesamtheit im menschlichen Leben betrachtet. Themen wie Schamgefühl, Intimität und Sprache werden sowohl theoretisch behandelt als auch mit Anregungen für den Berufsalltag angereichert. Formen körperlicher Nähe von in Institutionen lebenden Menschen - untereinander bzw. zum Betreuenden - werden diskutiert. Schließlich wird das Thema Sexualität und Alter um historische, ethische, kulturelle und religiöse Aspekte erweitert.
Die österreichische Fotografin Angelika Kampfer porträtiert alte Menschen, zeigt sie in ihrer persönlichen Lebenssituation und öffnet damit zugleich unseren Blick auf die Facetten des Altwerdens. Ihr genauer, u
...show allnverfälschter und dennoch immer respektvoll bleibender Blick ermöglicht die unmittelbare Begegnung mit einem Lebensabschnitt, der im rastlosen Alltag unserer Tage oft ausgeblendet und verborgen bleibt. Mit ihren Arbeiten macht Angelika Kampfer Mut, das Alter in all seinen Nuancen und Schattierungen als Teil jedes Lebens zu akzeptieren und zeigt, dass es möglich ist, bis zum Schluss und allen Beschwernissen zum Trotz in Würde zu leben. Dieses Buch soll auch ein Dank an alle Pflegenden, ein Denkmal und Anerkennung sein. "Wichtig im Alter ist und bleibt das Leben: das vergangene und das gegenwärtige. Ich habe fröhliche, dankbare, zufriedene Menschen gesehen, aber auch sehr einsame. Das ist die Bilanz unseres Lebens. Nicht erst im Alter sucht man sich aus, wie man lebt. Um ein gutes soziales Umfeld und eine positive Lebenseinstellung muss man sich das ganze Leben lang kümmern." (Angelika Kampfer)
Was hat die sexuelle Libertinage der Berliner Bohèmienne mit dem Tropenkoller der Kolonialbeamten zu tun? In welchem Verhältnis stehen die diffizilen Bemühungen vor Gericht, den "irren Verbrecher" vom "verbrech
...show allerischen Irren" zu unterscheiden, mit den experimentellen Erzählformen von Gottfried Benn, Alfred Döblin oder Ernst Weiss? Was verbindet das Experimentieren mit dem Okkulten in den Berliner Salons des ausgehenden 19. Jahrhunderts mit der Sorge um auffällige Jugendliche oder der Suche nach den ersten Symptomen einer Seelenstörung? Was haben der Regelverstoß, die Anomalie und der Flirt mit dem Paranormalen, der expressionistische Aufschrei oder die neue sexuelle Ethik miteinander zu tun? Diesen Fragen geht die neue Reihe "Am Rande des Wahnsinns" nach. Sie betrachtet die "Kulturen des Wahnsinns" als Schwellenphänomene einer urbanen Moderne und lotet radikale Andersartigkeit in ihren medialen Vernetzungen, institutionellen Verschränkungen, Wissensräumen und performativen Darstellungsformen in der modernen Großstadt aus. Die Fallbeispiele des ersten Bandes widmen sich den Institutionen der Psychiatrie, der sexuellen Topographie Berlins, neuen Theorien von Kreativität und weiblicher Bohème, aber auch Haarfetischismus und "anspruchsvollen Wirrköpfen und halbtollen Frauenzimmern" am Rande des Wahnsinns.
"Schweizer Ärztinnen" wurden die ersten Frauen genannt, die in der Schweiz ein Medizinstudium absolviert hatten, als ihnen der Zugang zu den Universitäten der Habsburgermonarchie noch verwehrt war. 29 Frauen au
...show alls allen Teilen Österreich-Ungarns stehen im Mittelpunkt der vorliegenden Kollektivbiografie. Deren Lebensläufe und Karrieren in Europa und den USA werden unter dem Paradigma der Frauen- und Geschlechtergeschichte untersucht, wobei der Fokus auf der Perspektive der Bildungs- und Professionalisierungsgeschichte, der Medizingeschichte und der Migrationsgeschichte liegt. Gefragt wird nach ihren Motiven, Handlungsspielräumen und Erfahrungen, die von vielfältigen Grenzüberschreitungen geprägt waren.
Während der letzten hundert Jahre wurde in den westlichen Industriestaaten ein hoch komplexer und kostspieliger Apparat medizinischer Versorgung aufgebaut, dessen Ziel die Aufrechterhaltung der Gesundheit des E
...show allinzelnen und der Bevölkerung ist. Heute wird intensiv über die Kostenexplosion dieses Gesundheitssystems und die Notwendigkeit für Reformen gesprochen. Das vorliegende Buch befasst sich mit der Entstehung, mit Krisen und Transformationen in der Gesundheitspolitik in Europa und in den USA. Analytisch wird der menschliche Körper als zentraler Ausgangspunkt und Ort der Gesundheitspolitik gesehen. Damit eröffnen sich neue Perspektiven für ein besseres Verständnis zentraler Fragen der Gesundheitspolitik. Körper wurden im Laufe des 20. Jahrhunderts zu einem zwischen Medizin, Verwaltung und Politik angesiedelten Verwaltungsprojekt. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts deuten sich aber eine Reihe von entscheidenden Transformationen im Gesundheitsfeld an, durch die der Staat als wichtiger Akteur in der Verwaltung des Körpers an Einfluss verliert. Gleichzeitig gewinnen andere, dezentrale, individualisierte Formen der Körperpolitik wie etwa Managed Care an Bedeutung. Vor dem Hintergrund tief greifender Transformationsprozesse im Medizinsystem werden klassische Mechanismen der Sozialdisziplinierung durch neue Techniken der Selbststeuerung ergänzt und teilweise abgelöst. Diese neuen Tendenzen verändern nicht nur fundamental die Praxis von Gesundheitspolitik, sie bilden auch die Konturen einer neuen biopolitischen Ordnung.